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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Panamera V6 Verbrauch



Christian22
30.08.2010, 05:56
Wie ich neulich schon mal schrieb, dass ja dieser ach so effiziente 2,0-Liter-Turbo aus dem VW-Konzernregal im TTS viel zu viel verbrauchen würde, hat eben dieser Konzern nun ein weiteres Mal zugeschlagen. 3,6-Liter-V6 im Panamera. Eine Neuentwicklung. Aha. Und dann 14,5 Liter Super Plus, dass die Fuhre in Fahrt kommt. Ich erinnere ein weiteres Mal an den bereits bekannten 3,6-Liter-V6, der ebenfalls 300 PS leistet, und bei dem die Passats abgeriegelt werden müssen, damit sie nicht ebenfalls 259 kmh laufen. Und das ganze dann bei 2 bis 3 Liter weniger auf 100 km. Bei meinem Superb 3,6 sogar 3,5 Liter weniger (okay, hat auch 40 PS weniger). Und bei letztgenannten Autos reichen 95 Oktan.
AMS bemängelt zwar auch den zu hohen Verbrauch, ich frage mich nur, wie ein ach so tolles Unternehmen wie Porsche so einen Schrott auf den Markt bringen kann. Und die Leute werden es kaufen wie verrückt...
Was ist los mit VW? Immer dieses Gequatsche von wegen drei-Liter-Auto, dann zwei-Liter-Auto, Polo mit 89 g, eine ganze Up-Familie, Höchstpreise für gebrauchte Lupo und A2 und ganz nebenbei extrem-Downsizing für die Masse. Habe damals schon bemängelt, dass ein voll ausgestatteter Tiguan mit 1,4-Liter-Turbo ebensoviel Sprit verbrauchen würde wie mein damaliger Mondeo mit 2,5-Liter-Turbo, ganz einfach weil der geringe Hubraum die 1,8 Tonnen nicht von der Stelle bekommt. Irgendwie drängt sich mir das Gefühl auf, dass wir mit angeblichen Innovationen, die keine sind, an der Nase herumgeführt werden und dafür horrende Summen bezahlen sollen. Jedenfalls am mittleren und oberen Ende der Preispalette. Ich rede dabei nicht von 89 g im Polo, wobei ja der Fabia Greenline im aktuellen Heft auch komplett durchgefallen ist. Mir scheint es jedenfalls so, dass offenbar nach einigen Veränderungen in den letzten Jahren bei den gewöhnlichen Motoren erstmal wieder ein Ende erreicht ist, wo nicht viel mehr machbar ist, um den Verbrauch zu senken. Geht jetzt nur noch über Gewichtsreduktion, was auch nicht möglich ist, denn wer will schon mit einem nicht so gut verstärkten Auto fahren, das keine Airbags und keine Klimaanlage hat? Der Panamera wurde ja auch so gelobt, weil er knapp unter zwei Tonnen geblieben ist. Und dann braucht ein nagelneuer Motor eben 14,5 Liter. Auch wenn mir nicht klar ist, was daran neu sein soll.

hansam
02.09.2010, 14:33
Ach, Christian:
Wirklich neu daran ist, wieviel Kohle man für den V6 bezahlt. Ich glaube, dass das wohl der teuerste V6 Benziner ist, denn man zur Zeit kaufen kann, und DAS ist wirklich neu, weil sich Porsche/VAG sich dabei noch die Materialkosten für 2 Zylinder plus spart.

Aber: Dieser V6 muss ja auch ein 'SportCoupé' mit rund 2,2t Gewicht bewegen. Insofern ist das Ding ja fast sparsam.

Es ist zudem seit längerem beobachtbar, dass die angegebenen Verbrauchs- und Abgaswerte nicht erreicht werden. Aber das haben wir an anderer Stelle schon besprochen.

Gruss

Sam

RGGB
02.09.2010, 15:51
Ah, hier gehts ja um meinen Lieblingssportwagen.

Panamera und Verbrauch. Sicher grundsätzlich problematisch, wenn man nicht eine Hybrid-Lösung oder noch einfacher den V6-Diesel einbaut. Andererseits - ganz ehrlich - wie oft seht ihr Panameras? Ich fast nie und wohne in einer der reichsten Städte Deutschlands. Man sieht hier selbst Quattroporte und Aston Martin, aber fast nie Panameras. Die fahren in Amerika, nein, Porsche hatte sich ja korrigiert, in China.

In der ftd fand ich dazu folgendes Statement, das den Motor vollständig erklärt:
"Auf dem chinesischen Markt reagiert Porsche mit dem V6 auf die Hubraum-bezogene Consumption Tax, so Modellreihen-Chef Andreas Jaksch. Diese Steuer macht PS-starke SUV und Sportwagen im Reich der Mitte empfindlich teuer."

captalfa
02.09.2010, 18:10
Ach, Christian:
Wirklich neu daran ist, wieviel Kohle man für den V6 bezahlt. Ich glaube, dass das wohl der teuerste V6 Benziner ist, denn man zur Zeit kaufen kann, und DAS ist wirklich neu, weil sich Porsche/VAG sich dabei noch die Materialkosten für 2 Zylinder plus spart.

Aber: Dieser V6 muss ja auch ein 'SportCoupé' mit rund 2,2t Gewicht bewegen. Insofern ist das Ding ja fast sparsam.

Es ist zudem seit längerem beobachtbar, dass die angegebenen Verbrauchs- und Abgaswerte nicht erreicht werden. Aber das haben wir an anderer Stelle schon besprochen.

