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BMW Z1 - Kaufberatung

Macht tief die Tür

Foto: Arturo Rivas

Mit dem BMW Z 1 interpretierten die Bayern Mitte der Achtziger das Roadster-Thema neu. Und verband bei diesem so offenen wie eigenständigen Sportwagen auf gelungene Art jede Menge Großserientechnik mit einem Hauch von Avantgarde. Gelungener Gag – elektrisch versenkbare Türen.

17.06.2012 Michael Schröder Powered by

Karosserie-Check

Rost spielt beim BMW Z1 keine Rolle. Dank der Kunststoffkarosserie und eines verzinkten Monocoques wirkt dieser Roadster wie für die Ewigkeit konstruiert. Der Nachteil: Reparaturen am Monocoque sind aufwendig und überaus teuer. Beschädigungen am verklebten Sandwichboden lassen sich ebenfalls nur überaus schwer wieder in Stand setzen. Unfallautos sind allein schon aus diesem Grund keine Kaufempfehlung. An Spaltmaßen darf man sich beim BMW Z1 nicht stören. Denn die einzelnen Kunststoff- Karosserieteile können sich je nach Außentemperatur beziehungsweise Sonneneinstrahlung leicht verformen.

Der Türmechanismus des BMW Z1 sollte dagegen einwandfrei und ohne Fremdhilfe funktionieren. Ansonsten sind vermutlich die Zahnriemen der Hebeautomatik nicht straff genug gespannt oder gar verschlissen. Die Riemen können hinter den Bürsten auf Spannung und Risse geprüft werden. Sofern es sich noch um die ersten Riemen handelt, sollten dieses rasch getauscht werden. Kratzer auf der Türaußenhaut lassen auf eine schlechte Einstellung oder einen inzwischen leicht gewölbten Schweller schließen, der beim Aussteigen durch das Körpergewicht oftmals nach innen gedrückt wird. Die Einstiegsleisten haben ebenfalls oftmals sehr gelitten. Entsprechende Ersatzteile sind zwar in allen Farben verfügbar, jedoch sehr teuer.

Das Verdeck des BMW Z1 unbedingt auf Passform und Abnutzung überprüfen. Ein Original-Verdeck schließt perfekt ab und ist am BMW-Logo in der linken unteren Ecke der Heckscheibe zu erkennen.

Technik-Check

Der BMW Z1 profitiert dank seiner Verwandtschaft zum E 30 und E 36 von robuster und langlebiger Großserientechnik. Das Sechszylindertriebwerk knackt bei regelmäßiger Wartung und Zahnriemenwechsel (spätestens alle vier Jahre) in der Regel problemlos die 200.000-Kilometer-Marke. Vorsicht jedoch bei Klappergeräuschen und Leistungsverlust – dann sind beim M20-Motor vermutlich die Nockenwellen eingelaufen. Die Maschine leidet im Alter bisweilen unter einer defekten Zylinderkopfdichtung.

Die Motorelektronik und das Getriebe des BMW Z1 bereiten in der Regel keine Sorgen. Vor dem Kauf sollte man selbstverständlich einen Blick unter den Wagen werfen. Ein vorn rechts stark verölter Unterboden könnte einen undichten Ölkühler als Ursache haben. Die Bremsleitungen gelten zudem als nicht besonders langlebig. Starker Benzingeruch beim Starten des Fahrzeugs kann auf undichte Benzinleitungen hindeuten. Als typische Fahrwerksschwächen gelten verschlissene Kugelköpfe an der Vorderachse sowie stark abgenutzte Gummilager an den hinteren Querlenkern.

Preise

Die Preise für einen BMW Z1 beginnen bei rund 18.000 Euro. Unterm Strich macht es jedoch allein schon wegen der sehr hohen Ersatzteilkosten mehr Sinn, sich nach einem gepflegten, jedoch teureren Auto aus erster Hand mit geringer Laufleistung umzuschauen. Gute Z 1 finden sich zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Top-Exemplare, dazu noch in einer seltenen Farbkombination (Purblau/Hellgrau, Schwarzmetallic/Rot oder Fungelb/Gelb) kosten rund 38.000 Euro. Als aufpreispflichtig gelten beispielsweise das toll gestylte Hardtop von Wiesmann sowie gut erhaltene Originalfelgen. Das Preisniveau für Fahrzeuge im Topzustand zieht momentan leicht an.

Bei Einführung 1988 (BMW Z1)
83.000 Mark
Bei Produktionsende 1991 (BMW Z1)
90.000 Mark

Ersatzteile

Der letzte BMW Z 1 lief 1991 Jahren vom Band. Dennoch sind heute nahezu alle spezifischen Ersatzteile (Ausnahme: das Monocoque) lieferbar, wenn auch teilweise zu sehr hohen Preisen. Selbst Ausstattungskomponenten wie die Polsterteile des Sitzes oder Türverkleidungen sind beim BMW-Händler erhältlich. Bei den Teppichen kommt es hingegen zu Engpässen. Aus technischer Sicht gibt es ebenfalls kaum Grund zur Sorge. Verschleißteile wie beispielsweise Bremsscheiben und -beläge oder Ersatzeile für Motor und Getriebe sind sofort lieferbar. Die aufwendig konstruierte Doppelquerlenker-Hinterachse fand später als Z-Achse Einzug in die E 36-Baureihe, auch hier kann die lokale BMW-Niederlassung weiterhelfen.

Schwachpunkte

  1. Türmechanismus
  2. Unterboden
  3. Gewölbte Schweller
  4. Verdeck
  5. Zylinderkopfdichtung
  6. Ölkühler
  7. Bremsleitung
  8. Benzinleitung
  9. Kugelköpfe Vorderachse
  10. Gummilager am Querlenker
  11. Innenausstattung
  12. Originalität

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Mit dem BMW Z 1 interpretierten die Bayern Mitte der Achtziger das Roadster-Thema neu. Und verband bei diesem so offenen wie eigenständigen Sportwagen auf gelungene Art jede Menge Großserientechnik mit einem Hauch von Avantgarde. Gelungener Gag – elektrisch versenkbare Türen.

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