Das Karosseriebauunternehmen Karmann wurde 1901 gegründet und gab einer der schönsten Käfer-Variationen seinen Namen: Karmann Ghia. 2009 muss das Osnabrücker Unternehmen wegen ausbleibender Aufträge Insolvenz anmelden.
Zunächst fertigt das Unternehmen Aufbauten und Karosserien in Auftragsarbeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg intensivieren Wilhelm Karmann junior und Volkswagen ihre Zusammenarbeit. Erstes Ergebnis ist der Karmann Ghia auf Basis des VW Käfer. Das Coupé wird ab 1955 gebaut und läuft in mehr als 440.000 Exemplaren bis 1974 vom Band - wahlweise als Coupé und Cabriolet.
Diese beiden Karosserieformen sind auch später die Spezialität von Karmann. So entstehen in Osnabrück die Cabriolets von VW Käfer und Golf sowie die beiden sportlichen Coupés Scirocco und Corrado. Doch Karmann fertigt auch im Auftrag von 15 anderen Herstellern Fahrzeuge. Für BMW die 6er-Reihe, für Daimler-Chrysler Mercedes CLK und Chrysler Crossfire, für Audi die offenen 80- und A4-Modelle.
18. Januar 2012 – Im Insolvenzverfahren um den früheren Cabrio-Spezialisten Karmann hat der Gläubigerausschuss den Insolvenzverwalter damit beauftragt, gegen die damalige Geschäftsführung Klage einzureichen.
22. August 2011 – Der Streit um Geld zwischen dem Insolvenzverwalter des Cabriobauers Karmann und den früheren Karmann-Eigentümern beschäftigt die Justiz.
1. März 2011 – Die Abwicklung des insolventen Cabrio-Bauers Karmann aus Osnabrück ist beendet. Volkswagen übernimmt zum heutigen Dienstag die letzte verblieben Sparte, die Metallgruppe.
30. November 2010 – VW darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission große Teile des insolventen Autozulieferers Karmann übernehmen.Europas größter Autobauer Volkswagen könne die Geschäftsbereiche des Osnabrücker Unternehmens kaufen, ohne dass der Wettbewerb in Europa beeinträchtigt werde.
22. November 2010 – Der Verkauf der Karmann-Dachsparte an den Autohersteller Valmet ist perfekt. Die 350 Beschäftigten des insolventen Autozulieferers Karmann am Standort Osnabrück seien bei einer Betriebsversammlung über die Unterzeichnung des Kaufvertrags informiert worden.
17. November 2010 – Das Bundeskartellamt hat den Weg für die Übernahme der Dachsparte des insolventen Autozulieferers Karmann freigemacht. Der Verkauf an den finnischen Zulieferer Valmet sei vergangene Woche genehmigt worden.
5. November 2010 – Der finnische Autohersteller Valmet will die Cabrio-Dachsparte des insolventen Zulieferers Karmann übernehmen. Ein entsprechender Kaufvertrag sei unterzeichnet worden, teilte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Freitag (5.11.) in Osnabrück mit.
3. November 2010 – Der finnische Zulieferer Valmet will nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" die Dachsparte des insolventen Autozulieferers Karmann übernehmen. Valmet und Insolvenzverwalter Ottmar Hermann hätten sich bereits auf einen Verkauf geeinigt.
2. November 2010 – Die Karmann-Dachsparte soll für Audi ein Konzept für das neue A3-Cabriodach entwickeln. Ein Audi-Sprecher bestätigte am Montag Medienberichte, wonach Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn diesen Auftrag bei einem Besuch im neuen Osnabrücker VW-Werk bekannt gegeben hatte.
19. Oktober 2010 – Volkswagen will bei seiner Übernahme von Teilen des insolventen Auto-Zulieferers Karmann laut einem Zeitungsbericht mindestens 300 Jobs erhalten. Die Mitarbeiter im Presswerk, Werkzeug- und Anlagenbau von März 2011 an im neuen VW-Werk in Osnabrück beschäftigt werden.