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Kaufberatung: VW Golf I Cabriolet

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Golf I Cabriolet Foto: press-inform 8 Bilder

Das Golf I Cabriolet hatte sich trotz der wütenden Proteste der Käferfreunde über die Jahre durchgesetzt. Klassikerstatus hat der erste Henkel-Golf deswegen noch lange nicht. Die Preise sind immer noch niedrig, und viele Exemplare fristen ihr Dasein in den letzten Reihen der Fähnchenhändler.

19.04.2011 Powered by

Karosserie-Check

Rost ist für das erste VW Golf Cabrio kein so großes Thema wie für seinen Vorgänger - den Käfer. Bereits die erste Generation Golf Cabrio ab 1980 ist recht ordentlich gegen Korrosion geschützt. Vernachlässigte Exemplare sollte man dennoch vor allem im Bereich der Radläufe, Schweller, Windschutzscheibenrahmen und Achsaufnahmen prüfen - die Partien also, die auch bei der Golf-Limousine gern rosten. Zudem sind Federbeindome und Stehbleche im Motorraum häufig betroffen.

Bei späteren Modellen ist die Karosserie vor allem auf Unfallschäden und Originalität zu untersuchen. Viele VW Golf Cabrios fallen immer noch in die Hände jugendlicher Heißsporne, die gern irgendwo anecken oder das Auto nach eigenem Geschmack umbauen. Ebenso sollte bei den späten Modellen mit Kunststoff-Stoßfänger und -Verbreiterungen auf den Zustand dieser Anbauteile geachtet werden, Ersatz ist sehr teuer. 

Entscheidend ist der Zustand des Verdecks. Vor allem VW Golf Cabrios mit PVC-Verdeck leiden oft unter Rissen, die dann gern entstehen, wenn der Golf bei niedrigen Temperaturen offen gefahren wird. Die Kosten für den Verdecktausch können den Kaufpreis des Wagens locker übersteigen, bei Volkswagen sind für diese Aktion über 2.000 Euro fällig.

Technik-Check

Die Technik des VW Golf Cabrio ist schon bei minimaler Wartung legendär zuverlässig und langlebig. Leider kamen aber nicht alle Cabrios in diesen Genuss. Zumindest der letzte Austausch des Zahnriemens sollte belegbar sein, sonst drohen unliebsame Überraschungen. Zu achten ist auch auf einwandfreie Funktion des Thermoschalters für den Kühlerventilator. Der gibt vor allem bei älteren Typen mitunter den Geist auf, was zu Hitzeschäden führen kann. Für Ärger sorgen manchmal ausgeschlagene Antriebswellen, was sich in unschönen Knackgeräuschen bei eingeschlagenen Vorderrädern äußert.

Das bei späteren Modellen gegen Aufpreis lieferbare elektrohydraulische Verdeck gibt sich ab und zu zickig. Das Hydrauliksystem wird undicht, und das Öl ergießt sich in den Kofferraum. Weiteres Thema ist die Originalität. Vor allem gegen Ende der Bauzeit gab es eine Fülle von Sondermodellen. Führt der Etienne Aigner, Genesis, Toscana, Quartett, Sportline oder Classicline wirklich die im Prospekt aufgeführte Ausstattung?

Preise

Dass der offenen Golf I ein Sammlerstück werden könnte, hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Die Preise sind niedrig, auch für gepflegte Cabrios mit Kat und wenig Kilometern. Nur Spitzenautos mit Komplettausstattung kosten mehr als 8.000 Euro. Selbst für weniger als 1.000 Euro sind taugliche Autos zu finden. Das Angebot ist riesig, die Nachfrage verhalten. Beste Chancen also, um ein schönes Exemplar zu guten Konditionen zu erwerben. Wer einen möglichst alltagstaugliches VW Golf Cabrio sucht, sollte zu einem späten Modell greifen. Der wahre Liebhaber aber sucht sich ein frühes Auto mit den schmalen Stoßfängern und dem spartanischen Instrumentenbrett des VW Golf I. Hier kann die Suche allerdings etwas länger dauern.

Bei Einführung 1979
17.500 Mark
Bei Produktionsende 1993
37.150 Mark

Ersatzteile

Für die späten VW Golf Cabrios gibt es das meiste beim VW-Händler um die Ecke. Autos aus den frühen Achtzigern sind häufig auf die Hilfe von Experten angewiesen, viele Technik- und Ausstattungsteile befinden sich nicht mehr im normalen Lieferbestand. Lohnen kann sich da der Gang zum Autoverwerter, wo immer noch vereinzelt Einser-Golf geschlachtet werden.

Schwachpunkte

  1. Radläufe/Kotflügel
  2. Schweller/Türen
  3. Stehbleche/Federbeindome
  4. Scheibenrahmen
  5. Achsaufnahmen
  6. Originalität
  7. Stoßfänger
  8. Verdeck
  9. Wartung
  10. Antriebswellen
VW Golf I Cabriolet

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Das Golf I Cabriolet hatte sich trotz der wütenden Proteste der Käferfreunde über die Jahre durchgesetzt. Klassikerstatus hat der erste Henkel-Golf deswegen noch lange nicht. Die Preise sind immer noch niedrig, und viele Exemplare fristen ihr Dasein in den letzten Reihen der Fähnchenhändler.

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