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Erfolgsgeschichte Formel 3

Mit Schumacher kam der Boom

Formel 3 Silverstone 2013 Zeller vs Gelael Foto: xpb

Jahrelang galt England als das Ziel des aufstrebenden Rennfahrers. Von hier war es nur noch ein kurzer Weg in die Königsklassen. Doch nach und nach etablierte sich die deutsche Formel 3 als bestes Sprungbrett. Hier bieten sich die besseren Aufstiegsmöglichkeiten.

24.04.2013 Gregor Messer

Ende der Neunzigerjahre bildeten ehemalige Starter aus der deutschen Formel 3-Meisterschaft zu rund der Hälfte das Teilnehmerfeld in der Formel 1. Allen voran Leute wie Michael Schumacher und dessen Bruder Ralf, Heinz-Harald Frentzen oder auch Jarno Trulli, Jos Verstappen und Alexander Wurz. Wer in Deutschland vorne mitfuhr, aus dem ist was geworden. Von den Deutschen Formel 3-Meistern seit 1985 haben es bis auf einen alle in irgendeiner Weise - und sei es nur als Testfahrer - in die Formel 1 geschafft.

Attraktives Umfeld

Die neue Formel 3-Europameisterschaft wie auch ihre Vorgängerserien, die Deutsche Formel 3-Meisterschaft (bis 2002) und die Formel 3-Euroserie (bis 2012) galten und gelten als besonders attraktiv, weil die Qualität des Umfelds stimmt: Im Rahmen der DTM mit ihren Premium-Herstellern Audi, BMW und Mercedes ist für ein ansprechendes Angebot gesorgt. "Das Gesamtpaket passt", betont auch Peter Mücke.

Peter Dahlmanns von der Deutschen Formel 3-Vereinigung ergänzt: "Bis in die späten Achtzigerjahre war der Formel 3-Sport bei uns noch nicht besonders durchorganisiert. Aber dann kam mit Michael Schumacher der Boom, und ab Beginn der Neunzigerjahre war die Formel 3-DM dann deutlich professioneller aufgestellt." Teamchef Peter Mücke lobt indes auch den Level der Teams: "Bei uns wird auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet. Hier arbeiten Top-Ingenieure."

Formel 3-Ausbildung vorbildlich

Und Mücke weiß auch um den Bildungsauftrag, den die Teams in der Formel 3 gegenüber ihren Vollgas-Schülern hierzulande haben: "Es gibt keinen, der nach der 1. Klasse die Prüfung für die 10. Klasse macht. Die Teams sind darauf ausgerichtet, den jungen Leuten die Technik ordentlich beizubringen."

Ein Nachwuchstalent, das sich in der Formel 3 bewiesen hat, kommt auch in der DTM auf Anhieb zurecht. Nur ein Beispiel ist etwa Gary Paffett, Deutscher Meister 2002, der 2003 in einer Teilsaison in der DTM sofort auf sich aufmerksam machen konnte. Der Rest ist Geschichte.

Von den Piloten, die in den vergangenen zehn Saisons auf den Top-drei-Schlussplätzen der Euroserie geschafft haben, sind bislang zwölf Mann in die Formel 1 gekommen (auch wieder teilweise nur als Testfahrer): Ryan Briscoe, Christian Klien, Lewis Hamilton, Adrian Sutil, Lucas di Grassi, Paul di Resta, Sebastian Vettel, Romain Grosjean, Sébastien Buemi, Nico Hülkenberg, Jules Bianchi, Valtteri Bottas. Dazu kommen noch Piloten, mit etwas weniger erfolgreicher Karriere in der Formel 3-Euroserie, wie etwa Nico Rosberg, Kamui Kobayashi und Timo Glock.

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