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Formel E-Test Donington (Fotos)

Elektro-Renner erstmals in Action

Franck Montagny - Formel E-Test - Donington - 07/2014 Foto: Formula E 33 Bilder

Die neuen Formel E-Renner haben in Donington ihre ersten richtigen Testfahrten absolviert. Wir haben die spektakulären Bilder und sagen Ihnen, wie gut die Autos bei der Test-Premiere geschlagen haben.

07.07.2014 Tobias Grüner

Ist die Formel E wirklich die Zukunft des Motorsports? Viele Beobachter sind skeptisch, dass die surrenden Monoposto-Raketen tatsächlich irgendwann einmal Benzingeruch und Ohrenstöpsel von den Rennstrecken vertreiben können. Im englischen Donington konnte die neue Rennserie beim Premierentest (4./5.7.2014) erstmals den Beweis antreten, dass die revolutionären Autos mehr als nur Öko-Spielzeug sind.

Kinderkrankheiten zum Start der Formel E-Tests

Gut 2 Monate vor dem Start in die Premierensaison klappte allerdings noch nicht alles perfekt. Noch waren nicht genügend Ersatzteile für die Monoposto-Renner produziert. Wer etwas kaputt machte, konnte nicht mehr weiterfahren. Bei einigen Teams waren zudem hartnäckige Batterie-Probleme zu erkennen, die zu längeren Standzeiten führten.

Es wäre allerdings auch verwunderlich, wenn eine so radikal neue Rennserie bei ihrem ersten Test nicht mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hätte. In der Formel 1 standen die Autos dieses Jahr zunächst auch mehr in der Garage als auf der Strecke. Bis zum Saisonauftakt in Peking am 13. September sollen die Probleme ausgemerzt sein.

Die größte Frage zu Beginn der ersten Ausfahrten lautete: Wie viel Leistung bringt das Antriebspaket und wie weit lässt sich mit einer Batterieladung fahren? Längere Runs über mehr als 10 Runden sah man an beiden Testtagen selten. Nicolas Prost vom e-Dams Renault-Team kam in der zweiten Session immerhin auf einen Tagesbestwert von 56 Runden.

Piloten und Ingenieure lernen neue Autos kennen

Den Fahrern standen 6 voreingestellte Motor-Mappings in verschiedenen Leistungsstufen zu Verfügung. Es galt auszuprobieren, wie schnell sich die Batterien leersaugen. Ob die angepeilten Kilometerleistungen in den höheren Power-Modi überhaupt realisierbar sind, ist noch schwer zu sagen. Es sieht allerdings so aus, als müssten sich die Piloten eine stromsparende Fahrweise einstellen und im Rennen mit der Leistung haushalten.

Die Aerodynamik der Formel E-Renner wurde energieeffizient auf einen geringen Luftwiderstand ausgelegt. Dadurch hält sich natürlich auch der Anpressdruck in Grenzen. Insgesamt sind 5 Testwochen angesetzt, in denen die Piloten am optimalen Setup für das erste Rennen feilen können. Am relativ hohen Gewicht der Autos lässt sich allerdings wenig ändern. Die Batterien machen den Renner etwas schwerfällig bei Richtungswechseln, so das Feedback.

Lucas di Grassi fährt Test-Bestzeit

Eine Schwachstelle hatten einige Experten auch in den Reifen befürchtet. Doch die profilierten Michelin-Gummis, die sowohl auf trockener als auch auf nasser Fahrbahn zum Einsatz kommen, haben sich beim ersten Test gut bewährt. "Sie liefern erstaunlich viel Grip", zeigte sich Ex-Toro Rosso-Pilot Sebastien Buemi begeistert.

Der Schweizer vom Team eDams-Renault konnte am ersten von zwei Testtagen die Bestzeit setzen. In der zweiten Session war Abt-Pilot Lucas di Grassi der Schnellste. Die Rundenzeiten sind allerdings noch mit Vorsicht zu genießen. Zwar besteht im Gegensatz zur Formel 1 kein Zweifel über Benzinmengen und das Gewicht der Autos. Dafür schweigen sich Formel E-Teams über die verwendeten Leistungsstufen aus.

Motorsport-Fans müssen sich also genau wie die Piloten noch an die neue Eektro-Serie gewöhnen. Der nächste Test ist schon für diese Woche (9./10.7.2014) angesetzt. Die besten Bilder der ersten beiden Testtage haben wir für Sie in der Galerie. Bereits bei der Premiere ließen es die Fahrer richtig krachen.

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