Gruss

Sam

Ich verstehe die Aufregung nicht so ganz: wer 80 oder 90 Mille für ein Auto auszugeben in der Lage ist, für den spielt der Verbrauch doch nur eine untergeordnete Rolle.
Darüber hinaus dürfte die überwiegende Mehrzahl der Panamera´s als Geschäftswagen geleast sein, also ist der Spritverbrauch doch eh nebensächlich.
300 PS und über 2 to Lebendgewicht fordern nun mal ihren Tribut.
Dennoch bin ich sicher, dass man den Verbrauch durch konstruktive Massnahmen reduzieren könnte.
BMW u. Mercedes machen ja vor, dass es unter vergleichbaren Rahmenbedingungen möglich ist.

RGGB
02.09.2010, 19:30
Ich verstehe die Aufregung nicht so ganz: wer 80 oder 90 Mille für ein Auto auszugeben in der Lage ist, für den spielt der Verbrauch doch nur eine untergeordnete Rolle.
Naja, es geht ja beim Verbrauch um Image im Sinne von "political correctness". Und da hat Porsche beim alten Cayenne ja nach starker Anfangsnachfrage plötzlich die Kelle bekommen. Das gilt allerdings nur in Europa. In China ist das egal. Vermutlich ist da Menschen, die einen Panamera fahren können, grundsätzlich alles egal - von Demokratie über Menschenrechte bis zu ökologischen Produktionsbedingungen

captalfa
02.09.2010, 20:13
Naja, es geht ja beim Verbrauch um Image im Sinne von "political correctness". Und da hat Porsche beim alten Cayenne ja nach starker Anfangsnachfrage plötzlich die Kelle bekommen. Das gilt allerdings nur in Europa. In China ist das egal. Vermutlich ist da Menschen, die einen Panamera fahren können, grundsätzlich alles egal - von Demokratie über Menschenrechte bis zu ökologischen Produktionsbedingungen

Wo bleibt denn der Aufschrei, wenn ein XKR, Gallardo, Aston oder Ferrari zwischen 15 und 20 Liter verbrauchen, ein Murciélago, ein Bentley oder Phantom um die 25 Liter? In den Tests wird das nonchalant am Rande erwähnt - mehr nicht.
Wo ist denn da die "political correctness"?
Na ja, wird man sagen, es gibt ja nicht so viele davon. Panamera´s auch nicht viel mehr....

Dieser Logik kann ich nicht so ganz folgen.

adabeier
02.09.2010, 21:08
... In China ist das egal. Vermutlich ist da Menschen, die einen Panamera fahren können, grundsätzlich alles egal - von Demokratie über Menschenrechte bis zu ökologischen Produktionsbedingungen

Warum denn in die Ferne schweifen? ...


... Na ja, wird man sagen, es gibt ja nicht so viele davon. Panamera´s auch nicht viel mehr....

Bingo!

portago
02.09.2010, 21:11
Wo bleibt denn der Aufschrei, wenn ein XKR, Gallardo, Aston oder Ferrari zwischen 15 und 20 Liter verbrauchen, ein Murciélago, ein Bentley oder Phantom um die 25 Liter? In den Tests wird das nonchalant am Rande erwähnt - mehr nicht.
Wo ist denn da die "political correctness"?
Na ja, wird man sagen, es gibt ja nicht so viele davon. Panamera´s auch nicht viel mehr....

Dieser Logik kann ich nicht so ganz folgen.

Hallo captalfa,

mit der "political correctness" gebe ich Dir vollkommen Recht - Selbiges ist nicht nur eine Unverfrorenheit, sondern auch eine flächendeckende Lüge und Vertuschung. Political correctness ist doch in ihrer Ausprägung lediglich populistisch und vorwiegend projiziert auf den Individualverkehr. Wenn die Fluglobby mit ihren halb vollen Billigfliegern auf Kurzstreckenflügen, die wesentlich energieeffizienter mit ICE & Co gemeistert werden könnhten, Tausende Tonnen Kerosin verpulvert, kräht kein Politiker der Correctness-Class danach. Weil alle um den wirtschaftlichen Aufschwung zittern. Da stellt sich dann eher ein Herr Koch hin und kräht nach Flughafenausbau Rhein-Main. Wahrscheinlich, weil sein zukünftiger AG Bilfinger Berger da ein fettes Filet-Stück dran hat.

Political Correctness in Deutschland beinhaltet auch, dass - das ist off topic - ein Mann wie Thilo Sarrazin, dem man ja nun wirklich keinen Rechtsradikalismus nachsagen kann, für seine treffende Analyse der nicht integrierbaren, aber alle Leistungen in Anspruch nehmenden Migrationsgruppen in Deutschland zum geächtetsten Mann wird!:( Ich gehe davon aus, dass er aus seiner Senatszeit in Berlin die Verhältnisse in Neukölln und Kreuzberg - Rütli-Schule etc - etwas näher kennt.
Aber es gibt in der Political Correctness in unserer Bananenrepublik eben Dinge, die nicht ausgesprochen werden dürfen. Denn wir haben ja den Krieg verloren. Gegipfelt wird das dadurch, dass sich eine PDS-Punze hinstellt und ihre Tiraden über Sarrazin ablässt. Ist sie doch in einer Nachfolgeorganisation der Realisierer der wahrsten, demokratischsten und menschenfreundlichsten Volksrepublik, die Deutschland je gesehen hat unhd die vom bösen eigenen Volk ins Nirvana gebeamt wurde!

