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GP England

Formel 1 Strecke Deutschland England Foto: ams

Bereits 1948 fand auf dem ehemaligen Militärflugplatz nahe das erste Grand Prix-Rennen statt. Seit 1987 wird im „Home of British Motorsport“ jährlich der britische GP ausgetragen.

In Silverstone fand 1950 der erste Formel 1-Lauf überhaupt statt. Mit dem alten Layout hat der mehrfach umgebaute Kurs auf dem ehemaligen Militär-Flugplatz aber nicht mehr viel gemeinsam. Obwohl über die Jahre immer mehr Kurven eingefügt wurden, gehört Silverstone nach wie vor zu den schnellsten Rennstrecken des Formel 1-Kalenders. Im Rundenschnitt sind die Piloten mit 217 km/h unterwegs.

Vor allem die vielen fließenden Kurvenkombinationen machen Silverstone zu einem Highlight für Fans und Fahrer. Die Abfolge Copse, Maggotts und Becketts, die mit deutlich über 250 km/h absolviert wird, verlangt von den Piloten Mut und ein gut abgestimmtes Auto. Auch für die Reifen sind die hohen Kurvengeschwindigkeiten gepaart mit dem sehr rauen Asphalt eine Herausforderung. Pirelli bringt deshalb mit den Mischungen "medium" und "hart" die widerstandsfähigste Kombination.

Fast Facts:

Streckenlänge: 5,891
Durchschnittstempo: 217 km/h
Top-Speed: 309 km/h
Höchste Querbeschleunigung: 3,5 g
Längste Vollgaspassage: 13 Sekunden
Anteil der Bremsphasen an der Rundenzeit: 11 Prozent
Anteil der Geraden an einer Runde: 46 Prozent
Anzahl der Gangwechsel pro Runde: 46
Vollgasanteil auf einer Runde: 61 Prozent
Geringste Geschwindigkeit: 85 km/h (Kurve 4)
Höchste Kurvengeschwindigkeit: 300 km/h (Kurve 10)
Distanz von der Startlinie bis zur ersten Kurve: 420 Meter
Spritverbrauch: 2,55 Liter/Runde/ 62 Liter/100km
Zeitverlust pro 10 Kilo Zusatzgewicht: 0,39 Sekunden
Reifenverschleiß: 4/5
Bremsbelastung: 1/5

Das Setup:

Nach dem schnellen Rennen in Kanada können die Ingenieure auch in England beim Abtriebslevel etwas nach unten gehen. Ganz flach werden die Flügel aber nicht gestellt. In Silverstone kommt es vor allem auf die aerodynamische Effizienz an. Die Formel lautet: möglichst viel Abtrieb bei möglichst wenig Luftwiderstand. Ein stabiles Auto bringt in den schnellen Kurven Rundenzeit. Vor allem die Vorderachse muss auf dem Asphalt kleben. Untersteuern können die Piloten beim Richtungswechsel in den Highspeed-Passagen überhaupt nicht gebrauchen.

Um die aerodynamische Stabilität zu verbessern, wählen die Ingenieure meist ein straffes und tiefes Fahrwerk. Der Faktor Federweg für eine gute Traktion oder das Überfahren von Kerbs ist eher unwichtig. Interessant wird es beim Thema KERS: Mangels harter Bremsmanöver auf dem runden Kurs, ist es nicht einfach die Batterien immer auf den optimalen Ladezustand zu bringen. Die kühlen Temperaturen machen es für die Piloten zudem schwierig, die Bremsen auf Temperatur zu halten.

Wegen den vielen schnellen Kurven ist die Bremsbelastung geringer als auf anderen Strecken. Dafür sind der Vollgas-Anteil mit 64 Prozent und der Abtriebslevel relativ hoch. Seit dem Einstieg von Lewis Hamilton in die Königsklasse konnte die Veranstalter vom British Racingd Driver Club (BRDC) jährlich ein ausverkauftes Haus vermelden. Trotzdem plagen die Engländer Geldsorgen, da der Staat das F1-Wochenende finanziell nicht unterstützt.

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