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  1. #1

    Ausrufezeichen Unverhohlene Freude macht sich breit!

    Nun ist auch das 2017er 24std.-Rennen von Le Mans vorbei und hätte beinahe mit einem handfesten Knall geendet!

    Da zerbröselten die irrwitzig teuren, extrem komplexen und offenbar technisch kaum noch beherrschbaren LMP 1-Fahrzeuge der arrivierten Hersteller nach und nach im Rennen und das Team eines Action-Darstellers hätte diesen fast eine Nase gedreht.

    Wie geht denn das, fragt sich der verdutzte Zuschauer?

    Nun es geht ganz einfach, indem man den sündhaft teuren, hochkomplexen Mist weglässt und ein gerade noch finanzierbares Racing anbietet.

    Das neue Reglement der LMP2-Fahrzeuge besagt nämlich genau das.

    Im Gegensatz zu den multihybridisierten, millionenteuren Technikträgern von Porsche und Toyota, haben diese vier zur Auswahl stehende Carbonmonocoques ( zwei französiche, Oreca+Onroak, ein us-amerikansiches, Riley-Multimativ und ein italienisches von der Firma, die auch für den 4C von Alfa selbiges "bäckt", nämlich Dallara).
    Dazu die Maßgabe, dass die Fuhre ohne Motor nicht mehr als 480.000.- Teuronen kosten darf und einen indirekt einspritzenden Einheits-Saugmotor mit mindestens 600 PS von Gibson/Zytek mit Cosworth-Elektronik verbaut hat!

    Dazu dürfen diese 25 ltr. mehr Tankkapazität gegenüber den LMP1-Rennwagen haben, sind aber auch 50 kg schwerer, aber nun kommt's.
    Durch die Rekuperation sind die LMP1-Fahrzeueg auf den geraden langsamer, ja am Ende langer Geraden sogar deutlich langsamer, da man dann aus Gründen der Aufladung der elektrischen Speicher "segelt", nur damit man dann mit Dampf und den zusätzlichen Mj so richtig beschleunigen kann.
    Wie uninteressant ist das denn eigentlich?
    Will der Zuschauer so etwas sehen?

    Ich gönne Porsche den Sieg aufrichtig, die Jungs haben dafür schwer geschuftet, jedoch bleibt ein Gschmäckle, denn Aufwand und Ergebnis hätten sich beinahe im Weg gestanden.
    Erst in der letzten Runde hat der Porsche mit der Nr. 2 den Jacky Chan-Oreca-LMP2 überholen können, das wäre fast noch richtig schief gegangen.
    Toyota ist regelrecht versunken und so sind außer dem Porsche "nur" LMP2-Fahrzeuge auf den vorderen Plätzen zu finden,, die LMP1 haben sich regelrecht suizidiert!

    Allerdings war der neue 2017er Porsche 911 RSR mit dem umgedrehten "Pseudomittelmotor" in d er GT-Pro-Klasse eigentlich chancenlos, selbst der "alte" Aston Martin Vantage ließ ihm keine Chance und das obwohl über die BoP der Porsche in letzter Minute noch einige Boni bekam, das war für eine Firma wie Porsche eher beschämend.
    Die Ferrari 488 GTB, die Corvette C 7 R und der neue Ford GT 40 haben am Ende auch nichts gewonnen, waren aber wenigstens über weite Strecken deutlich die Schnellsten, was man vom Porsche nicht sagen konnte.

    Man kann daraus ersehen, dass Motorsport nicht überkomplex sein muss, um sehenswert zu sein, das neue LMP2-Reglement jedenfalls geht eindeutig in die richtige Richtung und Porsche muss sein GT-Konzept überdenken!

    Angenehm berüherter Gruß

    Manetto
    --------Ablenkung kann Ableben bedeuten - auch Tippen tötet - ebenso die "Virtual Reality!--------

  2. #2

    Standard

    Lieber Manetto,

    heute wäre es fast soweit gekommen, dass zum ersten Mal in der 85-jährigen Geschichte des 24h-Rennens von Le Mans ein LMP2-Fahrzeug den Gesamtsieg errungen hätte. Bei nur noch fünf verbliebenen Startern in der LMP1-Klasse ist das allerdings kein ganz so großes Wunder, wie es zunächst den Anschein hat. Diese Rennautos sind einfach wie von Dir bereits erwähnt übertechnisiert und tragen somit bei so einem Langstreckenrennen ein enormes Ausfallrisiko schon vom Start weg mit sich. Porsche und Peugeot hoffen daher, dass es 2018 wieder mehr Werksteams in der LMP1 geben wird und sich u.a. die Gerüchte um den Einstieg von BMW bewahrheiten.

