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Zoff zwischen Mercedes und Red Bull

Wolff-Anruf bringt Marko auf Palme

Helmut Marko - Toto Wolff - Christian Horner Foto: sutton-images.com 105 Bilder

Zwischen Mercedes und Red Bull gibt es Krach. Anlass ist ein Telefonat von Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Max Verstappens Vater. Wolff bat Jos Verstappen, auf seinen Sohn einzuwirken, dass er nicht durch verrückte Aktionen den Titelkampf entscheidet. Das sorgte bei Red Bull für böses Blut.

11.11.2016 Michael Schmidt 8 Kommentare

Der Doktor war in Fahrt. Red Bull-Berater Helmut Marko ist ein Mann klarer Worte, und wenn es um sein Team geht, dann werden sie manchmal noch etwas deutlicher. „Es wird immer absurder“, schüttelte der Ex-Rennfahrer den Kopf. Es ging um ein Telefonat zwischen Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Jos Verstappen, den Vater des neuen Wunderkinds der Formel 1.

Wolff ruft Jos Verstappen an

Max Verstappen fährt sein eigenes Rennen. Er nimmt keine Rücksicht darauf, ob seine Gegner im Titelkampf verstrickt sind oder nicht. Das ist bei Nico Hülkenberg übrigens nicht viel anders. „Ich werde dafür bezahlt, für mein Team das Beste zu geben.“ Bei Verstappen werden solche Sprüche auf die Goldwaage gelegt. Weil der Holländer immer wieder in kontroverse Szenen verwickelt ist. Und Verstappen sitzt nicht in einem Force India, sondern in einem Red Bull. Er hat ein Auto, mit dem er Lewis Hamilton und Nico Rosberg in die Suppe spucken kann.

Wie in Mexiko. Da kamen sich Verstappen und Rosberg zwei Mal in die Quere. Beim Start mit Feindberührung. 50 Runden später mit einer Beinahe-Kollision. Mercedes-Teamchef Toto Wolff meldete sich in der Woche telefonisch bei Vater Jos, der vermeintlich einzige der „Mad Max“ kontrollieren kann. Wolff outet sich als Verstappen-Fan, weil er die Szene bereichert. „Ich respektiere Max, Jos und seinen Manager. Max reißt uns mit seiner harten, unbeugsamen Fahrweise alle mit. Er ist ein Gewinn für die Formel 1.“

Doch beim GP Mexiko hat Verstappen den Bogen nach Wolffs Meinung ein bisschen überspannt. „Im Zuge der Beinahe-Kollisionen wollte ich seinem Vater, den ich seit langem kenne, nur sagen, dass es schade für den Ruf von Max wäre, wenn er den Titelkampf durch ein unbedachtes Manöver entscheidet. Der Junge braucht das nicht.“

Mercedes soll sein Rennen um 11 Uhr austragen

Als Helmut Marko davon hörte, brannte die Zündschnur. „Wenn Herr Wolff etwas von uns will, dann soll er die Verantwortlichen von Red Bull kontaktieren und nicht den Vater. Wir fahren unser eigenes Rennen. Es ist ja nicht so, dass wir von Mercedes überrundet werden. Dann könnte man noch verstehen, wenn von uns verlangt wird, Platz zu machen.“

Und jetzt kommt Marko richtig in Fahrt: „Wir kämpfen mit Mercedes um Positionen. Wenn wir da freiwillig zurückstecken sollen, dann kann Mercedes sein Rennen mit seinen beiden Fahrern um 11 Uhr austragen, und der Rest ist dann um 14 Uhr dran. Ich habe so eine Einmischung noch nie erlebt. Den Vater eines Fahrers anzurufen, um ihn zu manipulieren. Das ist schlechter Stil.“

Wolff hält die Aufregung für übertrieben. „Ich habe Jos nur gesagt, dass es gut für Max wäre, wenn er vor Ort ist. Weil er seinem Vater vertraut, und er der einzige ist, dem er auch zuhört. Es gibt zur Zeit eine Spirale an negativen Geschichten um Max, die der Junge nicht verdient. Wenn er mit einer Kollision mit Nico oder Lewis die WM entscheidet, wäre das Negativ-Image perfekt. Ich wollte nur, dass ihm das klar wird.“

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Für RB gibt es nur einen MB der Max nicht überholen darf: der Safetycar

Friendlyguy 15. November 2016, 01:35 Uhr
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