Wie komme ich denn dann zu einer Probefahrt zB mit einem OPC?
Ich muss doch selbst nachprüfen können, ob mir zB die Sitze passen, ob mir das Sportfahrwerk zusagt und andere Dinge mehr. Ich kann mich doch da nicht auf einen Test bei AMS verlassen, dessen Fahrer vielleicht eine andere Sichtweise oder Beurteilung bestimmter Kriterien hat als ich.
Nachher kaufe ich das Auto unbesehen und stelle hinterher fest, dass mir das eine oder andere nicht zusagt... So geht´s doch auch nicht. Schliesslich handelt es sich meist um höherpreisige Modelle für einen relativ kleinen Kundenkreis, deren Wiederverkaufsaussichten idR schlechter sind als bei Mainstream.
Ich glaube, als guter Verkäufer wirst Du aus Deiner Erfahrung heraus sicherlich erkennen können, wer ein Schwätzer ist und wer ernsthafter Kunde. Dies sagt mir jedenfalls mein Sohn.
Gruss
Captalfa
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Thema: Probefahrt
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25.03.2010 09:00 #11Meinungsmacher
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25.03.2010 09:29 #12admiralGast
Zum Glück für mich habe ich einen größeren befreundeten Händler in meiner Nähe der immer einen OPC bzw. die stärkste Motorisierung jeder Baureihe als VFW hat.

Und wenn der Kollege den Kunden zu Papier bringt kommt für unseren Betrieb immer eine Vermittlungspauschale. Damit kann ich ganz gut leben. Wir als kleiner Händler sind Platz- und Geldmäßig nicht in der Lage sämtliche Ausstattungs- und Motor/Getriebevarianten vorrätig zu haben.
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25.03.2010 10:22 #13Aktivposten
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Warum nicht?
Tausende von Produkten werden so verkauft, warum nicht Autos. Grundlegender Satz im Vertrieb ist immer noch: "Geld wird draußen verdient". Ich habe etliche Bekannte, die sind mit ihrem Job selbständig und haben eher kaum die Zeit sich um bestimmte Dinge zu kümmern. Da ist noch nie ein Autoverkäufer rein marschiert, der etwas zielgruppenorientiert "sein" Produkt angeboten hat.
Mal abgesehen von MB im professionellen Bereich bei Handwerks- oder Transportbetrieben mit Sprinter und Co. Ich bin mir absolut sicher, dass da ein großes Potenzial völlig brach liegt und entsprechend professionell aufgezogen, sich auch gutes Geld verdienen lässt. Bisher ist die Neukunden-Akquise ein reines Zufallsgeschäft. Kommt der Berg nicht zum Propheten, dann muss der Prophet zum Berg.
Den "klassischen" Privatkäufer wird man zwar eher nicht erreichen, aber was ist mit den kleinen Gewerbetreibenden, die man entsprechend professionell aufgestellt tagsüber im Büro erreichen kann und nach entsprechender Vorarbeit auch mit einem entsprechende Probewagen mal für eine Stunde "entführen" kann?
Natürlich muss eine entsprechende Struktur auch im internen Ablauf in einem Autohaus vorhanden sein, aber das funktioniert in hunderten von Firmen so mit Innen- und Außendienst. Als Betreiber eines Autohauses muss man sich halt überlegen, wofür ein Verkäufer eigentlich da ist. Wird der für nicht-verkäuferische Tätigkeiten eingebunden, dann stinkt der Fisch vom Kopf.Mein Sohn ist Verkäufer. Er arbeitet dreimal pro Monat auch am Samstag bis gegen 1400 Uhr. ...
Wenn man sich mit bestimmten Attributen schmückt, dann setzt man auch Erwartungen. VW hat kein kleines Programm, aber 4.500 m² Ausstellungsraum sind kein kleines Familienunternehmen, bei den man für Lücken in den präsentierten Fahrzeugen nachvollziehbares Verständnis hat.Ich gebe zu, bei der mittlerweile unübersehbar grossen Modellpalette fast aller Hersteller ist es wohl nicht möglich, alle im Verkaufsraum vorzuhalten, vor allem wenn es sich um besondere, wie zB den "R", handelt.
Dass man nicht sofort mit einem R zur Proberunde starten kann, dass man dafür auch entsprechend "abgeklopft" wird, ist eigentlich jedem klar, aber dass nicht einmal ein "Normaler" im Verkaufsraum steht, um an ihm diese Dinge zu "begreifen" (im absoluten Sinn des Wortes), die über Internet nicht möglich sind, das ist unter dem Getöse zu diesem Laden mehr als ärmlich.
Wo war die Frage nach meiner Erreichbarkeit (Telefon, Mail, ...) um mich sofort zu informieren, wenn die Möglichkeit besteht?
Wo waren Detailfragen nach meinem konkreten Wunsch - das "Abklopfen" ob ich ein echter Interessent bin oder nur mal rumbrettern will?
Wo waren die konkreten Infoss, wann welches Fahrzeug wieder im Verkaufsraum ist, inkl. Terminabsprache bei der man eine vorbereitete Kundenpräsentation daran dann durchführen kann?
Was ich erlebt habe, war ein sehr höfliches und freundliches "habe keinen Bock".
Ob einer nur Prospektsammler ist oder echtes Kaufinteresse hat, dafür sollte der Verkäufer der Fachmann sein und mit entsprechender Gesprächsführung herausfiltern können, zwar immer noch mit Restrisiko aber doch deutlich minimiert.Dennoch sollte es für das Autohaus möglich sein, sich woanders - ernsthaftes Kaufinteresse vorausgesetzt - ein passendes Auto zu besorgen.
