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Zweifel am FIA-Doppelflügel

Foto: FIA

Die Aerodynamik-Experten der Formel 1 haben Zweifel am FIA-Konzept, das eigentlich ab 2008 einen zweigeteilten Heckflügel vorsieht, um das Überholen zu erleichtern. Nun wurde die Aerodynamik-Reform vorerst um ein Jahr verschoben.

27.09.2006 Markus Stier

Die Teams halten den von FIA-Präsident Max Mosley favorisierten CDG-Flügel (Centreline Downwash Generating Wing) für kontraproduktiv. Laut Computersimulationen soll der CDG-Flügel eigentlich Turbulenzen des vorausfahrenden Autos in Richtung Straße lenken und so das dichte Hinterherfahren in Kurven ermöglichen.

Auf Initiative von Teams und Herstellern fanden Aerodynamiker bei Versuchen im Windkanal von Fondmetal heraus, dass der Doppelflügel das genaue Gegenteil bewirkt. Der vom Unterboden des Nachfolgenden generierte Abtrieb bricht zusammen. Die Erkenntnis: Den Anpressdruck sollten künftig vor allem die Flügel erzeugen.

Entscheidung in einem Jahr

Gemäß den Fondmetal-Versuchen favorisieren die Aerodynamiker eine Variante mit deutlich verbreitertem Frontflügel (190 statt 140 Millimeter) und einem schmaleren Heckleitwerk (75 statt 100 Millimeter). Zudem soll die Höhe des Frontflügels von 15 auf fünf Zentimeter sinken und der Heck-Diffusor beschränkt werden.

Zusammen mit dem Wegfall von Auslasskaminen, Winglets und Leitblechen sollte sich der Gesamtabtrieb nach Meinung der Experten um 50 Prozent reduzieren lassen, was exakt der Forderung der FIA entspricht. Diese will nun bis September 2007 klären, welches Konzept das bessere ist.

Weitere Hintergründe zur aktuellen Formel 1-Saison finden Sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Ausgabe 21, ab 17. September im Handel.

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