Widersprechen möchte ich Dir bei Deiner Verbrauchsmutmaßung des Jaguar XKR. Dieser Hammermotor ist eine der sparsamsten Hochleistungsmaschinen im direkten Vergleich. Ich hatte letzten Herbst das Vergnügen, den gleich motorisierten XFR die freie A 81 von Singen bis Geislingen und zurück zu jagen - bin aber kein Rennen gefahren. Den Wagen habe ich vollgetankt übernommen und natürlich - weil ich nicht schmarotze und nicht verpflichtet sein will - ebenso randvoll wieder abgegeben. Es waren pro 100 km ausgerechnete 12.8 Liter durchgelaufen - und da waren ein paar Geraden mit 250 dabei. Das Geheimnis liegt für mich in dem bei hoher Geschwindigkeit ungewöhnlich niedrigen Drehzahlniveau - auch was den Bereich vollen Drehmoments betrifft.

In Deiner Aufzählung, dass es auch anders geht, hast Du vergessen, außer BMW und Mercedes Audi zu benennen. An der Performance und dem Verbrauch des neuen A8 4.2 kann sich der Panamera V6 eine Scheibe abschneiden - 14.5 Liter sind eine Unverschämtheit und schreien nach dem V8 TDI..

Gruß portago

W124-300E
02.09.2010, 21:42
Political Correctness in Deutschland beinhaltet auch, dass - das ist off topic - ein Mann wie Thilo Sarrazin, dem man ja nun wirklich keinen Rechtsradikalismus nachsagen kann, für seine treffende Analyse der nicht integrierbaren, aber alle Leistungen in Anspruch nehmenden Migrationsgruppen in Deutschland zum geächtetsten Mann wird!:( Ich gehe davon aus, dass er aus seiner Senatszeit in Berlin die Verhältnisse in Neukölln und Kreuzberg - Rütli-Schule etc - etwas näher kennt.
Aber es gibt in der Political Correctness in unserer Bananenrepublik eben Dinge, die nicht ausgesprochen werden dürfen. Denn wir haben ja den Krieg verloren. Gegipfelt wird das dadurch, dass sich eine PDS-Punze hinstellt und ihre Tiraden über Sarrazin ablässt. Ist sie doch in einer Nachfolgeorganisation der Realisierer der wahrsten, demokratischsten und menschenfreundlichsten Volksrepublik, die Deutschland je gesehen hat unhd die vom bösen eigenen Volk ins Nirvana gebeamt wurde!

Völlig richtig! Und es kommt noch besser: Der scheinheilige Kackverein Deutsche Bundesbank drängt auf die Abberufung Sarrazins - und erhält dabei Unterstützung von etlichen Politikern, denen man parteiübergreifend eine ausgeprägte Weltfremdheit attestieren kann. Das ist wieder einer dieser Momente, in denen ich nicht weiß, ob ich mich schämen soll, Deutscher zu sein, oder ob ich einfach nur kotzen gehen soll. Nach dem Anblick Renate Künasts im TV entscheide ich mich wohl für die zweite Option.

tcd
02.09.2010, 22:16
Moin,

während meines Urlaubes die letzten zwei Wochen hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, gleich zweimal mit dem Panamera auf der Straße konfrontiert zu werden. Auch wenn ich diese Kiste überhaupt nicht mag, so ist mir der Verbrauch ziemlich wurscht. Von mir aus könnte das Ding 30 Liter verbrauchen, für mich ist es eben ein Porsche, da kommt es doch auf andere Werte an. Und da erfüllt das Fahrzeug meine Erwartungen an Porsche voll und ganz.


Wo bleibt denn der Aufschrei, wenn ein XKR, Gallardo, Aston oder Ferrari zwischen 15 und 20 Liter verbrauchen, ein Murciélago, ein Bentley oder Phantom um die 25 Liter? In den Tests wird das nonchalant am Rande erwähnt - mehr nicht.

Der Aufschrei kommt bei diesen Karossen nicht, weil sie immer noch als extravagant gelten und dies ja im Vergleich zu Porsche auch sind. Porsche ist inzwischen diesem Kreis der Extravaganten Luxusautos entwachsen. Daran haben sie auch selber "schuld", wenn sie solche "Sparmotorisierungen" oder eben Dieselmotoren anbieten. Sie rücken sich damit selbst in den Bereich des rationaleren Autos, und da müssen sie sich dann mitunter der Verbrauchsdiskussion stellen. Dafür haben sie dann eben auch höhere Stückzahlen als die Konkurrenz.


In Deiner Aufzählung, dass es auch anders geht, hast Du vergessen, außer BMW und Mercedes Audi zu benennen. An der Performance und dem Verbrauch des neuen A8 4.2 kann sich der Panamera V6 eine Scheibe abschneiden - 14.5 Liter sind eine Unverschämtheit und schreien nach dem V8 TDI..

Für mich ist ein Porsche (obwohl ich der Marke so gar nichts abgewinnen kann) mit Diesel wie feinstes Rinderfilet gewürzt mit Ketchup. Schmeckt irgendwie auch, macht satt, passt meinem Herzen aber trotzdem nicht so recht. Außerdem sehe ich in dem Panamera nicht unbedingt eine Konkurrenz zu S-Klasse, 7er oder A8. Mir kommt das Auto - gerade wegen der angebotenen Motorisierungen einerseits und der sportlichen Qualitäten andererseits - so vor wie ein Zwischending zwischen Aston Martin Rapide oder Maserati Quattro Porte und der der deutschen "Luxusklasse".


