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Jenson Button

Jenson Button Foto: xpb.cc

Jenson Button musste viele Jahre auf den Durchbruch warten. Die britischen Fans sahen in ihm lange einen neuen Damon Hill. Doch erst 2009 gewann er nach einer ausgiebigen Durststrecke endlich den Weltmeistertitel in der Formel 1 mit Brawn GP. Seit 2010 fährt er für McLaren.

Wie bei den meisten Formel 1-Piloten begann die Karriere von Jenson Button hinter dem Lenkrad eines Karts. Schon mit 8 Jahren startete der aus einer Motorsportfamilie stammende Brite seine Rennlaufbahn, die mit zahlreichen Jugend-Meisterschaften erfolgreich seinen Anfang nahm.

Im Alter von 18 Jahren wechselte das Talent dann in die nationale Formel Ford, die er auf Anhieb für sich entscheiden konnte. Der rasante Aufstieg wurde 1999 in der britischen Formel 3 fortgesetzt, die er als Dritter mit dem Titel 'Rookie des Jahres' beendete. Nach nur zwei Jahren in den Nachwuchs-Formel-Klassen waren bereits einige Formel 1-Teams auf den jungen Jenson Button aufmerksam geworden.

Williams erste Formel 1-Station für Jenson Button

Nach Tests für McLaren und Prost öffnete sich plötzlich bei BMW-Williams eine Tür. Als Ersatzmann von Alessandro Zanardi musste sich Jenson Button in einem Shootout gegen den Brasilianer Bruno Junqueira durchsetzen. Jenson Button gewann das Duell und feierte im März 2000 als damals jüngster Brite aller Zeiten sein Debüt in der Königsklasse.

In seinem ersten Rennen konnte sich der Engländer bereits auf Rang drei vorarbeiten, musste auf einem Punkteplatz allerdings elf Runden vor Rennende mit Motorenproblemen aufgeben. Mit sechs Punkteplatzierungen bis Saisonende konnte Jenson Button die hohen Erwartungen der britischen Medien leider nicht ganz erfüllen. Im teaminternen Duell musste er sich zudem deutlich Ralf Schumacher geschlagen geben.

Formel 1-Aufstieg mit Renault und BAR

In der darauf folgenden Saison wechselte Jenson Button zum Benetton. Mit unterlegenem Material konnte der neue Schützling von Flavio Briatore allerdings nur ein Mal in die Punkte fahren. In der Formel 1-Saison 2002 lief es bereits deutlich besser. Das mittlerweile von Renault übernommene Team stellte dem Briten ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung, mit dem Jenson Button 14 WM-Zähler einfahren konnte.

Nach der Verpflichtung von Fernando Alonso heuerte Jenson Button 2003 beim BAR-Team an, wo er Olivier Panis ersetzte. Nach einem guten ersten Jahr auf Rang neun folgte in der zweiten Saison bei BAR der Durchbruch. Mit einem sehr konkurrenzfähigen Auto fuhr Jenson Button 2004 auf Rang drei in der Meisterschaft. In Malaysia landete er dabei erstmals auf dem Podium, in Imola feierte der Brite die erste Pole Position für sich und das Team.

Jenson Button: Erster Sieg in Grand Prix Nr. 113

Trotz eines bereits unterschriebenen Vertrags bei Williams musste Jenson Button auch 2005 bei BAR bleiben. Nach einem schwachen Start häuften sich in der zweiten Saisonhälfte die Punkteplätze und der Brite beendete das Jahr auf Rang neun in der Meisterschaft. 2006 übernahm Motorenlieferant Honda den Rennstall komplett und verlängerte den Vertrag von Button.

Bei seinem 113. Start in Ungarn gelang dem ewigen Talent dann auch endlich der große Coup: Trotz einer Rückversetzung um zehn Startplätze fuhr der Engländer im Regen von Budapest von Startplatz 14 zu seinem ersten Grand Prix Sieg. Dank zwei weiterer Podiumsplatzierungen in Malaysia und Brasilien konnte der sechste Platz in der Endabrechnung als Erfolg verbucht werden.

Lange Durststrecke mit Honda

2007 und 2008 nahm die Formkurve von Jenson Button und Honda einen steilen Knick nach unten. Trotz der Verpflichtung von Ross Brawn als neuem Teamchef konnten die Piloten mit unterlegenem Material nur selten um Punkteplätze kämpfen. Mit drei WM-Zählern landete Button 2008 auf einem enttäuschenden 18. Platz im Gesamtklassement.

Als Honda in der Winterpause vor der Saison 2009 den Rückzug aus der Formel 1 bekanntgab, musste der Brite lange um den Verbleib in der Königsklasse zittern. Doch vier Wochen vor dem Auftakt in Melbourne gab der japanische Autokonzern endlich das O.K. zur Übernahme des Teams durch Ross Brawn.

