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GP Ungarn

Formel 1 Strecke 2010 Ungarn Foto: ams

Der Hungaroring wird wegen seiner vielen engen Kurven und wenigen Überholmöglichkeiten oft als Mickey Mouse-Kurs kritisiert. Für die Fahrer gibt es auf dem 4,38 Kilometer langen Kurvengeschlängel allerdings viele Möglichkeiten, Fehler zu machen.

Seit 1986 gastiert der Formel 1-Zirkus jährlich auf der Strecke nordöstlich von Budapest. Früher war der Ungarn GP das einzige Formel 1-Rennen hinter dem eisernen Vorgang. Entsprechend pilgerten viele ostdeutsche und polnische Rennfans an die Strecke. Heute sind vor allem die finnischen Fahnen in der Überzahl.

Seitdem die Zielgerade 2002 um rund 200 Meter verlängert wurde, erreichen die F1-Boliden vor der ersten Kurve knapp 300 km/h. In der folgenden Spitzkehre folgt auch schon der langsamste Punkt, wo die Piloten auf unter 80 km/h zusammengestaucht werden. Hier wird das erste von insgesamt fünf Malen in den zweiten Gang geschaltet.

Im Mittelteil wechseln sich schnelle und langsame Kurven ab. Bevor es wieder auf die Zielgerade geht, folgt noch ein drei sehr langsame Kehren. Um am Ende von Start-Ziel eine kleine Chance auf ein Überholmanöver zu haben, muss man hier nah am Gegner sein und früh beschleunigen.

Vom Setup her bietet der Ungarn GP viele Extreme. Das Grip-Niveau ist hoch, genau wie der Bremsen-Verschleiß. In den engen Kurven ist vor allem Abtrieb gefragt. Viele Teams übernehmen als Ausgangsbasis ein nur leicht verändertes Monaco-Setup. Wie Bernie Ecclestone im Laufe der Saison 2008 bestätigte, soll die F1 noch bis 2016 den Ungarn GP im Programm halten.

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