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Jaguar XJ6 Serie 3 im Check

Weniger Rost, mehr Kupferwurm

Jaguar XJ6 4.2, Seitenansicht Foto: Rossen Gargolov 12 Bilder

Frühe XJ6 aus den 60ern sind selten und gesucht. Warum also nicht nach einem Serie-3-Modell Ausschau halten? Der ist noch günstig zu haben und es gibt weniger Rostprobleme. Allerdings zickt die Elektronik.

17.11.2015 Franz-Peter Hudek 2 Kommentare Powered by
Jaguar XJ6 4.2, TypenbezeichnungFoto: Rossen Gargolov
Die Karosserie des Serie-3-XJ ist besser gegen Rost geschützt als seine Vorgänger - doch immer noch nicht gut.
Jaguar XJ6 4.2, MotorFoto: Rossen Gargolov
Der Reihensechszylinder basiert immer noch auf dem XK-Motor, wurde allerdings um eine Einspritzanlage von Bosch modernisiert. Diese macht gerne mit Defekten auf sich aufmerksam.
Jaguar XJ6 4.2, TypenbezeichnungFoto: Rossen Gargolov
Besondere Beachtung sollte die Elektrik und Elektronik des Jaguar XJ Serie 3 finden.

Karosserie-Check

Von einer Ende der 70er-Jahre wirksam werdenden, deutlich spürbaren Qualitätsverbesserung profitieren vor allem die Jaguar XJ6 aus der Serie 3 (1979 bis 1992). Verarbeitung und Korrosionsschutz orientieren sich jetzt an der immer stärker werdenden Konkurrenz aus Deutschland. Dennoch kann sich leichter Rostbefall an den Kotflügelschrauben- Kanten im Motorraum, an den hinteren Radläufen, im Schwellerbereich und hinter den Gummileisten von Front- und Heckscheibenrahmen einnisten.

Verschlissene Jaguar XJ6 Serie 3 mit hohen Laufleistungen neigen außerdem zu Rostbefall an den Unterkanten der Türen, an den Radkästen und sogar den Endspitzen.

Technik-Check

Noch immer kommt im Jaguar XJ6 Serie 3 der als langlebig geltende XK-Motor zum Einsatz. Die 4,2-Liter-Version der Serie 3 ergänzte Jaguar durch einen 3,4-Liter mit 163 PS. Während die kleine Maschine noch mit Vergaser ausgestattet ist, erhält der 4,2-Liter eine L-Jetronic-Benzineinspritzung, die Probleme machen kann. Überhaupt gilt die gesamte Bordelektrik als störanfällig.

Oft wird beim Jaguar XJ6 Serie 3 die Wartung des Fahrwerks vernachlässigt. Ausgeschlagene Haltebuchsen des Lenkgetriebes führen zu einem schwammigen Fahrverhalten. Ebenso verschlissene Silentblöcke, mit denen die Hinterachse am Chassis befestigt ist.

Preise

Classic-Analytics gibt für einen Jaguar XJ6 Serie 3 im Zustand 2 rund 12.500 Euro an. Mäßig erhaltene Exemplare im Zustand 4 sind für etwa 2.800 Euro zu haben.

Bei Einführung 1979 (Jaguar XJ6 4.2 Serie 3)
39.200 Mark

Ersatzteile

Hier ist die Ersatzteilversorgung gesichert. Allerdings sind beim jaguar XJ6 Serie 3 die Preise für einige modellspezifische Bauteile im Komfort- und Elektrikbereich relativ hoch. Für die noch jungen Modelle der Serie 3 gibt es Ersatzteile vom Werk auf www.jaguarclassicparts.com

Schwachpunkte

  1. Kotflügelschrauben-Kanten
  2. Front-/Heckscheibenrahmen
  3. Außenschweller
  4. Radläufe hinten
  5. Radhäuser vorn
  6. Klimaanlage
  7. Elektrikprobleme
  8. Lenkung
  9. Fahrwerk: Lager und Buchsen
  10. Wartung Hinterachse
Jaguar XJ6 4.2 Serie 3, Schwachpunkte, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Obwohl beim Jaguar XJ6 der Serie 3 deutlich besser gegen Rost vorgesorgt wurde, entscheidet auch bei ihm der Karosseriezustand. Denn Blecharbeiten werden meist teuer - und teurer als zunächst gedacht. Es lohnt sich, eine längere Suche auf sich zu nehmen, um ein wirklich gut erhaltenes Exemplar zu finden. In England ist das Angebot deutlich größer - wer mit einem rechtsgelenkten XJ6 leben kann, kann hier viel Geld sparen.

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Neuester Kommentar

Leider hat der Artikel ein paar Unzulänglichkeiten.
Der XJ 6 Serie 3 wurde nur bis 1986 gebaut, danach kam der XJ40. Der XJ 12 überlebte als Serie 3 bis 1992.
Es ist richtig, daß es noch Teile im Jaguar Programm gibt, jedoch sind diese rar gesät. Man kann ziemlich sicher davon ausgehen, daß die benötigten Teile nicht mehr über Jaguar erhältlich sind. Das auf der Technoclassica 2014 von Jaguar groß angekündigte Wiederauflageprogramm für nicht mehr erhältliche Teile, betrifft die Serie 3 nach meiner Erfahrung nur dann, wenn Teile baugleich mit Teilen des E-Type sind. D.h. für den E-Type werden Teile nachgefertigt, für die Serie 3 nicht. Teile und Gebrauchtteilehändler finden sich jedoch ausreichend über das Internet.
Von Elektrikproblemen kann man meines Erachtens nicht grundsätzlich reden, bei schlecht gepflegten Fahrzeugen gammeln aber neben allem anderen auch die Steckverbinder.
Problematischer sind 2 andere Punkte, zum einen die Scheibenrahmen vorn wie auch hinten, bei denen durch schlecht eingebaute und verklebte Scheiben Wasser unter den zusätzlichen Gummidichtungen stehen bleibt und dort zu Rost führt, der lange unsichtbar bleibt. Außerdem führen diese Stellen zu Wassereinbrüchen, die im Innenraum zu Feuchtigkeit und Rost führen.
Beim Thema Rost sei noch einmal auf den sicher bereits bekannten Tipp verwiesen, sich in der Schweiz nach dem Wunschwagen umzusehen da der Importeur Emil Frey die Wagen noch im Neuzustand hat hohlraumversiegeln lassen, was sich deutlich bemerkbar macht.
Die im Artikel genannten Gummibuchsen sind zwar grundsätzlich von guter Qualität, aber nach nunmehr 30 Jahren nicht mehr taufrisch. Originalteile sind hier, wenn sie erhältlich sind, die meist bessere Wahl als Nachbauteile.
Der zweite Punkt ist die Verwendung von Thermoplastischen Lacken, die auch die Serie 3 betrifft. Hier reißt der alte Originallack und für eine sachgerechte Neulackierung müßte die komplette Karosse bis auf das nackte Blech abgeschliffen werden. Dies ist eine Investition, die den Wert, auch guter Exemplare, deutlich übersteigt.
Noch ein Wort zum Wertzuwachs, der ist sehr gering, was zumindest meines Erachtens positiv ist, da primär echte Liebhaber einen XJ kaufen und die Wertsteigerung sicher nachhaltiger ist als bei Modellen mit 100 und mehr Prozent Wertzuwachs pro Jahr.

tom65 23. Februar 2017, 15:10 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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