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Kaufberatung Audi Quattro

Verzinkung sorgt für Spaß auf allen Vieren

Audi Quattro, Baujahr 1980 Foto: Hans-Dieter Seufert 7 Bilder

Wartungsstau und kaschierte Unfallschäden sind die Hauptleiden des Urquattro von Audi, der mittlerweile die Niedrigpreis-Phase verlässt. Die Karosserie ist dank gutem Rostschutz oft in besserem Zustand als die anspruchsvolle Technik. Die Ersatzteillage ist sehr angespannt.

14.04.2011 Powered by

Karosserie-Check

Ab 1979 wurde bei Audi die Sechs-Jahres-Garantie gegen Durchrostung eingeführt, davon profitiert natürlich auch der Audi Quattro. Trotz gutem Rostschutz erwischt es die frühen Exemplare vor Baujahr 1985 gern im Bereich der Vorderkotflügel, längs der A-Säule und in den Ecken des Wasserkastens unter der Frontscheibe. Auch die Schweller werden außen und innen von Korrosion befallen, vornehmlich an den Spitzen in den hinteren Radhäusern. Ebenso typisch ist beim Audi Quattro Rostbefall im Bereich der unteren Kante des Frontscheibenrahmens und an den hinteren Radläufen und Endspitzen. Die späteren Modelle mit 2.226 cm3 ab 1987 und die 20 V-Quattro ab 1989 verfügen dank vieler vollverzinkter Teile über einen hervorragenden Rostschutz.

Technik-Check

Der Audi Quattro ist ein Hochleistungsautomobil mit ausgeklügelter Technik. Hier wird weniger der robuste Fünfzylindermotor EA 828 ohne Querstromprinzip, aber mit kräftig dimensioniertem Kurbeltrieb zum Problem, als vielmehr seine Nebenaggregate. Auspuffkrümmer, Turbolader (zunächst öl-, später wassergekühlt), Ladeluftkühler und sogar der Ölkühler sind vor allem durch den Wartungsstau in der Niedrigpreisphase nennenswert belastet und häufig defekt. Teile und Reparaturen kommen teuer. Elektronikprobleme mit der Hitachi-Kennfeldzündung sind nicht selten. Auch hier haben die 20V-Modelle (Hydrostößel) einen deutlich höheren Reifegrad. Wegen des guten Pflegezustands sind CH-Exemplare trotz geringerer Leistung (165 PS) interessant.

Preise

Gute Audi Quattro liegen mittlerweile bei rund 25.000 Euro während es mäßig erhaltene Fahrzeuge schon ab etwa 6.000 Euro gibt. Darunter werden fast nur verheizte Fünfthandfahrzeuge angeboten.

Bei Einführung 1980 (Audi Quattro)
49.900 Mark
Bei Produktionsende 1991 (Audi Quattro 20V)
96.200 Mark

Ersatzteile

Generell sind Ersatzteile, vor allem für die ersten Baujahre des Audi Quattro, rar und teuer. Die Audi AG gelobt zwar Besserung, aber sie behandelt ihr wichtigstes Leadermodell der Neuzeit immer noch stiefmütterlich. Wichtig ist es, auf Konzern-Gleichteile zu achten (Audi 80 Typ 81 und 85, Audi 200 T, Typ 44) und sich auf Spezialisten wie etwa Hans Vierlbeck zu berufen, diese können am ehesten Quellen erschließen und haben ein Netzwerk.

Schwachpunkte

  1. Kotflügel, Radläufe vorn
  2. Kotflügel, Radläufe hinten
  3. Türunterkanten, Falze
  4. Innen- und Außenschweller
  5. Kofferraumbleche, Endspitzen
  6. Turbolader (öl-, wassergekühlt)
  7. Auspuffkrümmer, Zündanlage
  8. ABS-Steuergerät
  9. Zahnriemen
  10. Ölkühler
Audi Quattro

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Wartungsstau und kaschierte Unfallschäden sind die Hauptleiden des Urquattro von Audi, der mittlerweile die Niedrigpreis-Phase verlässt. Die Karosserie ist dank gutem Rostschutz oft in besserem Zustand als die anspruchsvolle Technik. Die Ersatzteillage ist sehr angespannt.

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