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Mercedes-Benz W108 Kaufberatung

Rostanfällige S-Klasse der 60er-Jahre

Mercedes 280 SE 3.5, Seitenansicht Foto: Arturo Rivas 16 Bilder

Die populäre 60er-Jahre-S-Klasse war kein Rostverächter. Auch die solide Technik des Oberklasse-Mercedes hält nicht ewig. Vorsicht: Vom W108 werden viele Blender auf dem Markt angeboten.

21.01.2015 Alf Cremers Powered by

Karosserie-Check

Die Mercedes-Baureihe W108 ist karosserieseitig eine facegeliftete große Heckflosse. Der Radstand von 2750 mm stimmt überein, und die Blechpressteile der Rahmenbodenanlage sind die gleichen. Deshalb neigen auch die 108er zu starkem Rostbefall. Vor allem der vordere Querträger und die Längsträger über der Vorderachse, im Mercedes- Jargon wegen ihrer Form "Bananen" genannt, sind tückische Rostfallen.

Auch die Innenschweller sind beim Mercedes W108 häufig durchgerostet, deshalb Bodenteppiche entfernen. Die Restaurierung eines W108 verschlingt so viel Geld wie die einer Pagode, aber sein Wert beträgt nur ein Drittel. Deshalb wurden oft Pfuschreparaturen ausgeführt.

Technik-Check

Die Sechszylinder des Mercedes W108 haben einen gesunden Ölappetit, bis zu 1,5 Liter auf 1000 km sind normal. Vor allem der 250 SE neigt zu undichten Kolbenringen. Die 280er-Motoren sind standfester als die 250er. Dauervollgas sollte man stets vermeiden. Mustergültig in Haltbarkeit und Laufkultur ist dagegen der kleine V8, da macht höchstens die D-Jetronic einmal Ärger.

Lenkgetriebe mit zu großem Spiel und eine defekte Ausgleichsfeder an der Hinterachse sind typische Schwächen des Mercedes W108. Die Überholung der mechanischen Einspritzpumpen kostet bei Koller & Schwemmer rund 5.000 Euro.

Preise

Ein Mercedes W108 - das Modell 280 SE 3.5 - wird von classic-analytics mit rund 23.000 Euro im Zustand 2 angegeben. Ab etwa 5.800 Euro gibt es Zustand 4-Autos.

Bei Einführung 1965 (Mercedes 250 SE, W108)
16.850 Mark

Ersatzteile

Mercedes-typisch ist die Ersatzteillage auch bei der Baureihe W108 unproblematisch. Es gibt praktisch alles, von seltenen Ausstattungs- und Zierteilen einmal abgesehen. Doch die Mercedes-Benz-Preise sind durchweg hoch, vor allem für Chromteile. Freie Spezialisten für den Mercedes W108 wie Werner Karasch, SLS in Barsbüttel oder Niemöller in Mannheim liefern günstiger.

Schwachpunkte

  1. Kotflügel v. (Scheinwerfertöpfe)
  2. Querträger vorn
  3. Vordere Längsträger („Bananen“)
  4. Schweller u. Wagenheberaufn.
  5. Lenkgetriebeaufnahme
  6. Längsträger über Hinterachse
  7. Kofferraumboden
  8. Kolbenringe (Sechszylinder)
  9. Kurbelwellenlager (Öldruck!)
  10. Hydropneum. Ausgleichsfeder
  11. Zenith-Vergaser/D-Jetronic
  12. Lenkgetriebe
Mercedes-Benz W108, Igelbild, Schwachpunkte

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Die populäre 60er-Jahre-S-Klasse war kein Rostverächter. Auch die solide Technik des Oberklasse-Mercedes hält nicht ewig. Vorsicht: Vom W108 werden viele Blender auf dem Markt angeboten.

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