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Zwölftes Formel 1-Team

ART-Einstieg mit Kundenautos?

Stoffel Vandoorne - ART - GP2 - Monaco 2015 Foto: xpb 5 Bilder

Völlig überraschend veröffentlichte die FIA eine Ausschreibung für neue Formel 1-Teams. Frist 1. September. Gleichzeitig wird über Kundenautos diskutiert. Dieses Zusammenspiel lässt Kritiker vermuten, dass es sich bei dem neuen Bewerber um ART handeln könnte.

29.05.2015 Michael Schmidt

Wie passt das zusammen? Die Formel 1 ist in Not und wirbt gleichzeitig um neue Teams. Mit Lotus, Force India, Sauber und Manor haben gleich 4 Teams große finanzielle Probleme. Pessimisten befürchten, dass der eine oder andere noch in diesem Jahr das Handtuch wirft. Deshalb brachte die Strategiegruppe bei ihrer letzten Sitzung am 14. Mai das Kundenauto-Thema wieder auf die Agenda.

Die Diskussionen haben sich beim GP Monaco noch verschärft. Interessanterweise ist nun auch McLaren-Chef Ron Dennis auf die Kundenauto-Linie eingeschwenkt. Er war bis zuletzt ein Verfechter der DNA der Formel 1. Und die besagt: Jeder baut sein Auto selbst. Doch die Kosten fressen die kleinen Teams auf, und die großen wollen nicht sparen. Was die Gefahr mit sich bringt, dass die Zahl der Teilnehmer bald unter 16 fallen könnte. Auch wenn Haas F1 im nächsten Jahr als neues Team dazustößt.

Neues F1-Team für 2016 geht nur mit Kundenautos

Mitten in die Krisen-Gespräche platzt die Nachricht, dass die FIA neue Teams sucht. Es ist Platz für 12 Teams. Mit Haas F1 sind es im nächsten Jahr 11, wenn alle überleben. Die FIA fordert potenzielle Kandidaten dazu auf, bis zum ersten September ihre Visitenkarte abzugeben. Eine Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, fällt bis zum 30. September.

Zuerst sorgte der Vorstoß des Verbandes für Belustigung. Wer, um Himmelswillen, kann und will sich das Abenteuer Formel 1 noch leisten? Unter 100 Millionen Euro pro Jahr geht gar nichts. Die Einstiegshürde kann nur ein Automobilhersteller oder ein rennsportverrückter Milliardär wie Gene Haas stemmen.

Und wer will mit so kurzem Anlauf bis 2016 ein Formel 1-Team aus dem Boden stampfen? Das geht nur, wenn einer diesen Plan schon hat und in geheimer Mission seit geraumer Zeit daran arbeitet.

McLaren B-Team mit Vandoorne und Magnussen

Erst auf den zweiten Blick bekommt die Ausschreibung einen Sinn. Verschwörungstheoretiker vermuten, dass der Kandidat bereits feststehen könnte. Und dass es kein Zufall sei, warum auch die FIA der Kundenauto-Idee nicht mehr abgeneigt gegenüber steht. Kritiker glauben, dass es sich bei dem Bewerber um das französische ART-Team handelt, das aktuell mit Stoffel Vandoorne in der GP2-Serie von Sieg zu Sieg eilt und seit dieser Saison auch in der DTM aktiv ist.

Ist Vandoorne nicht McLaren-Pilot? Ist Ron Dennis nun endlich auch bereit dazu, ein B-Team mit jungen Fahrern an den Start zu bringen? Und hat bei ART nicht Nicolas Todt Teamanteile, der Sohn von FIA-Präsident Jean Todt? Alles nur Zufall?

Eines ist klar: Wer 2016 einsteigen will, kann das eigentlich nur auf Basis eines Kundenautos. Der Vorlauf, eine eigene Entwicklungsabteilung auf die Beine zu stellen, ist viel zu kurz. Selbst wenn man sich wie Haas F1 nur auf die Aerodynamik konzentriert.

Experten reimen sich die Geschichte so zusammen: Die Formel 1-Kommission und der FIA-Weltrat segnen Kundenautos bei ihren nächsten Treffen ab. Mercedes, Ferrari, Red Bull, McLaren und Williams bieten für 2016 Kundenautos an. ART steigt als Kunde bei McLaren-Honda und mit Stoffel Vandoorne und Kevin Magnussen als Fahrer ein. Manor schaut in die Röhre. Oder besorgt sich anderswo ein Auto.

FIA dementiert Verdacht

FIA-Sprecher Matteo Bonciani weist die Verschwörungstheorien von sich: "Die FIA ist froh um neue Teams. Wir hatten keinen bestimmten Kandidaten im Sinn. Es könnte ja auch sein, dass sich einmal ein Automobilhersteller bewirbt. Für den Fall, dass es Interessenten gibt, müssen wir die notwendigen Prozeduren schaffen. Das haben wir getan."

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