Beste Grüße

tcd
02.09.2010, 22:18
...Nach dem Anblick Renate Künasts ...

Immerhin war es doch nicht die Claudia R.:D

captalfa
02.09.2010, 23:19
Immerhin war es doch nicht die Claudia R.:D

Beides Frauen, die nur von ihren Müttern geliebt werden können.....:D:D:D

hansam
03.09.2010, 05:06
Morgen

Hier in Paris sieht man den Panamera sehr oft, mittlerweile öfter als den Quattroporte.

tcds Statement unterschreibe ich, gehe aber noch einen Schritt weiter.
Schon die '911'-Reihe ist längst so breit gestreut, dass sie bei uns in der Schweiz mittlerweile als 'Reichen-Käfer' betitelt wird. Nach einem Porsche dreht sich bei uns keiner mehr um, und das schon seit längererem.
Mit dem Cayenne als 'Familien'-Porsche und nun dem Panamera, der zwar unumstritten sportlich zu fahren ist, aber der nun mal in eine Klasse hinabsteigt, wo er zum Jahres- und Direktionswagen verkommt, muss er sich mit den von Portago und Co zitierten Konkurrenten stellen ... und das eben auch beim Verbrauch.
Das die VAG effiziente grosse Motoren im Angebot hat, diese aber nicht in den Panamera einbaut, muss ich nicht verstehen.
Aber das das die Kollegen von BMW, Mercedes, aber auch Lexus und sogar die Enländer besser können, liegt auf der Hand, selbst bei gleich schweren oder sogar schwereren Wagen.
Und genau DA müsste Porsche schnell nachbessern, rühmen sie sich doch immer selbst, dass sie den sparsamsten Sportwagen bauen würden.

XJR:
Der Kompressor-V8 ist wirklich ein Sahnestück von Motor und zeigt, dass ein grosser aufgeladener V8 wirklich Sinn macht.
Denn was Portago nicht geschildert hat: Das Ding dreht bei 220+ km/h nicht nur tief, nein, es schiebt dann auch noch nachhaltig an und das beieindruckend unaufgeregt, aber vehement.
Vom dezenten aber satten V8-Sound ganz zu schweigen. Auch das können die Engländer besser als die Jungs aus Stuttgart mit ihren Boller- und Brüll-AMGs, die dann aber auch etwas mehr verbrauchen.

Gross und sparsam ginge also. Man müsste nur wollen ...

Gruss

Sam

rausb
03.09.2010, 08:39
Irgendwie abwegig das ganze…

Sich aus Gründen "political correctness" einen Panamera mit V6 anstatt einen V8 zu leisten, der dann auch nur insignifikant weniger verbraucht. Ausserdem ist es von aussen kaum wahrnehmbar und auch breiten Öffentlichkeit sicher nicht bekannt, was da so durchläuft. Ich glaube kaum, dass sich das Panamera Klientel um den Verbrauch schert. Wozu ist der V6 dann gut?
Passt ein Diesel zu diesem Auto? Letztens hat eine Dame auf einem Supermarkt Parkplatz ihre Parklücke gesucht. Sie braucht eine, die eigentlich für 2 PKWs gedacht ist. Ich hab‘s genossen, konnte ich doch minutenlang dem dumpfen V8 Leerlaufgrollen lauschen. Dieselnageln wäre an der Stelle völlig unangebracht, dann lieber lautloses Hybrid-Elektro-rollen.

BTW: ich mag den Panamera. Find ihn schön und finde, das Auto hat Ausstrahlung - eine Aura. Sowas gab‘s schon lange nicht mehr.

Als mich das erste mal so ein Tierchen von der linken Spur scheuchte (noch wild verkleidet als Prototyp) dachte ich zuerst, OMG was kommt da denn?? Maserati? Nee. Ferrari??? Nee. Dann war er auch schon vorbei. Porsche… wow…

Gruß
RausB

portago
03.09.2010, 14:25
XJR:
Der Kompressor-V8 ist wirklich ein Sahnestück von Motor und zeigt, dass ein grosser aufgeladener V8 wirklich Sinn macht.
Denn was Portago nicht geschildert hat: Das Ding dreht bei 220+ km/h nicht nur tief, nein, es schiebt dann auch noch nachhaltig an und das beieindruckend unaufgeregt, aber vehement.


Doch, lieber hansam.
Hab ich sehr wohl geschrieben. Nur anders ausgedrückt. Ich habe von ungewöhnlich niedrigem Drehzahlniveau auch im Bereich des vollen Drehmoments geschrieben. Und das - genau das - beinhaltet den unaufgeregten Schub bei über 220 bis hinauf zu 280. Und Letzteres ist mir schnell genug.

Ähnlich erlebe ich es bei meinem Land Rover mit den 400 Nm. Nur ist das Geschwindigkeitsniveau eine Ecke niedriger - aber bei 160 schiebt er auch noch mal satt hoch. Bei 190 lasse ich es gut sein.
Übrigens: Er heizt und kühlt hervorragend. Unaufgeregt, effizient, gut verteilt. Vorn wie hinten..

