[SIZE=2]In rund 30 Jahren des AMS-Lesens habe ich keinen dümmeren Artikel gefunden als diesen in Heft 15. Der Gesetzgeber ist wieder einmal schuld: Er hat eine Mindestbreite für Stellflächen in Parkhäusern festgelegt, die nicht mehr zeitgemäß ist. Er brauche diese nur abschaffen und dann würden die Parkhäuser großzüger gebaut bzw. die Stellflächen in vorhandenen neu abmarkiert! Wer glaubt denn so was? Je mehr markierte Stellflächen, desto mehr Einnahmen! Zudem kann jeder Betreiber auch heute freiwillig breitere Plätze einrichten.[/SIZE]
[SIZE=2]UND:[/SIZE]
[SIZE=2]Was ist eigentlich mit Parkbuchten in den Städten? Mit schmalen Innenstadt- oder Landstraßen? Älteren Garagen? Alles abreißen und breiter neu bauen?[/SIZE]
[SIZE=2]Wäre es für eine "Fachzeitschrift" nicht denkbar, stattdessen die ausufernden Fahrzeugbreiten anzuprangern? Gibt es für massiv gebaute Türen noch gute Gründe (Airbags, Seitenaufprallschutz), so sind überbordende Mittelkonsolen kaum sinnvoll. Die hintere Sitzbank wird i. d. R. ohnehin nur für 2 genutzt. Warum also diese Breiten? Weil es "sportlich geduckt" aussieht! Ein Marketingargument! Intelligente Autos, die mit Platz als Ressource sparsam umgehen, werden in Tests grundsätzlich mit Punktabzug bestraft. Natürlich hat das längere und breitere Auto innen (meist) mehr Platz, dafür ist es im engen Raum nur eingeschränkt zu bewegen. Aber: "Er fährt sich handlich wie ein Kleinwagen". Zusätzliche Zentimeter lassen sich nicht weg diskutieren. Im Parkhaus beim Aussteigen wird dies für jeden erlebbar![/SIZE]
[SIZE=2]Parkhäuser, Parkstreifen und -plätze, Straßen und Städte werden nicht auf wundersame Weise "wachsen". Plädieren Sie als die Fachzeitschrift schlechthin doch überlegter für bessere Raumausnutzung im Fahrzeugbau mit in der Folge wieder kürzeren und schmäleren Autos![/SIZE]
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Ergebnis 1 bis 10 von 66
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07.07.2009, 13:47 #1Frischling
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Autos zu breit für Parkhäuser (Heft 15)
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07.07.2009, 14:33 #2Meinungsmacher
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Gratuliere zu diesem Beitrag!
100% Zustimmung!
Ich habe dies schon mehrmals in meinen Beiträgen zur Sprache gebracht:
Es ist sachlich durch nichts zu begründen, dass jede Neuerscheinung auf dem Markt länger, breiter, höher und schwerer als der jeweilige Vorgänger wird (mit sehr wenigen Ausnahmen).
Ausser aus Design-Gründen und wegen vermeintlich notwendiger Ausstattungsgimmicks, von denen die wenigsten wirklich gebraucht werden!
Bestes Beispiel: der kürzlich vorgestellte neue Astra: gegenüber dem Vormodell ein Längenzuwachs über 20 cm und eine Breite (ohne Spiegel) von 1,86 m!!!!!
Warum werden die Autos nicht nach den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden entwickelt, sondern dienen als Spielwiese für die Designer?
Ich bin heilfroh, dass ich noch meinen Oldtimer bewegen kann (und ich tue dies immer öfter!), bei dem nichts vom Fahren ablenken kann, dieser eine perfekte Übersichtlichkeit bietet, mich trotz seines Alters zuverlässig von A nach B bringt, die Unterhaltskosten lächerlich gering sind und Wertverlust ein Fremdwort ist.
Auch ohne ABS, ESP und all die anderen Helferlein der Neuzeit habe ich nie das Gefühl der Unsicherheit.