    Sehr interessant fand ich die Aussage des Porsche-Verantwortlichen Ensinger, dass man den 919 Hybrid mit der Startnummer 1 wegen Temperaturproblemen an einem der E-Motoren aus dem Rennen nehmen musste. Diese waren zuvor weder an dieser Stelle des Motors noch während der dreißigstündigen Tests jemals aufgetreten. Gab es hier im Forum nicht mal das Gerücht, dass E-Motoren eigentlich überhaupt keine Kühlung benötigen? Das hätte man mal den Porschejungs klarmachen sollen, die sich hier wegen ein bisschen zuviel Temperatur anstellen wie die Primadonnen...

    Gruß

    C111

  3. #3

    Standard

    Nun ist es doch 'raus, lieber "C111",

    die Sache mit dem E-Motor!
    Ich hatte mir den Hinweis in diesem Zusammenhang verkniffen, da auch der Verbrenner Öldruckprobleme hatte, also beide Antriebsvarianten überfordert gewesen waren und ich dem Vorwurf entgehen wollte, den Thread nur als Vehikel zum E-Bashing zu "missbrauchen"!

    Anlässlich dieses Kommentars möchte ich auch klarstellen, dass ich nicht für die komplette Vereinheitlichung der Komponenten solcher Rennfahrzeuge bin - so wie es absurd überhöht in der DTM geschieht - sondern für die Vereinfachung der Technik als solcher.
    Das agonale Prinzip lebt nämlich keineswegs von der Kompliziertheit des Reglements und der Technik, sondern von den Fähigkeiten der Ingenieure und Fahrer aus den Vorgaben das Maximum herauszuholen.

    Die Tatsache, dass nur sechs LMP1-Fahrzeuge in der Nennliste auftauchten, zeigt doch, dass dieses Modell nicht mehr greift.
    Nun hat man auch noch das Reglement bis 2023 auf die fakultativen Doppelhybride mit mehreren "Mj-Klassen" festgenagelt, da wird also keine Besserung eintreten.
    Es werden deshalb auch eher weniger Hertseller kommen - geht das überhaupt noch?!?
    Um sich wie Toyota ständig vorführen zu lassen, muss man keine dreistelligen Millionenbeträge für Le Mans investieren, die werden allmählich die Lust verlieren.
    Porsche hatte übrigens in die diesjährigen Fahrzeuge nur noch ein Einfachhybridsystem verbaut, was auch sehr bemerkenswert ist und viel zur kaum noch beherrschbaren Komplexizität des Gesamtkonzeptes aussagt.

    Effizienz oder Umweltfreundlichkeit kann ich übrigens deshalb trotzdem nicht erkennen, denn für ein paar Sekunden auf einer Runde muss man exponentiell investieren, sowohl in die Tehcnik selbst, als auch effizienzmäßig Abstriche machen.
    Die 4.2 ltr-Saugmotoren sind nämlich sehr effizient.
    Man müsste einmal wissenschaftlich korrekt eine Formel erstellen, die darlegt, wie hoch der Energeieinsatz ist, um eine Sekunde in Le Mans pro Runde schneller sein zu können.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es da ein böses Erwachen gäbe.
    Für den Zuschauer hingegen ist es völlig irrelevant, ob das Auto die letzten paar hundert Meter "segelt", oder der Fahrer beim V8-Sauger auf dem Gas bleibt.
    Der Zuschauer möchte Zweikämpfe sehen, die gab es vor allem im GT-Bereich!

    Insofern war das diesjährige Le Mans - GsD ohne schlimme Unfälle mit Verletzten oder gar Toten - ein schönes Lehrstück!


    Gelernter Gruß

    Manetto
    --------Ablenkung kann Ableben bedeuten - auch Tippen tötet - ebenso die "Virtual Reality!--------

  4. #4

    Standard

    P.S.

    Es ist richtig, dass BMW nächstes Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die WEC, also die Langstreckenweltmeisterschaft zurückkehrt, aber nicht in der LMP-, sondern in der GTE-Klasse, also der GT-Klasse, die irgendwie auf dem GT 3-Klassement basiert, aber noch etwas freizügiger ist und von reinen Profis pilotiert wird!
    Wenn die LMP1-Klasse so weitermacht, ist das ein Auslaufmodell, wie damals die Gruppe 5!

    Das Prozedere soll nämlich der neue M8 richten.

    Der aktuelle M6 GT 3 hat in der Rennversion 625 kg gegenüber dem Serienmodell abgespeckt, ein Bentley GT 3 sogar eine ganze Tonne, dank der idiotischen Balance of Performance (BoP), sodass es für einen großen Hersteller kein Problem ist, aus einem adipösen Boulevardracer einen echten Racer zu zimmern!
    --------Ablenkung kann Ableben bedeuten - auch Tippen tötet - ebenso die "Virtual Reality!--------

  5. #5

    Standard

    Lieber Manetto,

    wo soll denn das Problem sein, wenn man lediglich der Wahrheit die Ehre gibt?