Gruß portago

kabinenroller
03.09.2010, 23:24
Sehr geehrte Mitdiskutanten,

Erst mal kurz zum Panamera: Ich finde das Auto gelungen und auch bei mir im Ort werden 2 Stück bewegt (ca. 5000 Einwohner) die kein Stuttgarter Kennzeichen tragen.
Doch nun zum V6 in Panamera und Cayenne: Wer von Euch kennt sich bei Porsche etwas besser aus? Ich muss zugeben, ich kenne die Modellreihen und die unterschiedlichen Motoren, habe aber von den technischen Innereien nicht viel Ahnung.
Für mich ist das typischste an einem Porsche der Boxer-Motor. Nun gibt es aber in Cayenne und Panamera nur V-Motoren - Warum? Und warum gibt es einen V6 mit 3,6l und einen Boxer mit 3,6l? Warum haben die die Autos nicht so gebaut, dass der 911er Motor verwendet werden kann? Ist das wirklich konstruktiv so aufwändig und damit teuer? Warum werden in den Cayenne/Boxter nochmal andere Motoren eingebaut? Warum nimmt man da nicht einfach einen "gedrosselten" 911er Motor? Oder unterscheiden sich die Sechs-Zylinder-Boxer in 911 und Cayman/Boxter auch sehr von den Heckmotoren? Ist es wirklich billiger, für jedes fahrzeug andere Motoren zu entwerfen und in "kleinerer" Stückzahl zu bauen, oder denkt man, dass die Kundschaft das nicht einsehen würde? (Bisher hatte ich ja gedacht, Carrera und Cayman S hätten den gleichen Motor - Pustekuchen). Zudem leistet der 3,6 Boxer im Carrera immerhin 45 PS mehr als der V6 im Panamera.
Und wenn schon "downsizing" auf V6 warum dann nicht mit Zwangsbeatmung (evtl. mit Kompressor, da der "turbo" bei Porsche traditionell immer der stärkste Motor ist)?

Ihr seht, bei mir mal wieder Fragen über Fragen und nur eine oberflächliche Meinung zum Thema.:o

Über den Verbrauch mache ich mir bei solchen Fahrzeugen keine Gedanken, sonst müsste ich für den Boxter einen 2,0l TDI als Einstiegsmotorisierung fordern und das maße ich mir nicht an!:cool:

Ein schönes Wochenende,

kabinenroller

PS: Ich hatte im Titel zuerst "fast" (das deutsche Wort) geschrieben, habe mir beim durchlesen aber gedacht: "was ist denn das für ein mieses denglisch? Das kann man ohne Hinweis auch falsch verstehen."

RGGB
04.09.2010, 22:44
Für mich ist das typischste an einem Porsche der Boxer-Motor. Nun gibt es aber in Cayenne und Panamera nur V-Motoren - Warum? Und warum gibt es einen V6 mit 3,6l und einen Boxer mit 3,6l? Warum haben die die Autos nicht so gebaut, dass der 911er Motor verwendet werden kann? Ist das wirklich konstruktiv so aufwändig und damit teuer? Die Fragen sind berechtigt. Und die Antworten sind interessanter, als man glauben mag.

Da der Panamera auf einem Gleichteile-Konzept mit dem Touareg/Cayenne beruht, mit dem Cayenne auf einem Band gebaut wird und man vor allem für Hybrid und ggf. Diesel Varianten eine Passung zu VW/Audi Aggregaten braucht, blieb Porsche kaum etwas anderes über, als eine Auslegung auf übliche Motoren zu akzeptieren.

Interessanterweise sind die V6 Motoren in Cayenne und Panamera zwar scheinbar gleich, aber bei genauerem Hinsehen eine Verbrauchertäuschung: Der Cayenne muss noch den alten VW VR6 aus Passat und Skoda Superb "auftragen", frech hat man den Motor V6 benannt. Der V6 aus dem Panamera ist dagegen ein echter V-Motor mit Bankwinkel 90°, ein um zwei Einheiten gekürzter V8, den Porsche selber entwickelt hat (gut, zusammen mit Audi). Damit es bloß keinem auffällt, haben beide Motoren die gleiche Leistung verpasst bekommen. Somit hätte die Frage gar lauten können: Warum hat Porsche drei verschiedene 6-Zylinder Motoren mit 3,6l im Portfolio?

Der 911-Boxermotor passt von den Abmessungen her nicht, zudem ist er für eine Transaxle-Bauweise (Getriebe hinten) nicht geeignet, auch ist er sehr teuer in der Herstellung, nicht problemlos und für hohe Gewichte erreicht er zu spät ein zu geringes Dremoment.

Warum werden in den Cayenne/Boxter nochmal andere Motoren eingebaut? Warum nimmt man da nicht einfach einen "gedrosselten" 911er Motor? Oder unterscheiden sich die Sechs-Zylinder-Boxer in 911 und Cayman/Boxter auch sehr von den Heckmotoren? Ist es wirklich billiger, für jedes fahrzeug andere Motoren zu entwerfen und in "kleinerer" Stückzahl zu bauen, oder denkt man, dass die Kundschaft das nicht einsehen würde? (Bisher hatte ich ja gedacht, Carrera und Cayman S hätten den gleichen Motor - Pustekuchen). Zudem leistet der 3,6 Boxer im Carrera immerhin 45 PS mehr als der V6 im Panamera.
Und wenn schon "downsizing" auf V6 warum dann nicht mit Zwangsbeatmung (evtl. mit Kompressor, da der "turbo" bei Porsche traditionell immer der stärkste Motor ist)?Die Motoren von Boxster und Carrera sind in der Tat nicht gleich, aber ähnlich. Im Kern ist die Boxster-Motor-Getriebeeinheit eine um 180° gedrehte Carrera-Einheit. So wird aus dem Heckmotor ein Mittelmotor. Ganz gleich wollte man die Motoren sicher nicht machen, um dem 911 nicht zu schaden. Trotzdem gibt es zunehmend mehr Porsche-Enthusiasten, die sich einen Carrera-Motor in ihren Cayman/Boxster einbauen lasssen. Hier steht, wie das geht: http://www.pelicanparts.com/techarticles/Boxster_Tech/11-ENGINE-911_Engine_Swap/11-ENGINE-911_Engine_Swap.htm So fährt er dann: http://www.youtube.com/watch?v=pQtIeNc5xrQ