Das mit dem "ernsthaften Kaufinteresse" klingt für mich ein wenig nach "eigener Schuld". Benötige ich ein Schild auf der Stirn oder sollen die 500er sichtbar aus den Taschen quellen, Krawattenzwang zum Autokauf, ...? War das helle Sacko, ein Hemd ohne Krawatte, Jeans und Wildlederschuhe die falsche Aussage?
Das Gefühl hatte ich allerdings auch gleich danach auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei Audi. Auf Nachfrage, wie sich denn bei dem ausgestellten TT mit 2 Liter - 4 Zylinder sich der Preis von 55.000 Euro denn so zusammensetzt, kam ein knappes: "das steht doch alles auf dem Schild direkt am Fahrzeug" - stimmte, war zusammengefasst unter "individueller Mehrausstattung des ausgestellten Fahrzeugs".
Ich halte das für ein massives Strukturproblem bei bestimmten Fahrzeugherstellern, dass (vermutlich) durch ordentliche Gewinne oder auch nur die geringsten Verluste der Branche die Nase hoch tragen lassen und Verkäufer anfangen, Kunden nach genehmen oder nicht genehmen ersten Eindruck zu selektieren.
Muss ich mir mittlerweile einen Wagen erbetteln, vorab einen Termin beim Verkäufer machen, Kontoauszüge zumailen und 100 Euro zustecken, damit der dann wenigsten die Zähne beim Reden auseinander bekommt?
Ist das Grundgehalt so hoch, dass man darauf verzichten kann, sich für die Provision aus 50k mal eine gute Stunde den Arsch aus dem Stuhl zu bekommen? Dass dann solche Leute Problem mit dem Klinkenputzen haben, ist nachvollziehbar. Wäre das allerdings meine Bude, dann würden solche Mitarbeiter sich mittelfristig den Hintern im Jobcenter platt sitzen.
Keine 500 Meter weiter , ein mal um die Ecke war das nicht so, Auto mehrfach vorhanden, freundlicher Verkäufer, der alles geduldig vorgeführt hat, alle Fragen zufriedenstellend beantworten konnte, meinen Verkäufertest bestanden hat (eine sehr detaillierte Frage, die ihn fachlich überfordert und nachfragen muss und dann auch noch für mich als Kunden eine "schlechte" Antwort beinhaltet - fragt er im Zubehör/Kundendienst/Werkstattmeister nach und gibt mir diese "schlechte" Nachricht oder erfindet er nur was Tolles um dem Deal näher zu kommen) und der keine Problem hat, das Ausstellungsfahrzeug etwas nachzurüsten, mit mir kurz durch die Werkstatt gegangen ist - und nun meine Unterschrift hat und ich den SLK am Samstag abholen kann.Geändert von Tesafilm (25.03.2010 um 10:27 Uhr)
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25.03.2010 11:03 #14Meinungsmacher
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Hallo Tesafilm,
Deine Erlebnisse bei VW / Audi glaube ich Dir gerne, sie klingen plausibel und gut nachvollziehbar.
Dass dies eine Armutserklärung dieser beiden Autohäuser ist, bedarf keiner weiteren Erklärung.
Man kann es sich offenbar leisten. Jeden Morgen wacht ein Idiot auf, heisst es so schön...
Heisst aber auch: Wenn Du nicht kaufst, der nächste - weniger anspruchsvolle - wird es tun, und darauf spekuliert man wohl.
Dass Du bei MB behandelt wurdest, wie es sich eigentlich gehört, sieht man an Deiner Unterschrift unter den Kaufvertrag. Gartuliere!
Ich war kürzlich in einer mittelgrossen BMW-Niederlassung.
Bin ca. 15 min durch die Reihen geschlendert, habe in einigen Modellen zur Probe gesessen, habe mir den Kofferraum des Z 4 genau angesehen.
Ich bin dabei mehrmals vom Personal/Verkäufern gegrüßt worden, aber nicht einmal angeprochen worden, ob ich mich für etwas Spezielles interessiere.
Meine Kleidung würde ich als sportlich-leger bezeichnen, also der BMW-Klientel in etwa entsprechen.
Auch die ausgestellte Modellpalette war äusserst lückenhaft....
Das örtliche Opel-Autohaus ist ein ähnliches Trauerspiel:
Wenige Modelle im Showroom, lückenhafte Auswahl, tristes Erscheinungsbild - innen wie aussen.
Nur ein Verkäufer, der auch nicht immer anwesend ist, man also uU alleine im Verkaufsraum herumsteht....
Deutschland scheint eben doch eine Kundenwüste zu sein...
Ich habe aber dennoch Zweifel, ob der Türverkauf daran etwas ändern würde. Denn in diesem Fall würde jemand in meine Privatsphäre eindringen, um etwas verkaufen zu wollen - und dagegen sträuben sich mir die Haare.
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05.07.2011 09:19 #15Frischling
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Hallo, hört sich ja interessant an, eine kostenlose Probefahrt. Aber ich bin da auch ein bisschen skeptisch. Und hier im Forum kommt das auch nicht so gut an. Ich würde meine Adresse nicht gerne einfach einem Unbekannten geben. Probefahrten kann ich doch auch bei dem Autohändler meines Vertrauens machen. Der kennt mich, ich kenne ihn und weiß, was mit meinen Daten passiert...
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05.07.2011 12:19 #16Meinungsmacher
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