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Zwei Chancen für Fernando Alonso

Qualifying und Start können entscheiden

Alonso Foto: xpb 36 Bilder

Da Red Bull in Brasilien auf eine Stallregie verzichtete, reicht Fernando Alonso ein zweiter Platz im Saisonfinale von Abu Dhabi. Der Spanier sieht im letzten Saisonrennen gleich zwei Möglichkeiten, den Titel klarzumachen: Im Qualifying und am Start.

09.11.2010 Tobias Grüner

Fernando Alonso hat die Chance verpasst, in Sao Paulo vorzeitig Weltmeister zu werden. Immerhin hat er mit dem dritten Platz seine WM-Führung behalten. Die Rechnung für das letzte Rennen ist einfach: Wird der Ferrari-Pilot Zweiter ist er auf jeden Fall neuer Champion. Gewinnt Sebastian Vettel den Showdown in der arabischen Wüste, reicht dem Spanier auch ein Vierter Platz.

Ferrari sieht Vorteil bei Red Bull

Auch wenn Alonso in Interlagos keinen der beiden Red Bull schlagen konnte, sieht er sich dennoch in einer guten Position. "Wir müssen sehen, dass wir im Qualifying von Abu Dhabi vor die Red Bull kommen. Wenn das nicht gelingt, gibt es noch eine Möglichkeit am Start." Alonso hofft, dass sich Vettel und Webber nicht einigen können. "Wenn ich Fünfter bin, wird Sebastian Weltmeister, wenn er gewinnt. Die Situation ist also auch für Red Bull nicht einfach."
 
Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali will seinen Piloten nicht in die Favoritenstellung heben. Er sieht Red Bull leicht vorne. "Sie sind in einer stärkeren Situation, weil sie zwei Fahrer im Titelrennen haben und nicht nur einen. Aber wir müssen uns auf uns konzentrieren und nicht schauen, was die anderen machen", erklärte der Italiener nach dem Rennen in Brasilien.
 
Auf Abwarten fahren kann Alonso jetzt nicht mehr. Zu viel kann schief gehen, wenn er den Titel heimschaukeln will. Ferrari sollte auch nicht darauf hoffen, dass Red Bull im Ernstfall auf eine Stallregie zu Gunsten von Mark Webber verzichtet. "Wir müssen versuchen dort zu gewinnen. Wenn wir das schaffen, ist die Rechnung einfach", lautet die Kampfansage von Domenicali.

Red Bull im Vorjahr mit Doppelsieg beim GP Abu Dhabi

2009 konnten Vettel und Webber beim Saisonfinale in der Wüste einen Doppelsieg einfahren. Für Domenicali ist das aber kein Grund zur Beunruhigung. "Red Bull war dort sehr stark letztes Jahr, aber wir waren auch in einer anderen Situation, weil wir die Entwicklung am Auto gestoppt hatten. Es wird eine große Herausforderung."
 
Die Chancen für das Saisonfinale sieht der Ferrari-Capo nicht schlecht. "Ich denke die Strecke passt uns besser als Brasilien. Zumindest hoffe ich das." Trotz der Niederlage in Interlagos verbucht Domenicali den dritten Platz nicht als Enttäuschung. "Der Ausgang des Rennens war sehr gut für uns, wenn man sich das Ergebnis aus dem Qualifying anschaut. Es war das beste, was wir erreichen konnten."
 
Einen Titel kann Ferrari allerdings nicht mehr gewinnen. Red Bull sicherte sich mit dem Doppelsieg vorzeitig die Teamwertung. Domenicali gab sich als fairer Verlierer: "Ich muss Red Bull zum Konstrukteurspokal gratulieren. Sie haben den besten Job von allen Teams erledigt. Sie haben jetzt schon einen Titel und sie kämpfen mit zwei Fahrern um den zweiten. Es ist fantastisch, dass wir mit ihnen im letzten Rennen kämpfen können."

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