Die Zwangsbeatmung wird sicher mittelfristig kommen, aber die Herausforderung mit sich bringen, dass damit die Spitzenmodelle "turbo" ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren und tendenziell beschädigt werden.

ritoboc
05.09.2010, 10:23
... Das ist wieder einer dieser Momente, in denen ich nicht weiß, ob ich mich schämen soll, Deutscher zu sein, oder ob ich einfach nur kotzen gehen soll. Nach dem Anblick Renate Künasts im TV entscheide ich mich wohl für die zweite Option.

zzz!
Ihr Anblick wäre vielleicht noch zu ertragen, aber das, was sie absondert, ruft bei mir bisweilen heftigen Würgreiz hervor.
Läßt sich aber vermeiden durch rechtzeitige Tonabschaltung.

portago
07.09.2010, 20:03
zzz!
Ihr Anblick wäre vielleicht noch zu ertragen, aber das, was sie absondert, ruft bei mir bisweilen heftigen Würgreiz hervor.
Läßt sich aber vermeiden durch rechtzeitige Tonabschaltung.

Hallo W124-300E und ritoboc -
ich glaube, ihr habt so was von dem, was man Gesunden Menschenverstand nennt:D:D

Seid mir gegrüßt! portago

portago
07.09.2010, 20:05
Sehr geehrte Mitdiskutanten,

Erst mal kurz zum Panamera: Ich finde das Auto gelungen

Ich inzwischen auch. Und die zweitürige Version find ich ein erstklassiges Coupé..

tcd
07.09.2010, 23:07
Ich inzwischen auch. Und die zweitürige Version find ich ein erstklassiges Coupé..

Wie war das, über Geschmack lässt sich nicht streiten? Dann will ich damit auch nicht anfangen. Ich bin allerdings nur von den technischen Qualitäten des Autos überzeugt.

RGGB
08.09.2010, 11:38
Eines ist jedenfalls sicher: Dieses wenig innovative Automonster jenseits der zwei Tonnen ist nicht das richtige Signal für einen Aufbruch und ein verantwortliches Umdenken. Das kann Porsche noch einmal Probleme bereiten. Denn Image ist eigentlich alles in diesem Segment. An Traditionen anknüpfen kann man damit auch nicht. Früher waren Porsche leicht und schadstoffarm (ja, schon in den 70ern gab es einen Sekundärluftpumpe zur Abgasreinigung). Porsche erreichten mit weniger Leistung die besseren Fahrleistungen. Das war das Porsche Image. Davon ist dieses Auto das Gegenteil.

captalfa
08.09.2010, 15:11
Eines ist jedenfalls sicher: Dieses wenig innovative Automonster jenseits der zwei Tonnen ist nicht das richtige Signal für einen Aufbruch und ein verantwortliches Umdenken. Das kann Porsche noch einmal Probleme bereiten. Denn Image ist eigentlich alles in diesem Segment. An Traditionen anknüpfen kann man damit auch nicht. Früher waren Porsche leicht und schadstoffarm (ja, schon in den 70ern gab es einen Sekundärluftpumpe zur Abgasreinigung). Porsche erreichten mit weniger Leistung die besseren Fahrleistungen. Das war das Porsche Image. Davon ist dieses Auto das Gegenteil.

Du scheinst zu vergessen, dass der Panamera in den Abmessungen nahe an der anvisierten Konkurrenz ist. Also hat er logischerweise auch beim Gewicht zugelegt. Und ich kann nicht erkennen, dass Audi/BMW/Benz bei gleicher Motorisierung und Ausstattung tendenziell leichter sind. Selbst die E-Klasse marschiert ja stramm auf die 2-to-Marke zu.
Und als Monster würde ich eher den 7er mit der Ausstrahlung eines Walfischs oder den knapp 5,20 m messenden A 8 bezeichnen als den Panamera. Von den SUV´s á la Cayenne, GL, Q7, X5 oder XC 90 gar nicht erst zu reden, die nun wirkliche Monster sind.

RGGB
08.09.2010, 23:06
Naja, das Argument, dass die anderen Kinder auch dreckig sind, zog schon damals im Kindergarten nicht. Es war mal Porsches Alleinstellungsmerkmal, sauberer und schlanker zu sein. Das ist jetzt vertan. Und pass mal auf, wenn die ersten Carbon-Werke von BMW erscheinen oder schau mal auf A8 und XJ. Die sind jetzt schon signifikant leichter. Die nächste S-Klasse wird den Panamera auch unterbieten.

portago
09.09.2010, 20:33
Naja, das Argument, dass die anderen Kinder auch dreckig sind, zog schon damals im Kindergarten nicht. Es war mal Porsches Alleinstellungsmerkmal, sauberer und schlanker zu sein. Das ist jetzt vertan. Und pass mal auf, wenn die ersten Carbon-Werke von BMW erscheinen oder schau mal auf A8 und XJ. Die sind jetzt schon signifikant leichter. Die nächste S-Klasse wird den Panamera auch unterbieten.

