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Audi V8 (Typ 4C, 1988 bis 1994) Kaufberatung

Vollverzinkter Langläufer

Audi V8, Typ 4C, 1988–1994, Seitenansicht Foto: Karl-Heinz Augustin 10 Bilder

Der Audi V8  ist dank Vollverzinkung und hoher Material- und Verarbeitungsqualität ein echtes Langzeitauto. Rost ist kein großes Thema. Hohe Kilometerleistungen und hohe Ersatzteilpreise fordern jedoch bei der Technik ihren Tribut.

19.03.2014 Alf Cremers Powered by

Karosserie-Check

Die Karosserie des Audi V8 kennt auch nach zwei Jahrzehnten kaum Rost. Die Vollverzinkung wirkt nachhaltig, lediglich schlecht reparierte Unfallschäden erzeugen Rostherde. Trotzdem können die Wagenheberaufnahmen durch stete Kapillarwirkung rosten, auch die hinteren Radläufe erwischt es manchmal.

Das hochwertige Interieur des Audi V8 ist sehr alterungsbeständig, manchmal sind Front- und Heckscheibe an den Rändern milchig angelaufen. Oft werden überdimensionierte Räder und Reifen montiert, was das Fahrwerk über Gebühr belasten kann. Originalität ist auch beim V8 ein Thema. Tieferlegen oder DTM-Look gelten als Tabu.

Technik-Check

Der Audi V8 ist ein technisch komplexes Auto, das hohe Wartungsansprüche stellt und einen Reparaturstau übel nimmt. Wichtig beim Kauf ist deshalb ein lückenlos gestempeltes Wartungsheft. Für die V8-Motoren sind 300.000 Kilometer kein Problem, vorher gibt schon mal das ZF-Automatikgetriebe auf.

Der Audi V8 ist mit seinen vielen Steuergeräten anfällig für Elektronik-Defekte. Auch die Überholung der Bremsanlage mit innenumfassenden Teves FR2 Scheibenbremsen ist kostspielig.


Preise

Audi V8 in gutem Zustand kosten laut classic-tax rund 6.400 Euro. Zustand 4-Autos sind für etwa 2.300 Euro zu haben.


Bei Einführung 1988 (Audi V8 3.6)
96.800 DM
Bei Produktionsende 1994 (Audi V8 4.2 Exclusiv)
108.600 DM

Ersatzteile

Die geringe Stückzahl des Audi V8 - nur 21.657 Exemplare wurden zwischen 1988 und 19994 gebaut - spiegelt sich in einer kritischen Ersatzteil-Situation. Viele Karosserie- und Ausstattungsteile sind nicht mehr lieferbar. Selbst wichtige Technikteile sind sehr teuer (Bremsanlage) und oft nur verzögert lieferbar. Die Audi AG will nachbessern.

Schwachpunkte

  1. Unfallschäden
  2. Wagenheberaufnahmen
  3. Heckblech unter Zierleiste
  4. Zahnriemen (alle 90 000 km)
  5. Hoher Ölverbrauch (3,6 Liter)
  6. Bremsanlage
  7. Zwischendifferenzial
  8. Komfortelektronik, Steuergeräte
  9. Querlenker und Traggelenke
  10. Automatik-Getriebe
Audi V8, Typ 4C, 1988–1994, Schwachstellen, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Der Audi V8  ist dank Vollverzinkung und hoher Material- und Verarbeitungsqualität ein echtes Langzeitauto. Rost ist kein großes Thema. Hohe Kilometerleistungen und hohe Ersatzteilpreise fordern jedoch bei der Technik ihren Tribut.

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