Button krönt sich zum Formel 1-Champion 2009

Brawn GP machte aus der zunächst chaotischen Situation mehr als das Beste: Jenson Button sicherte sich bereits im ersten Jahr des Teams den Fahrer-Weltmeistertitel und gemeinsam mit Teamkollege Rubens Barrichello den Konstrukteurstitel. Statt bei Brawn GP zu bleiben, suchte Button am Ende der Saison allerdings eine neue Herausforderung und wechselte zu McLaren-Mercedes.

Bei seinem neuen Team konnte er zunächst nicht an den Erfolg des Weltmeisterjahres 2009 anknüpfen. Dabei sah es in der ersten Saisonhälfte gar nicht so schlecht aus für den Routinier. Mit Siegen in Australien und China stürmte er früh an die WM-Spitze. Im weitere Verlauf des Jahres verlor er aber immer öfter das Duell gegen Teamkollege Lewis Hamilton. Am Ende reichte es nur zu Platz fünf in der WM-Wertung.

Button gewinnt 2011 McLaren-Teamduell

Das zweite McLaren-Jahr verlief da schon deutlich besser. Während sich Hamilton mit Fehlern und Kollisionen auf und neben der Rennstrecke ins Abseits beförderte, konnte Button auch seine letzten Kritiker überzeugen. Der dramatische Sieg in Kanada wird den Fans wohl noch lange in Erinnerung bleiben, als er auf feuchter Strecke vom letzten Platz zum Sieg stürmte. Trotz insgesamt drei Saisonerfolgen musste sich Vizemeister Button am Ende deutlich gegen Sebastian Vettel geschlagen geben.

Die Saison 2012 begann erneut vielversprechend. Doch nach dem Sieg in Melbourne kam lange nichts. Button verhedderte sich mit dem Reifen und im Setup-Wirrawarr. Zur Sommerpause war der WM-Zug längst abgefahren. Erst in der zweiten Hälfte kam der Routinier wieder in Schwung. Der Sieg beim Finale in Sao Paulo konnte die Enttäuschung über WM-Rang fünf aber nicht lindern.

Und wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, dann kommt eine Saison wie 2013 um die Ecke. Die Ingenieure stellten den Piloten ein Auto zur Verfügung, mit dem man keinen Blumentopf gewinnen konnte. Mehr als eine Sekunde fuhren Button und sein neuer Teamkollege Sergio Perez hinterher. Erst mit dem 4. Platz beim Saisonfinale in Sao Paulo gab es einen Höhepunkt. Von Siegen und Podiumsplätzen konnte Button sonst nur träumen.

Schicksalsschlag in der Winterpause

Schlimmer als jede Niederlage auf der Strecke war für den sympathischen Briten allerdings der plötzliche Tod von Vater John Button in der Winterpause. Der ehemalige Rallye-Pilot hatte die Karriere des Sohnemanns stets gefördert und war regelmäßig bei den Rennen vor Ort. Seitdem muss Button Jr. ohne die Unterstützung des Seniors auskommen.

Den Leistungen auf der Strecke tat das allerdings keinen Abbruch. Gegen den als Jarhunderttalent angepriesenen Youngster Kevin Magnussen setzte sich der Routinier 2014 souverän durch. Große Erfolge blieben allerdings mit einem unterlegenen McLaren aus. Mehr als Platz 8 in der Endabrechnung war nicht drin für JB.

Nach der Saison sah es lange so aus, als müsse sich Button aus der Formel 1 verabschieden. Der drohende Rauswurf bei McLaren löste eine große Welle der Solidarität unter der Fans aus. Schließlich entschieden sich die McLaren-Bosse nach langer Bedenkzeit doch dazu, auch 2015 mit dem Routinier weiterzumachen.

Statt mit Rookie Magnussen bekam es Button nun mit dem zweifachen Weltmeister Fernando Alonso im teaminternen Duell zu tun. Entgegen aller Prognosen setzte sich der Brite auch dieses Mal durch - wenn auch nur knapp. Der kleine Erfolg konnte die Enttäuschung über die fehlende Konkurrenzfähigkeit des Autos allerdings nicht verdrängen. Mit dem neuen Honda-Motor war McLaren nicht konkurrenzfähig. Dem Triebwerk fehlte es an Power und Zuverlässigkeit.

Am Piloten lag die magere Punkteausbeute von 16 Zählern nicht. Deshalb verlängerte McLaren mit dem Engländer kurz vor Saisonende um ein weiteres Jahr für 2016.

(Stand: 01/2016)

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