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FIA verweigert Starterlaubnis

Kein Formel 3-Gastauftritt von Piquet

Nelson Piquet - Formel E 2014 Foto: Formel E

Eigentlich wollte Formel E-Champion Nelson Piquet Jr. gerne beim Formel 3-Rennen in Pau starten. Doch die Verantwortlichen der FIA stimmten gegen eine Starterlaubnis für den 30-Jährigen. Wir erklären, warum.

12.05.2016 Tobias Grüner

Nach einer elektronischen Abstimmung der FIA Single Seater Commission, ist der Antrag von Carlin, Nelson Piquet Jr. in der FIA Formel-3-Europameisterschaft für ihr Team an den Start gehen zu lassen, von der FIA abgelehnt worden, da ein solcher Einsatz nicht der Intention der Meisterschaft entspricht, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

Die FIA habe in den vergangen zwölf Monaten hart gearbeitet, um die Meisterschaft als eine der wichtigsten Serien auf dem Weg in die Formel 1 zu etablieren. Deshalb darf zum Beispiel kein Fahrer mehr als 3 Saisons in der Serie bestreiten und kein Champion darf seinen Titel verteidigen. Nelson Piquet war zu Beginn seiner Karriere schon Formel 3-Meister in Südamerika und England.

Unter Artikel 4.7 des Sport-Reglements der FIA Formel-3-Europameisterschaft heißt es: "Jeder Antrag auf die Teilnahme eines Fahrers an der Meisterschaft wird von der FIA genauestens geprüft und nach Ermessen der FIA zugelassen oder abgelehnt." Mit der oben genannten strategischen Ausrichtung im Hinterkopf kam man bei der FIA zu dem Schluss, dass die Teilnahme eines so erfolgreichen und erfahrenen Fahrers wie Nelson Piquet Jr. nicht mit dem Gedanken der Nachwuchsförderung der FIA Formel-3-Europameisterschaft in Einklang zu bringen sei.

Domenicali rechtfertigt Startverbot

Schließlich ist Piquet der amtierende FIA Formel-E-Champion, LMP1-Fahrer in der FIA WEC und hat außerdem 28 Formel-1-GP bestritten. Stefano Domenicali, Präsident der FIA Single Seater Commission, sagte: "Wir können nicht abstreiten, dass wir darüber erfreut waren, dass ein so talentierter und erfolgreicher Rennfahrer wie Nelson Piquet Jr. den Wunsch geäußert hat, auf dem prestigeträchtigen Stadtkurs von Pau ein Rennwochenende der FIA Formel-3-EM zu bestreiten."

"Dennoch dürfen wir die Intention der Meisterschaft nicht vergessen – sie ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Formel 1. Aus diesem Grund kamen wird zu der Entscheidung, dass wir den vom Team Carlin vorgelegten Antrag ablehnen müssen. Um die charakteristischen Merkmale der FIA Formel 3-EM genauer zu definieren und zu präzisieren, hat die FIA dieses Jahr neue Teilnahmeberechtigungskriterien eingeführt. Die heutige Entscheidung ist eine logische Konsequenz dieser Maßnahmen."

Unverständnis beim Team Carlin

Beim Team Carlin, für das Piquet an den Start gehen sollte, hatte man dagegen nur wenig Verständnis für die Entscheidung. "Ich denke, das ist ein großer Verlust für die Rennveranstaltung, dass Nelson keine Starterlaubnis bekommt", so Teamchef Trevor Carlos verärgert. "Ich bin schon seit 30 Jahren in der Formel 3 involviert und bin mir der Bedeutung der Formel 3 für die Ausbildung junger Fahrer bewusst."

"Der einmalige Start von Nelson wäre meiner Meinung nach ein großer Anreiz für die Fahrer um ihn herum gewesen. Und es hätte die Serie und seine Fahrer in ein positives Licht gerückt. In keinster Weise wurde daran gedacht, die Serie oder seine Stellung. Wir danken Nelson für seine positive Einstellung und wünschen ihm für den Rest der Saison alles Gute."

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