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Formel E Berlin 2016 (Ergebnis & Fotos)

Buemi siegt, Stallregie-Ärger bei Abt

Sebastien Buemi - Berlin E-Prix - Formel E - 2016 Foto: Renault 20 Bilder

Sebastien Buemi hat den Berlin E-Prix gewonnen. Der Renault-Pilot lieferte ein fehlerfreies Rennen ab und ließ den Abt-Piloten keine Chance. Daniel Abt und Lucas Di Grassi landeten auf den Plätzen 2 und 3. Dabei wollte das Team per Stallregie eigentlich eine umgekehrte Reihenfolge auf dem Podium.

21.05.2016 Tobias Grüner

Im Schatten des Fernsehturms am Berliner Alexanderplatz hat Sebastien Buemi am Samstag (21.5.2016) seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Der Schweizer Renault-Pilot, der von Platz 2 gestartet war, konnte Pole-Setter Jean-Eric Vergne schon auf den ersten Metern überholen. Doch der Konter des Franzosen kam nur wenige Kurven später.

Daniel Abt gibt zweiten Platz nicht ab

In Runde 7 machte Buemi dann kurzen Prozess. Vor der Doppel-Links schob sich der Schweizer mit einem Gewaltmanöver an Vergne vorbei und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. „Ich bin natürlich sehr glücklich den Sieg mitgenommen zu haben. Das ist ein tolles Gefühl hier zu gewinnen. Das war ein fast perfektes Rennen. Ich wollte unbedingt noch die schnellste Runde mitnehmen. Das hat leider am Ende nicht ganz geklappt.“

Der Zusatzpunkt für den schnellsten Umlauf ging an Bruno Senna. Dadurch konnte Lucas di Grassi mit Platz 3 die Führung in der WM-Wertung noch um ein Pünktchen verteidigen. Der Brasilianer hätte den Abstand auf Buemi vor dem letzten Rennen in London noch vergrößern können, doch Teamkollege Daniel Abt spielte nicht wie gewollt mit. Der Deutsche kam beim Heimspiel vor seinen Teamkollegen auf Rang 2, gab seine Position aber trotz Stallregie-Befehl nicht mehr ab.

„Das ist mega. Ich bin sehr glücklich. Zweiter Platz beim Heimrennen ist unglaublich. Das Auto war super. Danke an das ganze Team“, strahlte der Allgäuer anschließend. Der misslungene Platztausch-Befehl könnte aber noch schmerzhaft werden, wenn es beim WM-Finale in London dumm läuft. „Ich wollte ihn in der vorletzten Runde vorbeilassen und habe ihm ein Handzeichen gegeben. Aber das hat er offenbar nicht gesehen. Er war ein Stück zu weit weg“, entschuldigte sich Abt.

„In der letzten Runde hatte ich dann zu viel Angst, dass ich bei einem Platztausch noch mein Podium verliere. Nicolas Prost war nicht weit weg hintendran. Ich denke aber, dass Lucas so ein guter Fahrer ist, dass er den Titel auch ohne meine Hilfe gewinnen kann. Für mich hätte Platz 2 oder 3 keinen großen Unterschied gemacht“, erklärte der Deutsche nach seinem besten Formel E-Ergebnis.

Impressionen Formel E - Berlin - 21. Mai 2016Foto: FE

Di Grassi nicht sauer über Stallregie-Panne

Eine Safety-Car-Phase in der Schlussphase – Loic Duval war in die Mauer gekracht – verschärfte die Situation auf den letzten Metern. Erst 2 Runden vor der Zielflagge wurde das Rennen wieder freigegeben. „Wenn es das Safety-Car nicht gegeben hätte, wäre es wohl Platz 2 gewesen“, gab sich Di Grassi versöhnlich. „Aber ich bin kein Fan von Stallregie. Ich habe auch keinen Funkspruch bekommen und ich habe auch keinen Platzwechsel erwartet. Daniel hat ein super Rennen gefahren und hat Platz 2 verdient.“

Nach dem verkorksten Qualifying war das Podium bereits mehr als Schadensbegrenzung für Di Grassi. Vor allem das Überholmanöver gegen Renault-Pilot Nicolas Prost (Runde 40), konnte sich sehen lassen. „Von Startplatz 8 ist das ein gutes Ergebnis. Leider habe ich früh im Rennen viel Zeit hinter Vergne verloren. Aber ich führe die WM-Wertung noch mit einem Punkt an. Das wird sehr interessant in London. Alles beginnt bei Null.“

Heidfeld liefert tolle Aufholjagd

In der britischen Metropole werden Anfang Juli die letzten beiden Rennen der Saison ausgetragen. Nach dem Krimi in Berlin lässt sich keine Vorhersage über den Ausgang im Titelkampf treffen. Neben Daniel Abt konnte auch Nick Heidfeld die deutschen Fans begeistern. Der Mahindra-Pilot war nach einer Qualifying-Strafe (zu geringer Luftdruck) in die letzte Startreihe versetzt worden, konnte sich aber schnell nach vorne arbeiten.

„Ich habe versucht Energie zu sparen und gleichzeitig ein paar Gegner zu überholen. Das hat ganz gut funktioniert. Die Pace war super. Platz 7 ist wirklich ein gutes Ergebnis“, strahlte der Mönchengladbacher am Ende. Der dritte Deutsche im Feld, René Rast, konnte sich bei seinem Formel E-Debüt dagegen nicht in Szene setzen. Nach einem guten Start aus dem Hinterfeld musste der ehemalige Audi-WEC-Pilot wegen eines beschädigten Heckflügels früh zum Reparaturstopp an die Box. Ein Batterie-Problem nach dem Wechsel auf das zweite Auto kostete weitere Sekunden. Durch das Technikpech kam Rast noch nicht einmal in die Wertung.

In der Galerie haben wir einige Impressionen vom Formel E Rennen in Berlin gesammelt.

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