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Kaufberatung Peugeot 304 Coupé

Unterschätztes Mini-Coupé

03/2016 - Heftvorschau Motor Klassik 04/2016, mokla0320 Foto: Motor Klassik

Lange Zeit wurde er vor allem als billiges Studentenauto gehandelt. Mittlerweile werden gute Peugeot 304 Coupés durchaus geschätzt. Die Aussichten, auf einen unrestaurierten Typ zu treffen, sind minimal. Rostfraß und mangelnde Pflege hießen die schlimmsten Feinde des hübschen Zweisitzers.

26.04.2016 Clemens Hirschfeld Powered by

Karosserie-Check

Wichtig ist zunächst ein Blick auf den Vorderachsträger, der gern durchrostet und dann am Stück getauscht werden muss, Ersatz ist nur schwer aufzutreiben. Weitere neuralgische Punkte stellen Türen, Bodenbleche und hintere Radläufe dar. Auch der Übergang von den Schwellern zum Bodenblech sowie der Querträger unter den Vorder­sitzen sollten untersucht werden. Einen genauen Blick verdient die Hinterachse beziehungsweise deren korrosionsgefährdete Aufnahmen. Gerne rosten auch die Endspitzen durch, beim Coupé schließlich wird mit der Zeit das Heckscheibengummi porös.

Technik-Check

Der 1300er-Motor des 304 ist eigentlich äußerst robust. Ein typischer Schwachpunkt ist der elektrische Kühlerventilator. Wenn er in­folge von Verschleiß oder eines defekten Thermoschalters nicht mehr anläuft, kann es zu Überhitzungen kommen, was dazu führt, dass die Zylin­der­kopfdichtung durchbrennt oder sich sogar Risse im Zylinderkopf bil­den. Wer einen 304 S besichtigt, sollte auch den hier verbauten Solex-Doppelvergaser in Augenschein nehmen. Hier schlagen gern die Drosselklappen aus. Einzige Schwäche beim Antrieb ist eine nachlassende Synchronisation des Getriebes, was dazu führt, dass nur schwer vom dritten in den zweiten Gang zurückgeschaltet werden kann.

Preise

Die Zeiten, in denen der 304 das klassische Studentencoupé für wenig Geld war, sind lange vorbei. Exemplare in sehr gutem Zustand kosten mittlerweile mehr als 12.000 Euro. Das Problem: Sie sind kaum zu finden. Originale, unrestaurierte Autos gibt es so gut wie gar nicht mehr. Und kaum jemand macht sich die Mühe, einen 304 fachgerecht aufzubauen. Das Gros des Angebots sind mehr oder weniger gut überarbeitete Fahrzeuge. Größer, aber nicht unbedingt preiswerter ist das Angebot in Frankreich.

Bei Einführung 1970 (Peugeot 304 Coupé)
8.560 Mark

Ersatzteile

Dank der nahen Verwandtschaft zur Limousine sind viele Technikteile leicht zu finden, zumindest gebraucht. Schlechter sieht es bei speziellen Karosserieteilen aus. Neu ist ohnehin vieles nicht aufzutreiben, auch auf dem Gebrauchtmarkt muss man unter Umständen lange suchen.

Schwachpunkte

  1. Vorderachsträger
  2. Kühlerventilator
  3. Drosselklappenwellen (304 S)
  4. Zylinderkopf
  5. Bodenbleche
  6. Querträger vorn
  7. Türen
  8. Hinterachsaufnahme
  9. Scheibengummi
  10. Radläufe hinten
Peugeot 304 Coupé Schwachpunkte, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Der 304 ist knuffig, wendig und prak­tisch, eigentlich ein typisches Shopping-Auto, und zwar der Sorte, die Mann sich gerne von der Frau ausleiht und dann am liebsten nicht wieder hergibt. Trotz großer Karosserie- und Ersatzteilprobleme ist das 304 Coupé ein reizvoller Klassiker. Die schwierige Suche nach einem guten Exemplar muss man freilich in Kauf nehmen.

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