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Nachwuchsserie Formel 3

Das beste Sprungbrett in die Formel 1

Hülkenberg Formel 3 Foto: xpb 10 Bilder

Ein Blick in das Formel 1-Startfeld der Saison 2012 verrät: Von den 24 Piloten haben bis auf sieben alle ihre Sporen zunächst in der Formel 3 verdient. An der Formel 3 kommt also kaum einer vorbei, wenn er es mit der Formel 1 ernst meint. Wir sagen Ihnen warum.

21.01.2013 Gregor Messer

Trotz der Gründung zahlreicher Nachwuchsserien ist die Formel 3 nach wie vor der beste Ausbildungscamp für die Schumis von Morgen. Daran ändert auch der gravierende Teilnehmerschwund nichts, mit dem die Formel 3-Euroserie unmittelbar vor Beginn der vergangenen Saison kämpfen musste. Erst in letzter Minute konnte das Feld mit vier zusätzlichen Fahrzeugen verstärkt werden - Volkswagen sei Dank: Die vier weiteren Monoposti und der weitere Motoren-Hersteller neben Mercedes verliehen dem Feld Format und Tiefe.

"Auf dem hohen Level, auf dem die Teams arbeiten, findet sich nichts Besseres", behauptet Teamchef Peter Mücke. Der 60-jährige Berliner, weiß, wovon er spricht. Seit 1999 setzt Mücke Formel 3-Rennwagen ein; zunächst in der Deutschen Formel 3-Meisterschaft, ab 2003 in der daraus hervorgegangenen Formel 3-Euroserie. Mücke hat die gesamte Entwicklung miterlebt: "Wir entwickeln unsere Fahrzeuge ständig weiter. Auf einem Fahrwerks-Prüfstand - einem so genannten Sevenpost-Rig - wie auch im Windkanal."

Formel 3-Nachwuchs lernt Arbeit mit Daten

Mücke deutet auf die Fahrzeugdaten hin, die jedem jungen F3-Piloten zur Auswertung geliefert werden: "Die Zugriffsmöglichkeiten darauf sind groß genug, um jedem Fahrer etwas mit auf den Weg zu geben. Da versteht jeder sofort die Änderungen, die man sich erarbeitet."

Mücke verweist auch auf die Schwächen des primären Marktkonkurrenten, der GP3-Serie, in der er mit seinem Rennstall selbst zwei Saisons lang aktiv war: "Im Vergleich zu einem Formel 3 ist ein GP3-Fahrzeug ja nur ein Markenpokal-Auto mit sehr begrenzten Möglichkeiten. Dort bekommt ein Fahrer nie so viel Rückmeldung."

In der Regel lernen die Rennsport-Junioren zwei Jahre lang ihr Handwerk in der Formel 3. "Danach", zeigt Teamchef Mücke auf das Lernpotenzial der Formel 3 auf hohem Level an, "sind alle anderen Kategorien nur noch Warteschleifen Richtung Formel 1." Vorausgesetzt, der junge Fahrer hat das Talent dazu.

Wartschleife GP2 nur Geldverschwendung

"Vom Ausbildungsstand kann man einen guten Fahrer in jedes Auto stecken und einen guten Job machen lassen. Denn auf den Abtrieb, auf den Speed, der ihn dann erwartet, kann der das. Er ist darauf vorbereitet." Mücke sieht die Situation noch drastischer: "Wenn ich sehe, was für die jungen Leute nach ihrer Formel 3-Zeit weitere Kategorien wie die GP2-Serie  kostet, dann ist das nur noch Geld verbrennen."

"Die Formel 3 kommt der Formel 1 vom Fahrgefühl am nächsten", betont auch Hans-Peter Dahlmanns von der Deutschen Formel 3-Vereinigung. "Vor allem lernen die jungen Fahrer hier erstmals mit einem Renningenieur anhand der Flut von Daten richtig, ein Rennauto weiterzuentwickeln."

Formel 3 im DTM-Schaufenster

Dahlmanns, federführend bei der Organisation des Deutschen Formel 3-Cups, sieht jedoch neben der Formel 3 auch andere Formelklassen wie die Formel Renault, die geeignet sind, junge Fahrer auszubilden. Doch weist Dahlmanns noch auf einen anderen Fakt: "Die Formel 3-Euroserie wie bis 2002 auch die Deutsche Formel 3-Meisterschaft ist bislang immer im Rahmen einer hochattraktiven Serie gestartet, der DTM. Es war und ist immer wichtig, sich vor den Augen von Teamchefs und Sportchefs zu beweisen."

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen einige prominente Piloten aus ihren Formel 3-Lehrjahren - von Vettel über Schumi bis Senna.

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