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Jenson Button
Nach dem Abschied von Weltmeister Damon Hill 1999 lastete lange Zeit die ganze Hoffnung der britischen Motorsportfans auf dem jungen Jenson Button. Im Jahr 2009 krönte er seine Formel 1-Karriere mit dem Weltmeistertitel.
Wie bei den meisten F1-Piloten begann die Karriere von Jenson Button hinter dem Lenkrad eines Karts. Schon mit acht Jahren startete der aus einer Motorsportfamilie stammende Brite seine Rennlaufbahn, die mit zahlreichen Jugend-Meisterschaften einen erfolgreichen seinen Anfang nahm.
Im Alter von 18 Jahren wechselte das Talent dann in die nationale Formel Ford, die er auf Anhieb für sich entscheiden konnte. Der rasante Aufstieg wurde 1999 in der britischen Formel 3 fortgesetzt, die er als Dritter mit dem Titel 'Rookie des Jahres' beendete. Nach nur zwei Jahren in den Nachwuchs-Formel-Klassen waren bereits einige Formel 1-Teams auf Button aufmerksam geworden.

Nach Tests für McLaren und Prost öffnete sich plötzlich bei BMW-Williams eine Tür. Als Ersatzmann von Alessandro Zanardi musste sich Button in einem Shootout gegen den Brasilianer Bruno Junqueira durchsetzen. Button gewann das Duell und feierte im März 2000 als damals jüngster Brite aller Zeiten sein Debüt in der Königsklasse.
In seinem ersten Rennen konnte sich der Engländer bereits auf Rang drei vorarbeiten, musste auf einem Punkteplatz allerdings elf Runden vor Rennende mit Motorenproblemen aufgeben. Mit sechs Punkteplatzierungen bis Saisonende konnte Button die hohen Erwartungen der britischen Medien leider nicht ganz erfüllen. Im teaminternen Duell musste er sich zudem deutlich Ralf Schumacher geschlagen geben.
In der darauffolgenden Saison wechselte Button zum Benetton. Mit unterlegenem Material konnte der neue Schützling von Flavio Briatore allerdings nur ein Mal in die Punkte fahren. 2002 lief es bereits deutlich besser. Das von Renault übernommene Team stellte dem Briten ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung, mit dem Button 14 WM-Zähler einfahren konnte.
Nach der Verpflichtung von Fernando Alonso heuerte Button 2003 beim BAR-Team an, wo er Olivier Panis ersetzte. Nach einem guten ersten Jahr auf Rang neun folgte in der zweiten Saison bei BAR der Durchbruch. Mit einem sehr konkurrenzfähigen Auto fuhr der Brite 2004 auf Rang drei in der Meisterschaft. In Malaysia landete er dabei erstmals auf dem Podium, in Imola feierte der Brite die erste Pole Position für sich und das Team.
Trotz eines bereits unterschriebenen Vertrags bei Williams musste Button auch 2005 bei BAR bleiben. Nach einem schwachen Start häuften sich in der zweiten Saisonhälfte die Punkteplätze und der Brite beendete das Jahr auf Rang neun in der Meisterschaft. 2006 übernahm Motorenlieferant Honda den Rennstall komplett und verlängerte den Vertrag von Button.
Bei seinem 113 Start in Ungarn gelang dem ewigen Talent dann auch endlich der große Coup: Trotz einer Rückversetzung um zehn Startplätze fuhr der Engländer im Regen von Budapest von Startplatz 14 zu seinem ersten und bislang einzigen GP Sieg. Dank zwei weiterer Podiumsplatzierungen in Malaysia und Brasilien konnte der sechste Platz in der Endabrechnung als Erfolg verbucht werden.
2007 und 2008 nahm die Formkurve von Button und Honda einen steilen Knick nach unten. Trotz der Verpflichtung von Ross Brawn als neuem Teamchef konnten die Piloten mit unterlegenem Material nur selten um Punkteplätze kämpfen. Mit drei WM-Zählern landete Button 2008 auf einem enttäuschenden 18. Platz im Gesamtklassement.
Als Honda in der Winterpause vor der Saison 2009 den Rückzug aus der Formel 1 bekanntgab, musste der Brite lange um den Verbleib in der Königsklasse zittern. Doch vier Wochen vor dem Auftakt in Melbourne gab der japanische Autokonzern endlich das OK zur Übernahme des Teams durch Ross Brawn.
Brawn GP machte aus der zunächst chaotischen Situation mehr als das Beste: Jenson Button sicherte sich bereits im ersten Jahr des Teams den Fahrer-Weltmeistertitel und gemeinsam mit Teamkollege Rubens Barrichello den Konstrukteurstitel. Statt bei Brawn GP zu bleiben, sucht Button am Ende der Saison allerdings eine neue Herausforderung und wechselt zu McLaren-Mercedes, wo er sich 2010 dem Teamduell mit Ex-Weltmeister Lewis Hamilton stellen muss.
| Geburtstag: | 19. Januar 1980 |
|---|---|
| Alter: | 30 |
| Geburtsort: | Frome |
| Nationalität: | Großbritannien |
| Offizielle Website: | www.jensonbutton.com |
| Debüt: | 2000, GP Australien, Albert Park Circuit |
|---|---|
| WM-Titel: | 1 |
| Starts: | 170 |
| Siege: | 7, Ø 4 Prozent |
| Punkte: | 229, Ø 1.35 Punkte/Rennen |
| Pole-Positions: | 7 |
| Schnellste Runden: | 2 |
| Stärken |
|
| Schwächen: |
|
| Fahrer | Punkte | |
|---|---|---|
| 1. |
Fernando Alonso Scuderia Ferrari |
25 |
| 2. |
Felipe Massa Scuderia Ferrari |
18 |
| 3. |
Lewis Hamilton McLaren Mercedes |
15 |
| 4. |
Sebastian Vettel Red Bull |
12 |
| 5. |
Nico Rosberg Mercedes GP |
10 |



















