Das war zu einer Zeit, als Porsche als einzige automobile Produktlinie Sportwagen baute. Damals waren im Vergleich zu heute auch Fahrzeuge der oberen Mittelklasse kompakt und leicht - und eben auch passiv unsicher! Und Porsche fügte sich wegen der Sportwagen-begründeten anderen Sinnauslegung mit nochmals kleiner und leichter im gleichen Maßstab damals wie heute 1:1 ein.
Heute sehen die Ansprüche völlig anders aus. Auch die Ansprüche an Sportwagen. Von einer Handvoll Puristen abgesehen. Für die gibt es heute Lotus, die so Autos bauen, wie es früher Porsche tat.
Nur: Damit sind ja keine Stückzahlen verbunden. Es freut das Herz, immer wieder mal einen Elise oder Exige zu sehen - aber es bleiben Exoten für Wenige.
Das hier Geschriebene ist übrigens ungefiltert sinngemäss das, was ich als Reaktionen in anderen Threads zu lesen bekam, als ich mich mit den gleichen Argumenten wie Deinen Obigen gegen den Geist der Zeit auflehnte. Aus heutiger Sicht bekam ich die Antworten zu Recht. Denn ich habe nicht darüber zu befinden, was für die Welt automobil richtig ist. Das findet die Welt selbst - ohne RGGB, ohne portago und ohne die verschwindend kleine Gesamtmenge der anderen Bewohner des Forums-Kleinbiotops.

All dies sollte man ins Maßstab-gerechte Verhältnis heute setzen, wenn man über Autos wie den Panamera urteilt. Ganz so ohne Impulse, wie Du es geschrieben hast, ist allerdings der Panamera nicht. In seiner Größenklasse legt er nach eindeutiger Aussage sämtlicher Fachzeitschriften schon die Messlatte der Fahrdynamik..

Gruß portago

rausb
10.09.2010, 08:36
Ich würde das geschimpfe über den Panamera verstehen, wenn es nicht bereits den Cayenne geben würde. Wenn irgendein Auto nicht Sportwagen ist / sein kann, dann ein SUV. Da widerspricht die Massenträgheit von an die 2 ½ Tonnen einfach dem Ansinnen nach leichtfüßiger längs- und Querbeschleunigung.

Nun hat sich Porsche 2002 dazu entschlossen, ein Solches Gefährt auf die Kundschaft loszulassen – und war damit erfolgreich!

Der Panamera ist das Auto, auf dem die Cayenne Werbung von früher erst richtig passt. Die, wo in einem Radiospot damit geworben wird, dass wenn man nun Kinder zu chauffieren hat, man nicht mehr seinen Porsche verkaufen muss. Es gibt ja jetzt den Cayenne.

Erst der Panamera ist ein echter Porsche, der auch Familientauglich ist.

Gruß
RausB

RGGB
11.09.2010, 09:11
Recht habt ihr, den Cyenne gibt es schon einige Zeit und die Neuauflage ist ja kaum kompakter und leichter geworden. Aber letztlich ist der Cayenne Badge-Engineering, er ist ein VW. Ein Produkt des Marketings unter weitgehender Heraushaltung der Ingenieure. Wie der Porsche-Regenschirm im Händlershop, der in China gefertigt wird.

Beim Panamera kann man Porsche vorwerfen, sie meinen das wirklich so. Denn wie vorher ausgeführt ist ja sogar der VR6 gleichen Hubraums und gleicher Leistung gegen einen gekürzten V8 des eigenen Hauses ausgetauscht worden. Und sie meinen es acht Jahre später als beim Cayenne so, wissend, es gibt indessen ein anderes Bewusstsein in der Gesellschaft. Das sieht man ja auch hier an den regen Diskussionen im Forenbereich "Umwelt/Alternative Energien".

rausb
14.09.2010, 10:07
Das stimmt so nicht ganz. In seiner Biografie hat sich auch ein gewisser Walter R. aus Sankt Englmar darüber ausgelassen, wie er half dem ersten Cayenne ein sportwagenmäßiges Handling zu verpassen. Und trotz anfänglicher Skepsis schrieb, dass dies ganz gut gelungen sei.
Nun kann dies einem 2 maligen Rallye-Weltmeister nicht ernsthaft abnehmen, sondern eher als Zugeständnis an seinem Arbeitgeber werten. Aber es zeigt auf jeden Fall, dass der Cayenne eben nicht nur ein gebatchter VW Touareg ist, sondern das Porsche dem Cayenne schon gemäß seiner Markenphilosophie aufgearbeitet hat.

Meiner Meinung nach ein netter Versuch, mehr nicht. Wie gesagt, der Markt sieht das anderst.

Gruß
RausB

bürger_rolf_dietrich
24.09.2010, 07:44
Porsche macht genau das, was die sog. Fachleute sagen: Du musst wachsen um überleben zu können.
Ob das die gleichen Fachleute sind, die auch die Banken bei ihren Veranlagungen in den USA beraten haben, weiß ich nicht. Klar ist aber, dass ständiges Wachstum nicht funktionieren kann.

Kurzfristig hat sich Porsche bekanntlich auch als Börsenspekulant betätigt und damit die schwachen Unternehmensergebnisse kaschiert. Dafür haben sie jetzt eine Klage am Hals.

Da Porsche meint, immer weiter wachsen zu müssen, muss sich dieses Unternehmen immer mehr von seinen Wurzeln entfernen nämlich der Herstellung exklusiver Sportwagen.