Sicheres und vorausschauendes Fahren fängt im Kopf an. Wer das andere Ende der Kette - also die Auffangsysteme - als vorrangig betrachtet, ohne seinen Kopf zu benutzen, dem ist nicht zu helfen.
Denn auch in den 70ern waren Unfälle eher die Ausnahme als die Regel - wenn auch leider häufiger und mit schlimmeren Folgen!
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07.07.2009, 14:53 #3Aktivposten
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Gegen die großen Autos gibt es doch eine ganz einfache Lösung.
Wenn ein neues Auto gekauft werden muss, dann kauft man sich eben ein kleines Auto. Das den Ansprüchen genügt.
Anscheinend sagt manchen das Motzen und Jammern eher zu, als einfach zu handeln und vielleicht zum imageschwächeren kleineren Model zu greifen.
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07.07.2009, 15:53 #4Frischling
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[SIZE=2]Es ging mir beim Ausgangstext zunächst darum aufzuzeigen, dass sich vorhandene Parkhäuser, Garagen, Straßen und Städte nicht werden ändern lassen. Vielmehr müssen die Fahrzeuge sich den Gegebenheiten anpassen, umgekehrt geht es nicht. Der Artikel in Heft 15 geht deshalb an der Wirklichkeit vorbei.[/SIZE]
[SIZE=2]Ich würde auch gerne an moderner Sicherheits- und Komforttechnik partizipieren und insofern ein modernes Auto kaufen. [/SIZE][SIZE=2]Die jeweils nächst kleinere Modellreihe zu wählen, hilft nicht lange; bereits die untere Mittelklasse tendiert zu Fahrzeugbreiten über 1,85m. Zudem gibt es bestimmte Ausstattungsfeatures eben nur ab einer bestimmten Modellreihe; mit Status/Image hat das für mich nur am Rande zu tun[/SIZE]
[SIZE=2]Solange im Hinblick auf die Breite kein generelles Umdenken der Hersteller erfolgt, eben auch durch entsprechende Berichte in der Fachpresse, wird es zudem nichts nützen, selbst ein kleineres (meist nicht wirklich schmales) Auto zu kaufen. Dann kann lediglich der Nachbar im Parkhaus noch "formatfüllender" parken.[/SIZE]
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07.07.2009, 16:10 #5Meinungsmacher
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07.07.2009, 18:57 #6Meinungsmacher
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[SIZE=2]In der Tat sind es doch einige, die dieses Übel, Autos immer grösser zu bauen, anprangern. Alle die oben geschrieben haben, Portago, ich und viele, viele mehr.[/SIZE]
[SIZE=2][/SIZE]
[SIZE=2]Das man einfach das 'kleinere' Auto kaufen kann oder das, das vielleicht im Image-Bereich weniger gewichtig ist, kann heute fast nicht mehr durchgesetzt werden. Denn: Wer sich mal einen Polo anguckt, wie DER in die Breite gegangen ist, als ob die letzten 4 Weihnachten hängen geblieben sind und dies, OHNE es im Innenraum zu merken, da die Mehrbreite unten schon auf Höhe der Türgriffe aufgebraucht ist, weil die Kiste oben sogenannt 'dynamisch' zum Dach zuläuft, ist schon eine Wucht. [/SIZE]
[SIZE=2][/SIZE]
[SIZE=2]Das mit den Parkplätzen ist ja nur der Anfang. Denken wir das Spiel doch weiter: Da müssen in Zukunft an Verkehrsteilern die Steine oben abgeschliffen werden, weil sonst jeder 2. mit dem Schweller aneckt, da er vor 4 Jahren ja auch noch so vorbeifahren konnte ... Oder an der Tanke, dasselbe ... oder beim DriveIn werden wohl bald Förderbänder ... Hat jemand schon mal bei der E-Klasse den Abstand vom Sitz zum Schweller-Aussenrand gemessen? ganze 22 cm! Hey, und da sollen alte Loite mit Hüftgelenken von Sulzer ein- und aussteigen können? Wie denn, wenn man den Spagat beherrschen muss![/SIZE]
[SIZE=2][/SIZE]
