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Zwischenbilanz

Die Besten nach drei Rennen

Foto: dpa 41 Bilder

Formel 1-Kenner wissen: Die Grand Prix-Saison beginnt mit dem ersten Europa-Grand Prix. Der Übersee-Trip gibt eine Richtung vor, aber bestätigt wird das Kräfteverhältnis erst in Barcelona. Wir haben noch einmal die Erkenntnisse des Saisonstarts zusammengefasst.

24.04.2008 Michael Schmidt

Die Streckenlayouts und die Wetterbedingungen bei den ersten drei Rennen lassen nur bedingt auf die wahre Stärke der Teams schließen. Man muss sie in Summe betrachten, um sich ein Bild zu machen. Melbourne ist eine komische Rennstrecke. "Es gibt dort nur kurze Kurven. Man fährt rein und sofort wieder raus. Der Mittelteil fehlt", urteilt Williams-Technikguru Patrick Head. Dazu kommt ein glatter Belag, auf dem sich die Reifen nur schwer aufheizen. In diesem Jahr war es auch noch ungewöhnlich heiß, mit Spitzentemperaturen bis zu 41 Grad.

Sepang hat wegen seines feuchtheißen Wetters eine Sonderstellung. Für die Motoren ist die Waschküche nur bedingt eine Tortur. "Die hohe Luftfeuchtigkeit hilft den Motoren", erklärt BMW-Teamchef Mario Theissen. "Trockene Hitze wie in Melbourne oder Bahrain setzt den Motoren härter zu." Bahrain kommt wegen seines Stop-and-Go Charakters eine Sonderstellung zu. Es gibt nur drei echte Kurven. Das favorisiert Autos, die stabil auf der Bremse sind und eine gute Traktion haben. Auch in der Steinwüste am arabischen Golf herrschten am Renntag über 30°C.

Barcelona ist eine Strecke, die von allem etwas hat: Schnelle Kurven, langsame Ecken, vier harte Bremspunkte, eine 1,2 Kilometer lange Gerade. Hier sind Allrounder gefragt. Streckenkenntnis ist hier kein Thema. Es wird so häufig in Barcelona getestet, dass jeder der 22 Fahrer die 4,655 Kilometer lange Strecke wie seine Westentasche kennt. Vor dem vierten WM-Lauf sind die ersten Standortbestimmungen schon erfolgt. Drei Rennen, drei Sieger, drei unterschiedliche Fahrer auf der Pole Position. Zwölf Fahrer und acht der elf Teams haben bereits WM-Punkte auf dem Konto.

Wechselspiel an der Spitze

Kimi Räikkönen führt mit 19 Punkten das Gesamtklassement an. BMW ist mit 30 Zählern überraschend Spitzenreiter bei den Konstrukteuren. Heikki Kovalainen hat sich zwei Mal die schnellste Rennrunde gesichert, Nick Heidfeld ein Mal. Beide warten aber noch auf ihren ersten Sieg. Sechs Fahrer lagen bei den ersten drei Rennen in Führung. Felipe Massa führt die Rangliste mit 364,7 Kilometern an.

Der Brasilianer und BMW-Pilot Robert Kubica sind auch die schnellsten Männer im Training. Der Durchschnitt ihrer Startplätze beträgt jeweils 2,33. Damit liegen sie klar vor Lewis Hamilton (4,33). Bei den Teamduellen steht es sechs Mal 3:0. Felipe Massa, Robert Kubica, Fernando Alonso, Jarno Trulli, Nico Rosberg und Giancarlo Fisichella haben noch eine weiße Weste.

Silberpfeile zuverlässig

McLaren-Mercedes hat mit 341 von 342 möglichen Rennrunden die größte Distanz zurückgelegt. Es folgen Williams (337) und BMW (331). Nur McLaren und Williams brachten in allen drei Rennen beide Fahrer ins Ziel. Schlusslicht in der Zuverlässigkeitstabelle ist Toro Rosso mit 150 Runden. Die Bilanz: Fünf Ausfälle und eine Zielankunft von Sebastien Bourdais in Bahrain. Bei den Fahrern haben nur Fernando Alonso, Heikki Kovalainen und Nick Heidfeld die Maximaldistanz von 926,2 Kilometern zurückgelegt. Die rote Laterne trägt Sebastian Vettel mit 216,2 Rennkilometern.

Nick Heidfeld ist mit 7.104 Kilometern weiter der fleißigste Testpilot. Ihm folgen Timo Glock (6.790 km) und Kazuki Nakajima (6.506 km). Von den Teams hat McLaren-Mercedes den größten Teil seines 30.000 Kilometer-Testkontingents aufgebraucht. Lewis Hamilton, Heikki Kovalainen, Pedro de la Rosa und Gary Paffett brachten es bislang auf 15.413 Kilometer.

Alonso auf Abwegen

Das Strafenregister führt Formel 1-Neuling Sebastien Bourdais mit 3.000 Euro an. Adrian Sutil liegt in der Tabelle der Unfälle und Dreher vorn. Acht Mal kam der Force India-Pilot in allen Trainings und Rennen vom rechten Weg ab. Fernando Alonso leistete sich sieben Ausritte, was zeigt, wie sehr der Spanier mit seinem störrischen Renault kämpft. Der beste Starter im Feld ist Nico Rosberg. Der Williams-Pilot gewann bei allen drei Starts Positionen. Insgesamt verbesserte er sich beim Spurt in die erste Kurve um sechs Plätze.

Das schnellste Auto auf der Geraden ist wieder einmal der Ferrari. Die roten Autos kommen beim Training im Mittel aller Topspeeds auf 309,1 km/h. Platz zwei geht an die Silberpfeile mit 305,9 km/h. Im Rennen teilen sich die silbernen und roten Autos Platz eins mit 309,7 km/h.

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