Porsche steht schon seit einigen Jahren nicht mehr für Exklusivität. Das Unternehmen lebt von den Russen, Bulgaren und Rumänen, die noch Wert auf Protzerei legen und den Cayenne kaufen und von einer treuen Fangemeinde, die seit über 50 Jahren mit der Löschwiege herumfährt. Da schiebt Porsche in regelmäßigen Abständen ein paar PS und Nm nach, montiert andere Scheinwerferdesign und die Fachwelt schreibt seitenlang darüber obwohl es im Prinzip sein einem halben Jahrhundert immer dasselbe ist.

bayernmax
31.10.2010, 20:21
Porsche macht genau das, was die sog. Fachleute sagen: Du musst wachsen um überleben zu können.

Porsche steht schon seit einigen Jahren nicht mehr für Exklusivität. Das Unternehmen lebt von den Russen, Bulgaren und Rumänen, die noch Wert auf Protzerei legen und den Cayenne kaufen und von einer treuen Fangemeinde, die seit über 50 Jahren mit der Löschwiege herumfährt. Da schiebt Porsche in regelmäßigen Abständen ein paar PS und Nm nach, montiert andere Scheinwerferdesign und die Fachwelt schreibt seitenlang darüber obwohl es im Prinzip sein einem halben Jahrhundert immer dasselbe ist.

Sehe ich ähnlich.
Porsche bietet keinen wirlichen Grund, als Limousine einen Panamera oder als Geländewagen Cayenne zu wählen. Außer der Marke.

Als Fan von optimalen technischen Lösungen stelle ich hohe Anforderungen an "die optimale Limousine" oder "den optimalen Geländewagen", denen Porsche bei diesen beiden Modellen nicht gerecht wird (außer beim Preis).
Im direkten Vergleich habe ich bei meinem 730ld viel mehr Komfort und Platz, eine weit bessere Ausstattung und einen Verbrauch von 8 Litern Diesel !!

Porsche sollte seine Stärken nicht vernachlässigen, und das ist nun mal der 911er, hier passt auch alles, Sportlichkeit, Effizienz, das macht Freude. Das Optimum eines ehrlichen Sportwagens!
Ein Panamera mit Mager-V6 und 14 Litern Verbauch spricht dagegen nicht gerade für einen Technologieträger.

Wenn ich im über 850PS 911er GT3RS von 9ff auf der Landstrasse (bei gemächlicher Fahrweise) problemlos Verbräuche von knapp 10 Litern realisieren kann, dann kann man von Effizienz sprechen oder von einem Optimum, wenn auf der Autobahn mit dem gleichen Auto (wenn frei ist) 380km/h möglich sind.

Einziges Argument für den Panamera ist das Design (das meiner Frau viel besser gefällt als mein "langweiliger" 7er). Ein Optimum stellt er für mich nicht dar.
Aber die beiden Modellreihen sind nun mal angelaufen und solange sie Käufer finden, haben sie auch ihre Berechtigung. Sowas sehe ich pragmatisch und eher als Bereicherung für das sonstige Auto-Einerlei, auch wenn sie meine Begeisterung nicht wecken.

Max

greys
20.03.2011, 08:44
Ich konnte den Panamera V6 einen ganzen Tag fahren und testen. Der Wagen war mit Start/Stop ausgestattet. Den Verbrauch aus dem Test kann ich nicht bestätigen. Wir sind über alle möglichen Strassen gefahren, Autobahn, Landstrasse und Stadt. Dabei hat sich der Verbrauch von Anfangs 11,5Litern sogar noch auf 9,6 Litern laut Anzeige gesenkt, dank Start/Stop. Und wir haben dem Wagen auch Ausslauf gelassen, also die Leistung auf der Autobahn abgefagt. Wir sind nicht extra langsam rum gegurkt nur um zu testen was möglich ist. Wir sind nicht mal annähernd an die Verbrauchswerte des Test gekommen. Wir hatten auch nicht das Gefühl untermotorisiert zu sein.
Ansonsten mag ich den Panamera sehr. Gut Verarbeitet und nicht zu hart gefedert. Absolut Langstrecken tauglich. Der Wagen war mit fast allem ausgestattet was die Liste hergibt, inklusive 20 Zoll Turbo Räder. Trotz stattlicher Ausenmasse sehr leicht zu bewegen und einzuparken.

gator
20.03.2011, 20:44
Egal welches Auto, ich bin im Schnitt noch nie auf den Testverbrauch von ams gekommen. Es ist auch inzwischen bekannt, dass dieser am oberen Ende liegt und eigentlich keinen sinnvollen Anhaltspunkt für einen vernünftigen Fahrer darstellt. So banal es klingt, meistens liegt man ganz realistisch mit der Herstellerangabe + 1L/100km.

Christian22
29.03.2011, 05:34
Bleibt immer noch die Frage, warum muss es noch einen 3,6-Liter-Motor im Konzern geben? Nur weil Porsche drauf steht? Und nebenbei, mein "betagter" 3,6er verbraucht im Schnitt echte 9,5 Liter (nicht laut Anzeige, sondern errechnet, die Anzeige liegt nämlich sogar bei 8,9). Und das ohne Start-Stop. Klar, meiner ist sicher sowas um die 200 bis 250 Kilo leichter, hat aber auch Allrad. Und ich fahre meinen auch gelegentlich mal etwas zügiger. Minimalverbrauch ist 8,2, laut Anzeige 7,6. Selbst wenn nun also der Testverbrauch von ams unterboten wird, bleibt immer noch die Frage, warum wurde dieser neue V6 entwickelt? Was soll daran modern sein?