Jetzt ist er da. Real. In Auslieferung. Zu kaufen von jedermann. Billig ist er nicht. 71.876€ mit Stoffsitzen, Unilack, Halogenscheinwerfern und ohne Navi. Man kann also davon ausgehen, dass unter 80k kein Wagen vom Band rollt. Die längere Version fängt bei diesem Preis (80.206€) sogar erst an. Den Wagen treibt ein 4-Zylinder Dieselmotor mit 2,1l Hubraum an. Es ist der OM651 mit Doppelturbolader an einer 7-Gang-Automatik.
Was denkt ihr? Untergang des Vaterlands? Oder ist es in Ordnung, den Stand der Technik bezüglich Geräusch- und Vibrationsverhaltens zu nutzen? Ist es vielleicht sogar erforderlich? Der SPIEGEL hat ihn schon gefahren: Mercedes S 250 CDI: Die neue Spar-Klasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
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Thema: S 250 cdi
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23.10.2010 21:43 #1
S 250 cdi
[SIZE=1]"Glücklich sein ist nur ein Mangel an Information." (Managerweisheit)[/SIZE]
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23.10.2010 22:08 #2
Klar, der richtige Weg ... wenn das Auto jetzt auch noch optisch entfettet wird, passt das doch alles bestens zusammen ... Vorschlag: nochmal 300 kg runter und den 220 CDI rein reicht völlig ...
oder noch besser: die S-Komfort-Sitze in die E-Klasse .... und die Riesenkisten für die Schlitzaugen ... ab 500 PS aufwärts ...
Alles was der Konjunktur nützt ... spritsaufende Renner mit Formel 1oder 2 - Werten will hier kein vernünftiger Mensch mehr...
Gruß Ulrich
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23.10.2010 22:22 #3
Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Der S 250 CDI ist die sparsamste Luxuslimousine aller Zeiten! Ein Verbrauch unter 6 Liter ist bei einem 2 Tonnen schweren Fahrzeug allererste Sahne. Wer Zweifel hat, ob die Leistung des kleinen Motors ausreicht, dem sei folgendes verraten: Mit 204 PS und 500 Nm kommt der 250 CDI exakt auf die Werte des 3,2 Liter-Sechszylinders aus dem Vorgänger W220 S 320 CDI.
Es würde mich wundern, wenn der S 250 CDI nicht zum erfolgreichsten Modell der S-Klasse avanciert.
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23.10.2010 23:03 #4Meinungsmacher
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Na klar reichen gut 200 PS für eine S-Klasse aus. Sie MUSS ja nicht in weniger als 5 s auf 100 beschleunigen können, oder? Wozu sollen solche Werte überhaupt gut sein? Bei Sportwagen mag es ja okay sein, aber für eine Luxuslimousine?
Frühere Baureihen waren mit diesen Leistungswerten gut bei der Musik, wogen sie doch ebenfalls knapp 2 Tonnen in vollem Ornat.
Kommt noch verbesserter cw-Wert und optimierte Automatik hinzu, stellt diese Version ihre Vorfahren deutlich in den Schatten, vom Verbrauch mal ganz abgesehen...
Wenn - wie von Ulrich bereits angesprochen - noch am Gewicht gefeilt werden kann, wäre das Ergebnis nahe am Optimum.
Vielleicht erleben wir das ja noch...
Kleiner Scherz am Rande: Wem das 4-Zyl-Geräusch zu popelig ist, kann ja per Soundgenerator Abhilfe schaffen. Wenn das beim Golf GTI geht, warum nicht bei Mercedes?Geändert von captalfa (24.10.2010 um 04:05 Uhr)
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24.10.2010 16:53 #5
Der 220 ist ja drin. 220 und 250 unterscheiden sich technisch nicht, ist nur ein unterschiedlicher Grad der Entdrosselung.
Dem Geräusch ist Mercedes auf zweierlei Weise begegnet: nach außen mit einer speziell sonor abgestimmten doppelflutigen Anlage, nach innen mit speziellen Motorlagewrn, ich zitiere Daimler:
Um das S-Klasse-typische Komfortniveau sicherzustellen, kommen im neuen S 250 CDI BlueEFFICIENCY als Neuheit dynamisch gesteuerte Motorlager zum Einsatz. Je nach Drehzahl, Last und Fahrgeschwindigkeit verändern diese per Datenbus mit der Motorsteuerung vernetzten Motorlager ihre Steifigkeit und Dämpfung und verhindern so die Übertragung störender Schwingungen und Geräusche vom Motor auf die Karosserie.[SIZE=1]"Glücklich sein ist nur ein Mangel an Information." (Managerweisheit)[/SIZE]
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24.10.2010 17:40 #6
Ja, richtig, ... in der E-Klasse hat der 220er einen um 0,7 Liter geringeren ECE-Verbrauch. In Verbindung mit geringerem Gewicht des jetzigen 2-Tonners dürften sich noch einmal klare Verbrauchsvorteile ergeben ...
Die Motorlager will ich sofort auch in der E-klasse ... auch nachrüstbar .... aber flott!
