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Sebastien Buemi exklusiv

"Formel E ist komplett anders"

Sebastien Buemi - Formel E 2014 Foto: Formula E 33 Bilder

Red Bull-Tester und Toyota LMP1-Pilot Sebastien Buemi geht 2014 in der Formel E für das Team Renault/E-Dams an den Start. In Gespräch mit auto motor und sport erklärt der Schweizer, was den Reiz an der neuen Elektro-Rennserie ausmacht.

08.08.2014 Tobias Grüner
Wenn Sie die Formel E mit ihrem Le Mans-Renner oder einem aktuellen Formel 1-Auto vergleichen, was ist der größte Unterschied?

Buemi: Das kann man nicht vergleichen. Das ist komplett anders. Es steht natürlich viel weniger Power zur Verfügung. Das Auto hat auch weniger Grip und ist dementsprechend deutlich langsamer als ein Formel 1- oder ein LMP1-Auto. Aber da es keine andere elektrische Formel-Serie auf der Welt gibt, ist es auch etwas Besonderes.

Wo verlieren Sie die meiste Zeit im Vergleich?

Buemi: Man darf nicht vergessen: Das Auto hat 270 PS und wiegt mit dem Fahrer 890 Kilogramm. Es ist also relativ schwer und deshalb einfach nicht so schnell. Es ist aber für alle gleich. Alle müssen kämpfen. Als besserer Fahrer kann man aber schon einen Unterschied machen.

Wie fühlt es sich denn an, wenn man aufs Gas geht?

Buemi: Das ist gar nicht so viel anders als bei konventionellen Autos. Man hat keinen großen Wheelspin. Wir müssen jetzt lernen, wie man die Power richtig einsetzen muss. Wann darf man volle Leistung geben und wo muss man Power sparen?! Die Batterien werden sehr schnell heiß. Und sie werden leider auch sehr schnell leer.

Wie sehr bestimmt das Energiesparen die Fahrweise?

Buemi: Das hängt davon ab, wie lange die Rennen sind. Das steht noch nicht fest. Je größer die Distanz, desto mehr muss man mit dem Gasfuß aufpassen.

Wird an der Leistung oder der Batteriekapazität noch etwas verbessert?

Buemi: Momentan bleibt es bei dem Einheitsauto. Alle sind mit dem gleichen Material unterwegs. Ab dem nächsten Jahr soll dann alles ein wenig offener sein. Dann dürfen Teams oder Hersteller ihren eigenen Motor oder Batterien bauen.

Was dürfen die Ingenieure der Teams an den Autos verstellen?

Buemi: Vom Setup her darf man alles machen, was man will. Flügel, Dampfer, Stabis, Fahrwerkshöhe etc... Wenn man etwas verstellt reagiert es auch gut. Wie bei einem normalen Single-Seater. Nur vom Motor her ist nichts möglich.

Macht es trotz energiesparender Fahrweise Spaß?

Buemi: Natürlich! Egal wie schnell man ist, es macht immer Spaß mit so einem Auto zu fahren.

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