Interessanter Vergleich der 3 Sportler.
Der RS3 kriegt berechtigter weise 2 Punkte Abzug im Handling wegen den abgenutzten Reifen. OK, im Alltag mag das kein Problem darstellen, auf der Piste aber sehr wohl. Sie schreiben, dass es der Fahrsicherheit keinen Abbruch tut. Was ist aber mit jenen die mehrere Runden auf der Piste drehen, z.Bsp. auf der Nordschleife? Wie sehr nutzen die Reifen da ab? Ich persönlich würde mich nach diesem Test mit einem RS3 nicht auf die Rennstrecke wagen, da ich Angst um einen Reifenschaden hätte.
Der RS3 gewinnt trotzdem den Vergleich! Meiner Meinung nach hat sich der RS3 durch das starke Abnutzen der Reifen disqualifiziert.
Der 1er M ist endlich mal wieder was für kundige Hände. Top.
Der Cayman als Mittelmotor der wahre Sportler.
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Ergebnis 1 bis 10 von 66
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05.05.2011 14:47 #1
Vergleich RS3 Cayman R und 1er M
Geändert von greys (05.05.2011 um 15:02 Uhr)
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05.05.2011 16:05 #2Meinungsmacher
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Wer mit dem Privatwagen auf der Nordschleife herumschrubbt, darf sich nicht wundern, wenn die Reifen nicht mitmachen. Sie sind schliesslich für den Alltagsbetrieb konzipiert. Eine scharfe Runde Nordschleife beansprucht die Reifen so viel ein Jahr "normales" Fahren auf der Strasse. Das ist Fakt!
Auch die Bremsen leiden unter dieser hohen Beanspruchung. Sollte man nicht vergessen, wenn man dorthin will.Navigation ist, wenn man trotzdem ankommt...
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05.05.2011 17:06 #3
Nun ja, ich fahre selbts auf der NOS, aber so wie die Reifen des RS3 haben meine noch nie ausgesehen, selbts nach ein paar Runden. Dass die Reifen schneller ablaufen ja, aber nicht so wie beim RS3 wo sich regelrecht die Laufflächen lösen!! Man sieht ja auf dem Bild wie da die Fetzen hängen. Da sieht man doch deutlich, dass der Reifen total überfordert ist. Das hat nichts mit "normaler" Abnutzung zu tun.
Geändert von greys (05.05.2011 um 17:35 Uhr)
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08.05.2011 23:26 #4
Na ja, greys hat schon Recht. Für so ein Autochen wie den RS 3 fast eine ganze Tonne Gewicht auf der Vorderachse und vorne breitere Reifen als hinten finde ich konstruktiv schon absonderlich. Kein Wunder, dass da die Reifen in Fetzen gehen - aber mein Kompliment an Audi, dass sie bei diesen prekären Voraussetzungen noch so ein Fahrverhalten auf die Räder stellten. Die Voraussetzungen lesen sich eher nach der Anmutung im Fahrverhalten wie bei dem Dampf-Kanonenwagen Le Fardier des Nicholas Cugnot von 1769.
Hinzu kommt, dass der RS3 trotz des begeisternden Fünfzylinders schon formal der größte Langeweiler des Trios ist. Aber er eignet sich als Sportback wenigstens für IKEA.
Der Einser M kriegt trotz halbstarker, Manta-nostalgischer und derart längst vergessen geglaubter Radkästen und Gigareifen die Leistung nicht auf den Boden - trotz unterirdischer Traktion ist er aber im Slalom knackig schnell. Im Gegensatz zu den Café-Racerchen der Discobuben, deren Autos trotz Potenzlosigkeit ähnlich aussehen.
Aber damit hat es sich dann beim M1 auch.
Erhaben und überzeugend in sportlich dynamischer Hinsicht ist allein der Cayman R. In der Eigenschaftswertung macht der RS3 keinen Stich gegen ihn.