Gruß Ulrich
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24.10.2010 18:19 #7Meinungsmacher
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Was Mercedes hier mit der Verbrauchreduzierung macht, ist aller Ehren wert und zeigt, was bei Verbrennern noch alles möglich ist. Das ist m.E. der einzig gangbare Weg.
Alls andere (Hybrid, E-Motorisierung) ist Kokolores und rechtfertigt nicht den Aufwand, wenn man das Ergebnis sieht, also vom Ende her denkt.
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24.10.2010 21:51 #8
Hallo captalfa,
das sehe ich nicht so mit dem einzig gangbaren Weg. Und Hybrid und E-Motorisierung sind m.E. kein Kokolores.
Als Autobahn-Langstreckenauto ist der Mercedes S 250 unschlagbar. Nur sucht nicht jeder Kunde einen solchen Überland-Cruiser. Viele benötigen ihr Auto fast ausschließlich für Kurzstrecken bis 30km - oftmals noch in Ballungsgebieten. Was spricht da gegen Hybrid?
Zudem: Über 70.000 Euro in Magerausstattung - das waren mal 140.000 DM - sind für einen zugegeben gediegen untergebrachten schrakeligen Vierzylinder eine Frechheit!
Da braucht man über den Preis eines noch sparsameren 170PS Golf TDI weiß Gott nicht zu räsonieren! Und wer jetzt sagt, dies sei nicht vergleichbar - dem kann ich nur entgegnen, dass es in dem geposteten Stern-Artikel ausschließlich um den Verbrauch ging. Es ging in keinster Weise hervor, ob die Redakteure im Fahrzeug überhaupt etwas Anderes bemerkt haben als die Verbrauchsanzeige..
Gruß portago
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24.10.2010 21:58 #9
Das Fahrzeug ist technisch gesehen wirklich interessant und wird sich auch gut verkaufen (zumindest bei uns).
Allerdings fällt mir persönlich kein einziger Grund ein warum man ausgerechnet dieses Model nehmen sollte.
Die S-Klasse sollte eigentlich ein Prestigewagen sein der Soveränität vermittelt und eine gewisse Überlegenheit ausstrahlt, was beim S 250 cdi meiner Ansicht nicht der Fall ist.
Und wer Geld einsparen will ist mit einer E-Klasse besser dran als diesem überteuerten Ding.
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24.10.2010 23:43 #10Meinungsmacher
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Hallo portago,
es geht ja doch auch gar nicht um den Preis. Ich habe es schon mehrmals geschrieben: Es gibt IMHO kein Auto, das den Preis wert ist, der dafür verlangt wird. Na ja, vielleicht Dacia, aber sonst?
Es ist doch vielmehr die Frage zu stellen, ob wirklich in jedem Ober-/Luxusklassemodell 400 und mehr PS werkeln müssen, was zwangsläufig mit erheblichem Mehrverbrauch einhergeht.
Um dann die 100 in 5 s oder weniger zu erreichen (und bei 250 abgeregelt zu werden)? Sollten diese Werte nicht reinen Sportwagen vorbehalten bleiben?
200 PS für eine S-Klasse könnten doch eigentlich reichen. Und nicht Standard für die Kompaktklasse sein.
Eine rollende Barriere wird dieses Auto damit sicher nicht. Ist nicht downsizing angesagt? Also warum nicht den Weg konsequent gehen? VW macht es mit dem 1,2 TSI doch auch, und das mit Erfolg.
Und mal ganz ehrlich: Wer reizt im täglichen Gebrauch die volle Leistungsfähigkeit seines Autos aus? Richtig: nur sehr, sehr wenige.
Die schwächeren deutlich mehr - damit sie im Verkehr mitschwimmen können - als die stärkeren.
Die stärker motorisierten schleppen also ständig zuviel Leistung mit sich herum, die meist gar nicht abgerufen wird. Ich schliesse mich da persönlich ausdrücklich mit ein: Meist habe ich noch rund 150-200 PS in Reserve, die ich eigentlich zum normalen Fahren gar nicht benötige.
Aber wenn´s dann mal juckt und ich das Gaspedal energischer bearbeite, macht´s doch Spass - und denn möchte ich mir dann doch nicht nehmen lassen.
Dass dies unvernünftig und politisch nicht korrekt ist, weiss ich. Aber damit kann ich leben.
Wenn jetzt auch beim Gewicht einiges abgespeckt werden kann, ist man m.E. auf dem richtigen Weg,
Weniger Gewicht bedeutet auch weniger Verbrauch. Auch wenn es stimmt, dass ab 80 km/h der Luft- grösser als der Rollwiderstand ist, so muss in der täglichen Praxis doch mehr beschleunigt und gebremst werden (vor allem im Kurzstreckenverkehr) als dass man vor sich segelt. Und da zählt dann wieder jedes Kilo zuviel...
Hybride:
Wenn es um reine Verbrauchswerte geht und man sie mit modernen und somit sparsamen Dieselfahrzeugen mit ähnlichen Leistungs- und Gewichtswerten vergleicht, ist der Unterschied nicht gross, der technische Aufwand beim Hybrid hingegen beträchtlich. Zuverlässig sind beide.
Gruss
Captalfa


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