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  1. #1
    Frischling Sebastian1980 ist in Verruf geraten
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    Standard Entscheidung als Angestellter: private Finanzierung vs. Firmenwagen?

    Hallo allerseits,
    ich habe mich durch einige Foren durchgelesen, bin aber immer noch sehr unbewandert mit der Thematik und habe mich deswegen entschieden, meinen Fall möglichst sortiert zu schildern. Daher sehr umfangreich, aber es liest sich schnell.
    Ich danke für jede Anregung oder Antwort!

    Here we go ..


    1: Private Finanzierung meines aktuellen Wagens

    Ich als Angestellter habe mir bei einem Autohaus einen Privatwagen für 12.500€ (differenzbesteuert, sprich nach Abzug der Mwst.) zugelegt.
    7.000€ sind direkt angezahlt, der Restbetrag wird mit einer Darlehenssumme von 6.300€ (Kreditschutzbrief + Kreditkosten) über 36 Monate je 175€ finanziert.
    Dazu kommen noch max. 200€ / Jahr für Benzin, Versicherung, Wartung, etc.


    2: Firmenwagen-Angebot von AG

    8 Wochen NACH dem Privatkauf des Wagens unterbreitete mein AG mir die Möglichkeit einer Gehaltsumwandlung, d. h. anstelle der ausstehenden Gehaltserhöhung von 400€ Brutto einen Firmenwagen zu leasen. Zusätzl. mit Übernahme sämtlicher Kosten für Benzin, Versicherung, etc.


    3: Verkauf meines Wagens mit Verlust

    Mein privat gekaufter Wagen ist allerdings schon differenzbesteuert, kommt also als Leasing-Wagen nicht mehr in Frage.
    Das bedeutet, dass ich diesen Wagen bei meinem Autohaus wieder zurückverkaufen müsste. Dort wurde mir das Angebot unterbreitet meinen jetzigen Privatwagen für 11.700€ wieder entgegenzunehmen. Bedeutet also 800€ Verlust (Kaufpreis 12.500€ - Rückkaufswert 11.700€), zuzüglich der vorzeitigen Auflösung des Kreditschutzbriefes (500€) würde das für mich ein insgesamtes Verlustgeschäft von ca. 1.300€ bedeuten.
    Dieser Aspekt ist sicherlich nicht maßgeblich für die Entscheidung, kommt aber mit 1.300€ Minus mit in die Waagschale.


    4: Leasing des Wagens per Gehaltsumwandlung

    Gesamtpreis des in Frage kommenden Leasing-Fahrzeugs: 16.600€
    monatliche Leasing-Rate: 240€ vom Bruttogehalt
    monatliche Selbstbeteiligung an Versicherung & Benzinkosten laut AG: 100€ vom Bruttogehalt
    340€ (240€ + 100€) werden also von meinem Bruttolohn in Form einer Gehaltsumwandlung abgezogen. 400€ entspricht meine Brutto-Lohnerhöhung.


    5: Tatsächliche Nutzung meines Wagens

    private Nutzung zu 100% (!)
    jährliche Fahrleistung: 8.000km
    Entfernung Arbeitsstelle / Wohnort: 40km


    6: Kilometer-Leasing vs. Restwert-Leasing

    Mein AG hat mir ein Restwert-Leasing empfohlen, da ich jährlich relativ wenig fahre (8.000€). Ich habe aber dazu ausschließlich Negatives gelesen, bspw. in Bezug auf die schwer kalkulierbare Schätzung des Restwertes am Ende der Vertragszeit.
    Bei einem Kilometer-Leasing bleibe ich mit ca. 8.000km jährlich unter der Mindestgrenze von 10.000km. Erst ab 2.500km Unterschreitung der Kilometerleistung erhalte ich eine Vergütung von 4 Cent / Kilometer.


    7: Alternative

    Mein AG hat mir alternativ angeboten, den Wagen vom Händler sofort aufzukaufen und den Wagen per Schuldübernahme zu finanzieren. Verlasse ich die Firma eines Tages, übernehme ich wieder die Finanzierung des Wagen.
    Das wäre für meinen AG allerdings die unliebsamere Variante, da er keine Mwst. geltend machen kann und sich dieser Deal nicht so vorteilhaft auf die Bilanz auswirken würde wie bspw. bei einem Firmenfahrzeug.


    FRAGEN

    Zu 4: Bei einer ausschließlichen Privatnutzung gehe ich gehe davon aus, dass 100% zu versteuern sind. Welcher Betrag wird versteuert? Was genau bedeutet das in konkreten Zahlen für mich bei oben beschriebenen Angaben (siehe Punkt 4)?

    Zu 6: Sehe ich das richtig, trotzdem die Kilometer-Leasing-Variante zu wählen, da diese sicherer zu kalkulieren ist?

    Zu 7: Ist so ein Weg tatsächlich möglich? Klingt fast zu einfach.

    Die wichtigste Frage: Lohnt es sich in meinem Fall, das Firmenwagen-Angebot anzunehmen? Gibt es eine Tendenz? Habe ich einen Aspekt außer Acht gelassen?

    Vielen Dank!

  2. #2
    Aktivposten rausb befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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    Standard

    Das Angebot deiner Firma klingt für mich in erster Linie Attraktiv für die Firma.
    1) Sie kommen um eine richtige Gehaltserhöhung herum
    2) Beim km Leasen wälzen sie das Restwert-Risiko auf Dich ab, was wirklich teuer werden kann

    Frag mal Dein Chef ob er nicht die Karre für die Firma kaufen oder leasen will und Dir einen Überlassungsvertrag anbietet. Dann greift die 1% Regel, dh Du musst für 166€ geldwerten Vorteil versteuern und das wars. Das Auto gehört der Firma, die müssen sich um alles kümmern und Du nutzt sie nur.

    Muss einschränken, dass ich nicht so ganz der Experte bei den Leasing Fragen bin, evtl meldet sich ja noch jemand anderes?

    Irgendwas stimmt bei Deinen Nutzungsdaten nicht. Wenn Du 40km einfachen Weg zur Arbeit hast, hast Du entweder ziemlich wenig Arbeitstage oder fährst ab und zu mit der Bahn… Bei durchschnittlich 220 Arbeitstagen kommen allein durch Anfahrtswege zur Arbeit 17.600km zusammen!

    Gruß
    RausB

  3. #3
    Frischling Sebastian1980 ist in Verruf geraten
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    Hallo RausB,
    danke für die flotte Antwort!

    Da gab es ein Mißverständnis mit den Nutzungsdaten.
    Ich fahre ausschließlich mit der Bahn zur Arbeitsstelle. Den Firmenwagen würde ich daher NUR privat nutzen.

    (Die Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsstelle habe ich nur pro forma angegeben)

    Meiner - laienhaften - Recherche nach kann ich die 1%-Regel gar nicht mehr ansetzen, da ich nicht auf mindestens 50% geschäftliche Nutzung kommen würde. In dem Fall muss ich anscheinend ein Fahrtenbuch führen, in dem ich jeden privat gefahrenen Kilometer versteuere, also in meinem Fall schlechter wegkomme als mit der 1%-Regelung.

    Sehe ich das richtig?

    Viele Grüße, Sebastian

  4. #4
    Frischling Sebastian1980 ist in Verruf geraten
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    Kann mir jemand anderes noch eine Einschätzung anbieten?

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