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Mercedes-Benz W113 Kaufberatung

Solide Pagode mit Rostproblem

Mercedes-Benz 280 SL, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 13 Bilder

Die Pagode von Mercedes zeigt sich zwiespältig. Solide Verarbeitung und mechanische Robustheit stehen bei der Baureihe W113 im Gegensatz zur ausgeprägten Rostanfälligkeit. Achtung: Blender aus den USA!

26.08.2014 Alf Cremers Powered by

Karosserie-Check

Solidität und hohe Verwindungssteifigkeit auch dank verschweißter Vorderkotflügel sind Tugenden der Pagoden-Karosserie. Leider wurden viele Mercedes W113 wegen des Coupédachs auch im Winter gefahren. Viele Hohlräume in den Längs- und Querträgern der Bodengruppe, im Bereich von A-Säule, Schweller bis hin zur Spritzwand und den vorderen Kotflügel-Stehblechen sind bei Restaurierungsexemplaren, die ab 15.000 Euro kosten, rostbefallen.

Vorsicht bei Billigangeboten aus den USA, hinter schlechten Blenderlackierungen steckt oft grober Spachtelpfusch. Die guten rostfreien Mercedes W113 aus Kalifornien haben Sealed-Beam-Leuchten und Stoßstangenhörner.

Technik-Check

Obwohl die Triebwerke des Mercedes W113 von den robusten, langlebigen Limousinen-Triebwerken abgeleitet wurden, handelt es sich bei den Sechszylindern M127 II (230 SL), M129 II (250 SL) und M130 um Hochleistungsmotoren mit hohem Drehzahllimit (6.500/min) und hoher spezifischer Leistung.

Die Pagoden-Motoren vertragen kein Dauervollgas und gehören gut gewartet. Meist im Teillastbetrieb gefahren, erreichen sie Laufleistungen von 200.000 Kilometern. Das einst im Mercedes W113 selten georderte ZF-Fünfgang-Schaltgetriebe (nur 890 Exemplare) verlangt eine gefühlvolle Hand. Teile sind wieder lieferbar, es wird inzwischen auch komplett nachgebaut.

Preise

Laut classic-analytics kostet ein Mercedes W113 im Zustand 2 66.000 Euro, ein mäßiges Exemplar notiert bei 19.000 Euro.


Bei Einführung 1967 (Mercedes 280 SL)
21.850 Mark

Ersatzteile

Für den Mercedes W113 gibt alles, wenn auch zu recht hohen Preisen. Offiziell über das Mercedes-Benz-Vertriebsnetz oder über freie spezialisierte Teilehändler wie Niemöller, SLS oder Werner Karasch. Man könnte einen W113 aus Neuteilen wieder aufbauen.

Schwachpunkte

  1. Scheinwerfertöpfe, Frontblech
  2. Kotflügel, Stehbleche
  3. Querträger im Motorraum
  4. Spritzwandverstärkung
  5. Längsträger und Bodenbleche
  6. Radläufe und Endspitzen
  7. hintere Längsträger, Achsaufn.
  8. Lagerschäden, geringer Öldruck
  9. Zylinderkopfdichtung
  10. Automatik (Schaltpunkte)
  11. Getriebesynchronisation, Lager
  12. Vorderachse, Traggelenke
Mercedes-Benz W113, Schwachstellen, Kaufberatung

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Die Pagode von Mercedes zeigt sich zwiespältig. Solide Verarbeitung und mechanische Robustheit stehen bei der Baureihe W113 im Gegensatz zur ausgeprägten Rostanfälligkeit. Achtung: Blender aus den USA!

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