[SIZE=2]Und dies alles, wie gesagt, ohne dass es im Innenraum nur spürbar mehr hätte. Nein, der Grund ist womöglich, dass damit nochmals 3 Zehntelsekunden um die Pylonen gefahren werden könnte und damit nochmals 2 Punkte in der Wertungstabelle gut gemacht werden könnte ...[/SIZE]
[SIZE=2][/SIZE]
[SIZE=2]Jungs von AMS: BENUTZT doch Eure Markt(cht)position mal und ruft die Hersteller zur Vernunft anstatt solch einen Scheiss abzudrucken. Ihr macht Euch komplett unglaubwürdig mit solchen Forderungen![/SIZE]
[SIZE=2]DER Ball gehört an die Industrie zurückgespielt. Aber klar, die bezahlt ja die Werbung, der Staat nicht ... also weiterhin den Staat in die Verantwortung rufen![/SIZE]
[SIZE=2]Gut gemacht, SEHR gut![/SIZE]
[SIZE=2][/SIZE]
[SIZE=2]Sitzen, 6![/SIZE]
[SIZE=2][/SIZE]
[SIZE=2]Gruss[/SIZE]
[SIZE=2][/SIZE]
[SIZE=2]Sam[/SIZE]
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07.07.2009, 19:09 #7Frischling
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Es isrt also einfacher, die Kunden dazu zu bewegen, schmalere Autos zu kaufen, als die Markierungen in Garagen auf die Gegebenheiten anzupassen? Ihr seht, dass die Autos zu breit sind (in allen Klassen wohlgemerkt), und zieht nicht die Schlussfolgerung, dass es dann sinnvoll wäre alte Vorschriften anzupassen, damit es zu den Parkplätzen passt? Kann man natürlich machen. Es ist ja auch einfacher, mal schnell das Käuferverhalten zu ändern.
Was fahrt Ihr eigentlich?
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07.07.2009, 21:34 #8Aktivposten
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Die Fahrzeugbreite ist das Problem, nicht die Normen oder nicht angepasste Parkhäuser.
Wir machen die Autos immer breiter, obwaohl es immer weniger Familien gibt, bei denen das Auto auch als Fünfsitzer genutzt wird. Und 2 Leute nebeneinander geht auch auf 1,60m Breite.
Die ausufernde Fahrzeugbreite vergrößert ja auch den Luftwiderstand und das Gewicht.
Also sollten wir alle anfangen, wieder schmalere Autos zu fordern. Das fängt auch bei der Wahl der Reifen an. Wer unbedingt auf 245ern in seinem Mittelklassewagen fahren muss, muss sich nicht wundern, wenn die Radkasten auch immer breiter ausgeformt werden müssen.
Gruß
Markus
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07.07.2009, 21:53 #9Frischling
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Nur leider gibt es eben fast keine schmalen Autos mehr. Schon gar nicht solche, die auch für Familien taugen...
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08.07.2009, 00:36 #10Aktivposten
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Wem der Polo zu groß ist, der kann ja dann auch eine Klasse kleiner beim Fox fündig werden, oder zu einem anderen Hersteller wechseln. Dann merkt der Hersteller vielleicht das er am Markt vorbei entwickelt, wenn die Fahrzeuge trotzdem Gekauft werden ist es dem Hersteller doch egal.
Durch die Entscheidung mit dem Geldbeutel kann man viel mehr bewirken als eine "kleine" nationale Autozeitschrift, aber so sind wir Deutschen halt, man sollte selber Handeln und nicht nach Regelung der Oberen heulen oder noch besser ein anderer bemüht sich dann ist man aus der Schuld.
PS: Eine Liste kleiner Familienautos, die mir spontan einfallen.
Skoda Fabia Kombi/Roomster, Suzuki Splash, Renault Modus, Clio Grandtour, Nissan Note, Opel Meriva, Peugeot 207 SW, Dacia Logan MPV, Mini Clubman (?)
Wenn man hingegen den Golf schon als Kleinwagen einstuft findet man noch mehr, aber dieses zeigt dann ohnehin von Realitätsverlust dieser war auch früher schon kein Kleinwagen.


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