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Zwei Gesichter bei Williams

Bottas Top, Massa Flop

Valtteri Bottas - Williams - GP Russland - Qualifying - Samstag - 10.10.2015 Foto: xpb 44 Bilder

Das Qualifying zum GP Russland hätte für die Williams-Piloten nicht unterschiedlicher enden können. Während Valtteri Bottas erster Mercedes-Verfolger war, haute es Felipe Massa bereits in Q2 raus. Der Brasilianer schob es auf den Verkehr.

10.10.2015 Andreas Haupt

Valtteri Bottas schmeckt der 5,848 Kilometer lange Kurs in Sochi mit seinen zwölf rechts und sechs Linkskurven. Einen richtigen Grund dafür hat er nicht. "Ich weiß es auch nicht genau. Ich fühle mich hier einfach wohl auf der Strecke." Im Vorjahr stellte der Finne seinen Williams im Qualifying und Rennen auf den dritten Platz. Und er fuhr die schnellste Rennrunde.

Seinen Rundenrekord von 1:40.896 Minuten wird Bottas wohl am Rennsonntag an einen der beiden Mercedes verlieren. Zu überlegen zeigten sich die Abonnementsieger im Zeittraining. Zudem erlauben die weicheren Supersofts schnellere Zeiten als noch im letzten Jahr.

Bottas auf dem Weg zum Podest

Doch wie 2014 könnte Bottas der beste Pilot sein, der nicht in einem der zwei silbernen Autos sitzt. Im Qualifying war er es schon als Drittplatzierter vor den Ferrari von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. "Wir waren ziemlich konkurrenzfähig. Ich habe es im Qualifying geschafft, einige konstant gute Runden zu fahren. In meiner schnellsten habe ich alles aus dem Auto gequetscht, was ging", berichtete ein glücklicher Fahrer.

Der Diesel-Treibstoff und Regen am Freitag sowie der Unfall von Carlos Sainz am Samstagmorgen verkürzte die verwertbare Trainingszeit auf ein Minimum. Doch Williams fand die passenden Setupeinstellungen. "Wir haben die verkürzte Zeit im dritten Training gut ausgenützt", lobte Bottas. "Dadurch konnten wir die richtigen Entscheidungen in Bezug auf die Reifentemperaturen und die Reifendrücke treffen. Und in Bezug auf die Anzahl der Runden."

Ein wichtiger Punkt. Wegen des glatten Asphalts fällt es den Fahrern in Sochi schwer, schnell ins optimale Reifenfenster zu kommen. Bottas fuhr in Q3 je zwei Aufwärmrunden, bevor er richtig anheizte. Gleich im ersten Run erzielte er seine schnellste Zeit von 1:37.912 Minuten. Später war er um 55 Tausendstel langsamer. Vettel wählte eine andere Taktik und blieb hinter ihm.

Massa muss durchs Feld pfügen

Jetzt muss Bottas aufpassen, nicht wie in Suzuka am Start überrumpelt zu werden. Sollte der Finne seine Position behaupten, dürften die Chancen aufs Podest groß sein. Die Williams sind mit über 334 km/h die schnellsten Autos auf den Geraden. Den guten Topspeed hat vor allem Felipe Massa nötig. Nach einem verpatzten Qualifying und Startplatz 15 muss sich der kleine Brasilianer im Rennen durchs Feld arbeiten. "Es sind sogar viele Punkte drin", gibt sich Massa trotz der schlechten Ausgangslage optimistisch.

Der Routinier fiel im zweiten Qualifying-Segment dem Verkehr zum Opfer. "Ich bin zwei Runden lang steckengeblieben. Als ich einen letzten Versuch unternommen habe, waren die Hinterreifen hinüber." Mit einer Zeit von 1:39.895 Minuten verfehlte Massa den Aufstieg in Q3 um über sieben Zehntel.

Massa ärgerte sich über das Resultat. "Wir hätten mit beiden Autos in den Top 5 stehen können. Die Strecke kommt uns entgegen und wir sind konkurrenzfähig. Es ist nicht schön, jetzt von hinten zu starten in dem Wissen, sein Auto nicht voll ausnützen zu können."

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