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Formel E Berlin 2015

Di Grassi disqualifiziert, D'Ambrosio siegt

Jermome D'Ambrosio - Formel E - Berlin - 2015 Foto: Formel E

Jerome D'Ambrosio hat den ersten Formel E-Lauf auf deutschem Boden gewonnen. Bei der Elektro-Premiere in Berlin profitierte der Belgier von einer nachträglichen Disqualifikation von Abt-Pilot Lucas di Grassi.

26.05.2015 Tobias Grüner

Der erste Formel E-Lauf auf dem ehemaligen Flughafen in Tempelhof wurde zum großen Hit. 21.000 Zuschauer bekamen in der Bundeshauptstadt ein interessantes Rennen geboten. Den negativen Höhepunkt verpassten die Fans allerdings. Der Sieger wurde nämlich erst nach der Podiumszeremonie ermittelt.

Di Grassi-Frontflügel nicht regelkonform

Bei der technischen Kontrolle stellten die FIA-Experten am Frontflügel des Autos von Luca di Grassi eine Unregelmäßigkeit fest. Offenbar wurden an den Endplatten nicht homologierte Teile verwendet. Die Verteidigung des Abt-Teams, dass es sich nicht um eine leistungsrelevante Modifikation handelte, ließen die Schiedsrichter nicht gelten. Di Grassi, der als Erster die Ziellinie gekreuzt hatte, wurde aus der Wertung gestrichen. Im Sinne des Sports verzichtete der Rennstall auf eine Berufung.

Damit wurde Jerome D'Ambrosio nachträglich zum Sieger erklärt. Der belgische Dragon-Pilot war 7,5 Sekunden hinter Di Grassi ins Ziel gekommen, was am Ende aber egal war. Platz 2 erbte Sebastien Buemi. Mit Loic Duval auf Rang 3 kam schließlich noch ein weiterer Dragon-Pilot in die Podiumsränge, auch wenn der Franzose bei der offiziellen Champagner-Zeremonie noch nicht dabei war.

Piquet übernimmt WM-Führung

Am meisten profitierte Nelson Piquet von der Di Grassi-Disqualifikation. Der Brasilianer rutschte nicht nur auf Rang 4 nach vorne, er übernahm auch die Führung in der Fahrerwertung. Nach einem schwachen Qualifying hatte sich der Nextev-Pilot mit einer cleveren Strategie Platz für Platz nach vorne arbeiten können.

Dank eines verzögerten Boxenstopps konnte Piquet mit mehr Energie im Schlussspurt auch noch Nick Heidfeld auf Rang 5 verdrängen. Der Venturi-Fahrer lag zwischenzeitlich lange auf Podiumskurs, konnte die Pace der Spitze über die Distanz nicht mitgehen. Auch der zweite Deutsche im Feld, Daniel Abt, brachte die Fans auf den Tribünen nicht zum Jubeln. Schon in der zweiten Kurve hatte sich der Allgäuer ohne Fremdeinwirkung gedreht. Vom Ende des Feldes kämpfte sich Abt noch auf Rang 14 zurück. Punkte gab es dafür allerdings nicht.

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