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Heikki Kovalainen

Heikki Kovalainen Foto: Wolfgang Wilhelm

Heikki Kovalainen führt die Tradition erfolgreicher Finnen in der Formel 1 fort. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern blieb der ganz große Durchbruch bislang allerdings noch aus.

Heikki Kovalainen, der aus dem nur schwer auszusprechenden Ort Suomussalmi stammt, startete seine Rennsportlaufbahn wie so viele im Kartsport. Nach zehn Jahren Lehrzeit in den kleinen Flitzern stieg Kovalainen 2001 in die britische Formel Renault ein, die er als Vierter beendete.

Renault wurde dabei auf den jungen Finnen aufmerksam und nahm das Talent in das Nachwuchsprogramm auf. 2002 wechselte Kovalainen in die britische Formel 3, die er als Dritter mit dem Titel "Rookie des Jahres" abschloss. Nach zwei Jahren in der Nissan World Series gelangte der Finne 2004 erstmals ins Rampenlicht, als er beim Race of Champions in Paris sowohl Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb als auch F1-Rekordsieger Michael Schumacher im direkten Duell schlagen konnte.

Im Jahr darauf wechselte Kovalainen in die neue GP2-Serie, wo er direkt das Premierenrennen für sich entscheiden konnte. Am Ende des Jahres landete das finnische Talent hinter Nico Rosberg auf Rang zwei der Meisterschaft. Parallel arbeitete der Youngster als Testpilot beim Renault-Team, was sich 2006 zum Fulltime-Job entwickelte.

Formel 1-Einstieg bei Renault

Nach dem Abgang von Fernando Alonso zu McLaren erhielt Kovalainen 2007 endlich ein Cockpit als Stammfahrer. Dank einer starken zweiten Saisonhälfte konnte er am Ende sogar seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella mit 30 zu 21 Punkten hinter sich lassen. Beim drittletzten Saisonrennen gelang mit Rang zwei der erste Podiumsplatz, in der Endabrechnung wurde der Finne Siebter.

Der erfolgreiche Einstieg in die Königsklasse blieb nicht unbeobachtet. Als McLaren-Mercedes in der Winterpause einen Ersatzmann für Fernando Alonso suchte, entschied man sich schließlich für Kovalainen. Als zweiter Mann neben Lewis Hamilton konnte der Youngster allerdings nie richtig aus dem Schatten seines Teamkollegen herausfahren. Highlight der Saison 2008 war immerhin der erste Grand Prix Sieg in Ungarn, mit dem sich Kovalainen als 100. GP-Sieger in die Geschichtsbücher eintrug.

Auch im Jahr 2009 war Kovalainen nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Während Lewis Hamilton sogar zwei Siege für die Silbernen erzielte, blieb Kovalainen nur Platz zwölf in der Endabrechnung. Zwar konnte er Mitte der Saison mal regelmäßig punkten, seinen Stammplatz bei McLaren war er für die kommende Saison aber trotzdem los.

Wechsel zu Lotus

Bei Lotus fand der fliegende Finne ein neues Zuhause. Der Rennstall mit dem bekannten Namen kehrte 2010 in die Formel 1 zurück und suchte nach erfahrenen Piloten. Wie zu erwarten war, konnte das neue Team in der ersten Saison nicht mit der etablierten Konkurrenz mithalten. Im Mittelpunkt stand Kovalainen aber trotzdem gleich zwei Mal: In Valencia hatte er einen kleinen Anteil am spektakulären Crash von Mark Webber. In Singapur sorgte er für eine spektakuläre Einlage, als er mit dem brennenden Lotus um die Strecke kurvte und das Auto anschließend selbst löschte.

Auch in der zweiten Saison bei Lotus musste Kovalainen auf WM-Punkte verzichten. Zwar kamen die Autos etwas näher an das Mittelfeld heran, der ganz große Durchbruch ließ aber weiter auf sich warten. Obwohl es meist um die Plätze im Hinterfeld ging, konnte Kovalainen einige Glanzpunkte setzen. Das Duell mit Teamkollege Jarno Trulli gewann er souverän. Von Teamchef Tony Fernandes gab es nach der Saison nur lobende Worte.

Seit 2012 firmiert das alte Lotus Team unter dem Namen Caterham. In der dritten Saison ist Kovalainen mittlerweile das Gesicht des Rennstalls geworden. Jetzt fehlt nur noch der Durchbruch auf der Rennstrecke.

(Stand: 01/2012)

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