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Mercedes-Benz 380 SE-560 SEL, W 126

Der lange Langläufer

Mercedes-Benz 420 SEL (W126), 1988 Foto: Hardy Mutschler 8 Bilder

Vernachlässigte Wartung, Standschäden und extrem hohe Laufleistungen über 400.000 Kilometer machen sogar der anerkannt langlebigen S-Klasse zu schaffen. Auch Rost ist ein Thema vorzugsweise bis 1983 und wieder ab 1989.

24.08.2009 Powered by

Karosserie-Check

Die W 126-Karosserie ist gut rostgeschützt, auch die Bleche sind von anständiger Qualität. Hohe Laufleistungen mit viel Winterbetrieb und eine schlechte Pflegementalität bringt sie dennoch zum Blühen. Schwachstellen sind die Vorderkotflügel im Bereich der Blinker, die Schweller, die Partien längs der Saccobretter, die Radläufe hinten und auch die hinteren Seitenteile über den Stoßfängern sind gefährdet. Die Stoßstangen selbst rosten oft durch. Im Innern löst sich das Edelholzfurnier vom Aluminiumträger, die Polster reißen an der Sitzwange ein, Schiebedächer gehen nur noch in Zeitlupe zu, die Unterdruck-Zentralverriegelung ist undicht, und die Verbundglas-Heckscheibe läuft an den Ecken milchig an.

Technik-Check

Regelmäßig gewartet sind eine halbe Million Kilometer bei den Achtzylindern realistisch. Eine Schwachstelle sind jedoch die Kunststoff -Gleitschienen der Duplexkette, deren Bruch einen Motorschaden nach sich zieht. Ein vorbeugender Austausch lohnt sich. Die Motoren neigen zur Ölundichtigkeit und Ölverbrauch (max. 1,5 Liter/1000 km). Auch die Hydrostößel klappern. Die Automatikgetriebe sind langlebig, sofern regelmäßig ATF-Öl gewechselt wird und bei merkwürdigen Schaltpunkten die Bremsbänder nachgestellt werden. Zu großes Lenkspiel ist eine typische W126-Krankheit, es ist nur bedingt nachstellbar. Standschäden wirken sich bei K- und KE-Jetronic in Startproblemen und unrundem Motorlauf aus.

Preise

Bei Einführung 1979 (Mercedes-Benz 500 SEL)
56.200 Mark
Bei Produktionsende 1991 (Mercedes-Benz 500 SEL)
141.600 Mark

Ersatzteile

Heute bestellt, morgen geliefert. Und das beim Mercedes-Benz-Partner in der Region. Das simple Motto gilt für die meisten Ersatzteile der W 126, die nach Mercedes-Manier fast sämtlich verfügbar sind. Nur Bezugsstoff e und Interieurteile vor allem für die erste Serie des W 126 bis 9/1985 sind bisweilen schwer aufzutreiben. Da helfen Teilemärkte und Spezialisten.

Schwachpunkte

  1. Vorderkotflügel, Radhäuser vorn
  2. Schweller, Wagenheberaufn.
  3. Türböden, Schiebedachrahmen
  4. Hintere Radläufe, Endspitzen
  5. Hinterachsaufnahme
  6. Heckscheibenrahmen
  7. Hinterer Stoßfänger
  8. Gleitschienen (Steuerkette)
  9. Lenkgetriebe, Vorderachse
  10. K-Jetronic, KE-Jetronic
Mercedes-Benz 380 SE-560 SEL, W126

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Vernachlässigte Wartung, Standschäden und extrem hohe Laufleistungen über 400 000 Kilometer machen sogar der anerkannt langlebigen S-Klasse zu schaffen. Auch Rost ist ein Thema vorzugsweise bis 1983 und wieder ab 1989.

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