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Formel E Mexiko 2017

Di Grassi rast vom letzten Platz zum Sieg

Lucas di Grassi - Formel E - Mexiko - 2017 Foto: Audi

Lucas di Grassi fuhr beim Formel E-Rennen in Mexiko zwischenzeitlich auf dem letzten Platz. Am Ende war der Brasilianer der strahlende Sieger. Wir erklären, wie das möglich war.

03.04.2017 Claus Mühlberger

Diesen Tag wird Lucas di Grassi nicht vergessen. Nach einem verkorksten Training musste der Brasilianer beim Formel E-Rennen in Mexiko mit Startplatz 15 vorlieb nehmen. Doch schon in der Qualifikation zeichnete sich ab, dass Abt-Audi kräftig aufgeholt hatte gegen die zu Saisonbeginn klar dominierenden Renault des E-Dams-Teams.

Daniel Abt legte in der Superpole die schnellste Zeit auf die Bahn. Der 24-Jährige konnte sich aber nicht lange über die zweite Pole-Position seiner Formel E-Karriere freuen. Denn die Technischen Kommissare der FIA monierten einen zu niedrigen Reifenluftdruck. Deswegen wurde Abt ans Ende der Startaufstellung expediert.

Di Grassi Letzter nach Heckflügel-Wechsel

Auch für Lucas di Grassi begann das Rennen denkbar ungünstig. Auf den ersten Kilometern geriet er in einen Verkehrsstau. Wegen des Ziehharmonika-Effekts musste er in der Schikane fast bis zum Stillstand abbremsen. Stéphane Sarrazin, einer der drei Spätankömmlinge aus Monza, reagierte etwas schlafmützig und brummte in di Grassis Heck. Der Heckflügel des Abt-Audi hing daraufhin auf halbmast; di Grassi musste an die Box.

Zum Glück für den Brasilianer rückte das Safety-Car aus, weil allerlei Karosserieteile auf der Piste verstreut waren. Die Mechaniker wechselten den Flügel, di Grassi gelang es gerade noch, vor dem Safety-Car auf die Strecke zurückzukehren. Als Letzter.

An der Spitze schaffte es derweil Oliver Turvey, den heranstürmenden Tourenwagen-Weltmeister José Maria Lopez im DS unter Kontrolle zu halten. Nach einem Viertel der Distanz machte der NextEV des Briten (ausgerechnet an dessen 30. Geburtstag) schlapp. Lopez führte nun vor Nick Heidfeld im Mahindra – und di Grassi war immerhin schon auf Platz 17.

Di Grassi nutzt Safety-Car zum Auto-Wechsel

In der 17. Runde hatte die Abt-Crew die rettende und, wie sich herausstellen sollte, die rennentscheidende Idee. Während einer erneuten Safety-Car-Phase wurde Di Grassi extrem früh zum Autowechsel an die Box zitiert. Der Rest des Felds kam 8, beziehungsweise 9 Runden später an die Box.

Di Grassi musste somit mit weit weniger Energie auskommen als seine Verfolger und gleichzeitig die Meute in Schach halten. In Mexiko City kam dem Brasilianer auch der Zufall zu Hilfe. Jerome d’Ambrosio, der mit seinem Faraday-Future-Renner noch eine Runde früher als der Brasilianer das Auto gewechselt hatte und der deswegen noch mehr Energie sparen musste, lag auf Platz 2 und diente viele Runden lang als Puffer.

Der Belgier verteidigte seinen Platz mit Klauen und Zähnen, und nach Meinung seines Kontrahenten Jean-Eric Vergne, mit grenzlegalen Mitteln. Zwei andere Verfolger verabschiedeten sich aus eigener Schuld aus dem Verfolgerfeld. Sowohl Lopez wie auch Sébastien Buemi legten infolge einer überbremsenden Hinterachse schwungvolle Dreher auf die Piste. Der Argentinier rettete noch Platz sechs, Tabellenführer Buemi, der zuletzt drei Mal in Folge gewonnen hatte, blieb als 14. ohne Punkte. Di Grassi zitterte sich dem Sieg entgegen. Mit 2 Prozent Batteriekapazität brauste er über die Ziellinie.

Prost schießt Heidfeld ab

Nick Heidfeld, der lange auf Podestkurs schien, stand am Ende mit leeren Händen da. Im Kampf um Platz fünf geriet er mit Nicolas Prost aneinander. „Er fuhr mir einfach in die Karre. Mein Auto war danach Schrott. Und auch Maro Engel der dritte Deutsche im Formel E-Feld wurde nicht belohnt. Sein Venturi zeigte im Qualifying enormen Speed. Im Rennen blieb das Auto aber einfach stehen. „Leistungsverlust“, meldete Engel lakonisch.

Für Daniel Abt endete das Rennen versöhnlich. Der Sohn von Teambesitzer Hans-Jürgen Abt wurde Siebter, freute sich über das hervorragende Team-Resultat und dachte nicht daran, mit der Taktik zu hadern. „Ich wünsche mir bloß, dass ich eines Tages auch mal so einen Lauf habe wie Lucas.

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