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Aston Martin DB6 im Check

Stilvolles Design- und Anlageobjekt

Aston Martin DB6, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 21 Bilder

Exklusiv, elegant und bärenstark - ein Aston Martin DB6 in der Garage beweist Stil und Begeisterung für das Besondere. Dieser Luxus hat allerdings seinen Preis: Gute Exemplare gelten längst als stabile Wertanlage.

15.10.2015 Michael Schröder Powered by

Karosserie-Check

Der größte Feind der Aston Martin DB6-Karosserie? Kontaktkorrosion, und zwar überall dort, wo die Aluminiumhülle mit dem Gerüst aus Stahlrohr in Verbindung kommt. Besonders schlimm trifft es oftmals das Stahlskelett der Türen und natürlich den gesamten unteren Bereich des Autos. Fehlende Wagenheberaufnahmen können ein Indiz für unsachgemäße Reparaturen an den Längsträgern sein.

Aufmerksamkeit verdient beim Aston Martin DB6 auch der mehrschichtige Schwellerbereich, denn dort kann es sein, dass der aus Stahl gefertigte Innenschweller längst marode ist, obwohl der Alu-Außenschweller noch einen guten Eindruck macht. Weitere gefährdete Stellen: Die hinteren Längsträger, die Reserveradmulde sowie die Hinterachsaufnahmen.

Technik-Check

Entsprechend gewarteten Motoren des Aston Martin DB6 sagt man eine Lebensdauer von rund 150.000 Kilometern nach. Auf einer Probefahrt unbedingt das Öldruckmanometer im Auge behalten: Bei betriebswarmer Maschine sollte der Öldruck bei 4.000 Touren mindestens 80 psi betragen. Werte darunter können ein Anzeichen für ein zu großes Lagerspiel sein, was eine sehr teure Reparatur zur Folge hat.

Vorsicht auch bei Steuerkettenrasseln, welches sich nicht durch Nachstellen beseitigen lässt. Hitzeschäden sind angesichts des nicht gerade üppig bemessenen Kühlsystems beim Aston Martin DB6 keine Seltenheit, die Zylinderkopfdichtung gilt als besonders anfällig für zu hohe Temperaturen. Die Zylinderbüchsen sind einzeln mit O-Ringen abgedichtet, die im Alter porös werden können. Die Folge: Wasser- und Ölverlust.

Preise

Classic-Analytics gibt für einen Aston Martin DB6 im Zustand 2 einen Preis von 287.000 Euro an. Rund 109.000 Euro werden für einen mäßigen DB6 im Zustand 4 aufgerufen.

Bei Einführung 1965 (Aston Martin DB6 Mk I Vantage)
63.900 Mark

Ersatzteile

Die Versorgung mit Karosserieteilen für den Aston Martin DB6 ist schlecht, zudem bewegen sich die Kosten für entsprechende Ersatzteile auf einem sehr hohen Niveau. Nahezu alle Aluminium-Komponenten müssen in Handarbeit nachgefertigt werden. Technikteile sind über Spezialisten weiterhin lieferbar, jedoch ebenfalls sehr teuer.

Schwachpunkte

  1. Kontaktkorrosion (Tür)
  2. Wagenheberaufnahme/Längsträger
  3. Aufnahme Hinterachse
  4. Schweller (innen)
  5. Motorkühlung
  6. Zylinderkopfdichtung
  7. Längsträger unter Kofferraum
  8. Reserveradmulde
  9. Öldruck
  10. Steuerkette
  11. Öl- und Wasserverlust
  12. Heckblech
Aston Martin DB6, Schwachstellen, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Wer an die 300.000 Euro in die Hand nimmt, um einen guten Aston Martin DB6 zu kaufen, sollte bei der Besichtigung des Fahrzeugs nicht an einem Spezialisten sparen, der den Wagen unter die Lupe nimmt. Die meisten DB6 wurden wenig gefahren - und dennoch gibt es kaum noch originale, unrestaurierte Exemplare. An kleinen Details lässt sich eine gute Restaurierung erkennen. Neben dem Kaufpreis sollten noch genügend finanzielle Mittel vorhanden sein, denn für Wartung, Ersatzteile und Reparaturen werden hohe Preise aufgerufen. Man sollte sich also im Vorfeld gut erkundigen. Wer allerdings einen Aston Martin DB6 in gutem Zustand erwirbt, wird erstens seine Freude haben, und zweitens kaum Geld verlieren.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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