Der Cayman ist sogar so überzeugend, dass er die Sinnfrage nach dem Carrera überdeutlich stellt. Er ist bedeutend praktischer, sieht genauso gut aus und kostet einige Zehntausender weniger.
Bei so einem tollen Porsche stellt sich mir noch eine andere Frage - speziell nach dem Besuch der Techno Classica:
Was bringt einen Menschen dazu, für einen gut restaurierten ca 40 Jahre alten 911 S 2.2 oder 2.4 heute mehr als den Gegenwert eines neuen Cayman R oder für einen Carrera RS 2.7 den fast dreifachen Geldwert hinzulegen?
Bei allem Faible für Oldtimer kapiere ich so einen Hype um ein Auto, das formal im Prinzip bis heute noch gleich aussehend produziert wird, nicht..Geändert von portago (08.05.2011 um 23:39 Uhr)
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09.05.2011 12:38 #5Meinungsmacher
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Da ich ja bekanntlich der Marke Porsche eher aufgeschlossen gegenüberstehe (*schmunzel*), steht auch für mich das Fazit fest:
Der Sportwagen unter den Teastkandidaten ist eindeutig der Cayman.
Der RS3 ist einfach nur durch schieres Reinpropfen von PS zu diesen Fahrleistungen fähig, hat aber unbestreitbar eine höhere IKEA-Tauglichkeit, wenngleich die äussere Form - mal abgesehen von dicken Kotflügeln und ebensolchen Rädern - eher unscheinbar ist.
Haben-Woll-Faktor: gering
In die gleiche Kerbe schlägt BMW mit dem Über-Einser. Auch hier pures Reinpacken von Leistung, was aber zur Folge hat, dass er vor Kraft kaum laufen kann - durch seine Konstruktion: Frontmotor/Heckantrieb bekommt er seine Leistung nur mit schwänzeldem Heck und hohem Reibwertverlust auf die Strasse. Der Reifenhädler des Vertrauens freut über jeden Besuch...
Die fast schon grotesken Preisentwicklungen auf dem Oldtimermarkt sind in der Tat kaum nachvollziehbar, und nirgends sind die Marktgesetze von Angebot und Nachfrage, die den Preis regeln, so offensichtlich.
Ein Messerschmidt "Tiger" zu 30k , ein T 1 "Samba" zu 40k und ein 2,7 RS im sechsstelligen Bereich, da fasst man sich nur an den Kopf und fragt sich, warum man sich nicht vor 10 oder 15 Jahren ein solches Auto zugelegt hat. Tempi passati...
Gruss
CaptalfaNavigation ist, wenn man trotzdem ankommt...
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09.05.2011 21:55 #6
Hallo captalfa, wenn Du einen Messerschmitt Tiger, der besser als Zustand Dreiminus ist, für 30 K bekommst, dann schlag zu ohne zu zögern!
Hat das Teil nämlich Zustand 2 aufwärts oder womöglich eine aktuelle, perfekte Restaurierung, dann legst Du inzwischen mindestens 60 K (eher 70 K) hin.
Und der Samba T1 mit 40 K ist in richtig gutem Zustand auch eher am unteren Rand der Preisskala. Vom Sitzen vorn ist das Teil außer für einen Pygmäen eine Zumutung - aber er sieht richtig gut aus. Ich habe ihn mir als Modell von Franklin Mint gegönnt.
Mit dem RS 2.7 im sechsstelligen Bereich liegst Du richtig - die allererste Ziffer ist bei Spitzenmodellen eine 2.
Warum ich das schreibe: weil in den Köpfen der Preisgestalter solcher Oldtimer sowohl auf der Verkäufer- aber auch auf der Käuferseite gewaltige Schrauben locker sind.
Ich jammere nicht darüber, von den 3 aufgezählten keinen zu besitzen - gerade im Fall Carrera 2.7 würde ich mir einen 993 oder 996 holen. Die kosten nur nen Bruchteil, nageln den 2.7 an die Wand, sind Welten sicherer und im Fall 996 auch ebensolche Welten sparsamer und sauberer.
