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Ford Sierra (1982 bis 93) - Kaufberatung

Robuster Grauguss-Ford mit Rostproblem

Ford Sierra 2.0i LX, Frontansicht Foto: Karl-Heinz Augustin 8 Bilder

Der Ford Sierra ist der letzte Hecktriebler in seiner Klasse und ein bemerkenswert problemloses Auto. Reparaturen sind einfach und preiswert, es gibt noch wenig Elektronik. Nur der Rost macht sich nach Jahrzehnten gerne breit.

02.03.2012 Alf Cremers Powered by

Karosserie-Check

Die Ford Sierra-Karosserie bleibt in hohem Alter nicht vom Rost verschont. Häufig sind die Außen- und Innenschweller hinten beidseitig in Höhe der Aufnahmen für die Schräglenkerachse betroffen. Im Frühstadium lassen sich die Stellen durch Einschweißen eines Reparaturblechs sanieren, andernfalls muss die Hinterachse teilweise ausgebaut werden, was sich bei den sehr günstigen Autos auf keinen Fall lohnt.

Eine weitere Eigenart des Ford Sierra sind die verschweißten Vorderkotflügel, die Blechsanierungen am Vorderwagen um die Dome der McPherson-Federbeine erschweren. Rost befällt auch bei gepflegten Exemplaren die Türböden und die hinteren Radläufe sowie bei Fünftürer und Turnier die Heckklappe. Das Interieur der einfacheren Ausstattungen ist nicht besonders langlebig.

Technik-Check

Bei älteren Ford Sierra, vor allem bei denen mit den seltenen V6-Motoren und mit dem 1,6-Liter-CVH-Motor, kommt es gelegentlich zu Vergaserproblemen. Gerade der OHC oder Pinto-Vierzylinder gilt als Musterknabe an Zuverlässigkeit und Langlebigkeit, alle 120.000 Kilometer muss der Zahnriemen gewechselt werden, ansonsten machen nur die Ventilschaftdichtungen (Blaurauch) Probleme, die einfach gewechselt werden können. Der DOHC-Motor mit 120 PS hat wieder Kettenantrieb und stellt eine brillante Motorisierung für ein schlichtes Auto dar. Spätere Versionen des Ford Sierra sind auf 115 PS (Versicherungsgrenze) gedrosselt, was sich leicht rückgängig machen lässt. Die Getriebe sind präzise und langlebig.

Preise

Die Preise für Ford Sierra beginnen bei wenigen Hundert Euro, selbst Top-Exemplare der Vierzylinderversionen liegen meist unter 2.000 Euro. Nur XR4i und Cosworth haben mittlerweile Liebhaberstatus erreicht. Sie kosten im guten Zustand rund 4.200 (XR4i) und 16.500 Euro (Sierra RS Cosworth).

Bei Einführung 1982 (Ford Sierra 2.0 L, V6, 90 PS))
19 496 Mark
Bei Produktionsende 1993 (Ford Sierra 2.0i CLX, 100 PS)
29 310 Mark

Ersatzteile

Technikteile sind für die gängigen Ford Sierra-Modelle, außer Cosworth, preiswert und sofort zu haben. Bei den vielen Ausstattungsvarianten kommt es bei einzelnen Modellen häufiger zu Engpässen. Ford-Spezialisten wie das Autohaus Foerster in Koblenz helfen gern. Der Ford Sierra verschwindet - wie viele Brot-und-Butter-Autos - heimlich aus dem Straßenbild.

Schwachpunkte

  1. McPherson-Federbeindome
  2. Kantenrost im Motorraum
  3. Hintere Schwellerpartien
  4. Hintere Radläufe
  5. Türböden und Außenkanten
  6. Vergaserprobleme (CVH, V6)
  7. Ventilschaftdichtungen (OHC)
  8. Zahnriemen (Wechselintervall)
  9. Fahrwerksbuchsen
  10. Ölundichtigkeiten Antrieb
Ford Sierra 2.0i LX, Igelbild, Schwachstellen

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Der Ford Sierra ist der letzte Hecktriebler in seiner Klasse und ein bemerkenswert problemloses Auto. Reparaturen sind einfach und preiswert, es gibt noch wenig Elektronik. Nur der Rost macht sich nach Jahrzehnten gerne breit.

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