    Die Information zu dem überhitzten E-Motor stammt schließlich von Fritz Ensinger persönlich, seines Zeichens bei Porsche für die LMP1-Fahrzeuge verantwortlich. Er war gerade zufällig live im TV-Studio, als ich in die Übertragung des 24h-Rennens von Le Mans zappte und dachte, dass ich meinen Ohren nicht trauen könnte. Ein Temperaturproblem bei einem E-Motor, der doch angeblich nicht mal eine Kühlung benötigt?! Die Hersteller betreiben eine sehr aufwändige Vorbereitung inkl. mehrerer Tests, die deutlich über 24 Stunden andauern. Dabei ist dieses Problem in dieser Form und an der betroffenen Stelle niemals aufgetreten, sondern erst im Rennen.

    Es sieht in der Tat so aus, als ob die Hersteller damit meine These bestätigen, dass die Hybride letztlich technischer Unfug sind, der nur in der Theorie und auf Prüfständen zu den gewünschten Ergebnissen führt.

    Bei den GT-Klassen konnte man ein richtiges Rennen beobachten, das dieses Jahr sogar spannend bis in die Schlußrunde war. Von der Spannung abgesehen haben mich schon immer die Rennwagen am meisten interessiert, die optisch zumindest noch ein bisschen etwas mit den Autos gemeinsam haben, denen man auch im öffentlichen Straßenverkehr begegnen kann.

    Gruß

    C111

  6. #6
    Gesperrt
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    515

    Standard

    Korrekt: Die Leute wollen Zweikämpfe sehen und Fahrerwettstreit...(und Carrambolgagen wie bei den GT,
    und natürlich auch den Wettstreit der Inschénöre um das technisch Machbare, last not least als Visitenkarte und Bedingung für den Einstieg der Hersteller (win on sunday...), genau wie in der F1.

    Alles gut also, und mal wieder nix als das übliche E-Bashing...

  7. #7

    Standard

    Zitat Zitat von coup d_oeil Beitrag anzeigen
    Korrekt: Die Leute wollen Zweikämpfe sehen und Fahrerwettstreit...(und Carrambolgagen wie bei den GT,
    und natürlich auch den Wettstreit der Inschénöre um das technisch Machbare, last not least als Visitenkarte und Bedingung für den Einstieg der Hersteller (win on sunday...), genau wie in der F1.

    Alles gut also, und mal wieder nix als das übliche E-Bashing...



    Wo genau war jetzt das sogenannte "E-Bashing"?

    Meinst Du Ensinger hätte sich selbst gebasht, also quasi ein freudiges, masochistische Eigenbashing begangen?
    Verlierst Du nun endgültig die Contenance?

    Grußarm

    Manetto
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  8. #8

    Ausrufezeichen

    Geht man, lieber "C111",

    tief in die Historie der Langstreckenweltmeisterschaft, also bis zu deren Vorgängerin, der "Markenweltmeisterschaft" der 60er und 70er Jahre, stellt man erstaunt fest, dass es da Jahre gab, in denen unzählige Marken in der Hauptklasse, also den Prototypen, vertreten waren, alphabetisch: Alfa Romeo, Chaparral, Ferrari, Ford, Ligier, Lola, March, Matra, McLaren, Porsche, Shadow etc. und das bei fast jedem Rennen, somit auch in Le Mans!
    Das müsste man sich heute einmal vorstellen, da starten zwei Hersteller und dann fallen diese auch noch mehr oder weniger aus und werden beinahe am Ende von einem "Simplicissimus-Fahrzeug" düpiert!
    Damals völlig unvorstellbar, allein wegen der Anzahl der Starter und deren technischer und leistungsmäßiger Überlegenheit!


    Seminostalgischer Gruß

    Manetto
    --------Ablenkung kann Ableben bedeuten - auch Tippen tötet - ebenso die "Virtual Reality!--------

  9. #9
    Gesperrt
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    Zitat Zitat von Mmanetto-X Beitrag anzeigen
    Verlierst Du nun endgültig die Contenance?

    Grußarm

    Manetto
    Nicht doch, weshalb? Weder dies, noch erkläre ich den Mods, wie man ein Forum zu führen hat, noch erkläre ich zum 105. Mal meinen endgültigen Rückzug

  10. #10

    Daumen runter

    Zitat Zitat von coup d_oeil Beitrag anzeigen
    Nicht doch, weshalb? Weder dies, noch erkläre ich den Mods, wie man ein Forum zu führen hat, noch erkläre ich zum 105. Mal meinen endgültigen Rückzug

    Da wiederhole ich mich doch gern und zitiere mich selbst aus dem "Assistenz-Schrott-Thread":


    Deine Einlassungen werden stetig infantiler!

    Manetto
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