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Kaufberatung Buick Special

Solide Technik für günstige Einstandspreise

Buick Special Foto: Uli Jooß 15 Bilder

Die Buick Special-Baureihe von 1950 - hier der DeLuxe Tourback (Stufenheck) Sedan - ist aufgrund ihres grimmig wirkenden Kühlergesichts recht begehrt. Eine solide Technik und vergleichsweise günstige Ersatzteilpreise machen den Viertürer zu einem attraktiven, bezahlbaren Oldtimer. 

01.12.2009 Powered by

Karosserie-Check

Die Buick-Baureihen Special, Super und Roadmaster aus den frühen fünfziger Jahren besitzen ziemlich rostresistente Karosserie- und Rahmenteile. Außerdem stammen sie aus einer Epoche, in der sie im täglichen Einsatz als Alltagsauto noch nicht - wenn überhaupt - den Streusalzmengen von heute ausgesetzt waren.
 
Rostgefährdet sind daher nur der Fahrzeugboden, der serienmäßig mit maßgeschneiderten Gummimatten versehen ist, was den Rostfraß beschleunigt. Dank des stabilen Leiterrahmes ist eine Schweiß-Reperatur auch ohne vorgeformte Spezialbleche möglich und nicht besonders aufwändig. Rost findet sich häufig auch am Kofferraumboden - wegen defekter Heckklappendichtung - in den Seitenwänden neben der hinteren Sitzbank und an den Türunterkanten. Generell sollte das Vorhandensein von Dichtmasse auf Schweißnähten und dick aufgetragener Unterbodenschutz eine Warnung vor Basteleien sein – beides war damals ab Werk unüblich.

Technik-Check

Der Reihen-Achtzylinder ist ein äußerst robustes Aggregat, das dank Hydrostößel der Ventile (nur mit Automatikgetriebe) wenig Wartung bedarf und bei jeder Temperatur sofort anspringt. Das Öl sollte jedoch regelmäßig gewechselt worden sein, weil der Motor nur über einen Nebenstromfilter verfügt. Leichte Ölnebelbildung am Wellendichtring der Kurbelwelle ist kaum zu vermeiden. Das Dreigang-Schaltgetriebe lässt sich weich, präzise und vollkommen geräuscharm schalten und gilt als ebenso langlebig wie der Motor.
 
Das Automatikgetriebe, das innerhalb der beiden Fahrstufen "high" (Normalbetrieb) und "low" (Bergfahrt) ganz ohne Schaltvorgänge arbeitet, leidet bisweilen unter Ölverlust. Die Hebelstoßdämpfer arbeiten mit einer gewissen Verzögerung. Ein Nachwippen der schraubengefederten Karosserie nach Fahrmanövern ist systembedingt. Eine Besonderheit ist der Scheibenwischerantrieb über Benzindruck durch einen Benzinleitungs-Bypass. Es dauert daher einige Sekunden, bis sich Druck aufbaut und die Wischer bewegt werden. Als Ersatz ist ein Sechs-Volt-Elektromotor lieferbar. 

Preise

Aufgrund der Sonderstellung des Buick Special-Jahrgangs von 1950 ging der Preis für gut erhaltene Exemplare während der vergangenen 15 Jahre kontinuierlich nach oben. Toprestaurierte Showcars erzielen bisweilen sogar bis zu 50.000 Euro, während extrem restaurierungsbedürftige Wracks für 1.000 bis 2.000 Euro erhältlich sind.
 
Das Angebot ist mager, man wird am ehesten noch in den USA fündig. Wer einige Tausender sparen möchte, der weicht auf den weniger spektakulären Nachfolge-Jahrgang aus und genießt ebenso den Flair der Goldenen 50er Jahre, als Europa zum Großteil noch in Trümmern lag.

Bei Produktionsende 1950 (Buick Special)
1.950 US-Dollar

Ersatzteile

Wie bei fast allen US-Klassikern ist die Versorgung mit Ersatzteilen kein Problem. Von kompletten Zahnradsätzen für das Schaltgetriebe bis zu Ersatzteilen für den Motor und den üblichen Verschleißteilen ist alles im Vergleich zu europäischen Autos aus der gleichen Epoche sogar recht günstig erhältlich.
 
Auch für die Hebel-Stoßdämpfer und andere Bauteile gibt es Ersatz. Schwieriger wird es dagegen bei kompletten Karosserieteilen wie Kotflügeln und Türen, während Befestigungsmaterial, Leisten, Scharniere und ähnliches sowie Chromkleinteile und Markenembleme nahezu unbegrenzt lieferbar sind. 

Schwachpunkte

  1. Bodenblech
  2. Kofferraum
  3. Seitenteile
  4. Türunterkante
  5. Wandler-Automatik
  6. Flugrost
  7. Hebeldämpfer
  8. Ansaugkrümmer
  9. Kurbelwellenlager
  10. Hinterachslager
Buick Special

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Die Buick Special-Baureihe von 1950 - hier der DeLuxe Tourback (Stufenheck) Sedan - ist aufgrund ihres grimmig wirkenden Kühlergesichts recht begehrt. Eine solide Technik und vergleichsweise günstige Ersatzteilpreise machen den Viertürer zu einem attraktiven, bezahlbaren Oldtimer.

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