Und als Härte 10 oder Fahrenheit 451: ein nagelneuer GT3 ist günstiger als ein Spitzen-2.7 RS!
Zudem wäre mir die formale Ähnlichkeit des 2.7 RS zu den aktuellen Modellen zu groß.
Auch wenn sich der 2.7 RS im Vergleich zu o.g. Nachfahren wie ein Vorkriegstraktor fährt - ein richtiges Oldtimerfeeling erweckt er bei mir schon formal nicht..
Gruß portago
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09.05.2011 23:51 #7Meinungsmacher
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10.05.2011 10:37 #8Aktivposten
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Da ich das Thema schon an falscher Stelle hatte und dafür auch noch schneller gerügt wurde, als ich es löschen konnte, hier noch einmal an korrekter Position:
Ich habe mir überlegt, wieso der BMW Einser M Coupe im Kapitel Kosten/Grundpreis nur auf neun Punkte kommt, der fast gleich teure Audi RS3 dagegen auf 15.
Okay, der BWM hat weder Allradantrieb noch Doppelkupplungsgetriebe und nur zwei Türen. Dafür hat er einen veritablen Sechszylinder und ist nur 600 Euro, also gut ein Prozent, teurer als der Audi.
Aber dass er deshalb punktemäßig so rasiert wird, leuchtet mir nicht ein.
Der Cayman R, obwohl exorbitante 45 % teurer und kaum besser ausgestattet als der BMW, kriegt auch nur fünf Punkte weniger.
Machmal geben die ams-Vergleichstestergebnisse schwer lösbare Rätsel auf.
Obige Diskussion führt in dieser Frage auch nicht zum Ergebnis.
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10.05.2011 12:32 #9
Hallo captalfa,
wenn es danach ginge, hätte man Anfang 2010 Infineon-Aktien kaufen und so gegen Juni wieder verkaufen müssen. Da wäre mehr drin gewesen als bei einem behaltenen Samba-Bus aus der Studentenzeit, der inzwischen einer diese heutigen Preise erheblich mitbestimmenden Vollrestauration bedürfte.
Und - vergiss nicht: im Samba saß man derart grottig mit noch weniger Knieraum und hundertprozentiger Schutzlosigkeit bei einem Frontalcrash.
Laufen tat das Teil so, dass er schneller war, wenn man ihn schob. Und bergs herunter - dort, wo er einzig mal Fahrt machte - kam oft der letzte Gruß aus dem dritten Zylinder, wenn der Motor und damit auch die Dichtungen der Standfüße des Ölkühlers nicht mehr ganz taufrisch waren.
Das Zauberwort war finale Überhitzung.
Aber betörend aus sah er, der Samba..
Gruß portago
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20.05.2011 16:39 #10
Um zum On Topic zurückzukehren - dieser Sportwagenvergleich hat es in sich!! Es geht nicht unbedingt darum, wer das bessere Auto baut - dieser Vergleich könnte schon so eine Art Schwanengesang sein auf ein faszinierendes Kompaktfahrzeug mit betörendem Reihensechszylinder.
Man muss die Traktionsmängel mal beiseite schieben - sie sind sicher für den sportlichen Gebrauch nicht gerade zuträglich. Dennoch war der Testwagen im Slalom überzeugend.
Was aber viel schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass der Einser M und auch der optisch bedeutend harmonischere 135i gleichzeitig Höhe- und Endpunkt einer Aera bilden. Sie sind fabrikneue Youngtimer. Den Nachfolger wird es vielleicht noch mit dieser Power - aber nicht mehr mit vergleichbarer Glory geben. Der kommende Vierzylinder wird, wie Jörn Thomas im aktuellen Heft schreibt, doch ne ganze Ecke profaner.
So eine funktionale Profanitas, welche beim Klang beginnt - der auch von einem Toyota Yaris oder KIA Cee´d stammen könnte..


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