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Pontiac Firebird 1. & 2. Generation im Check

Power-Ponys mit 6,6-Liter-V8

Pontiac Firebird 400, Frontansicht Foto: Arturo Rivas 29 Bilder

Die frühen, nur von 1967 bis 1969 gebauten Pontiac Firebird Coupés sind inzwischen selten und teuer. Beim schwereren und deutlich schwächeren Nachfolger gibt es viele Bastelbuden.

28.09.2015 Patrick Lang Powered by

Karosserie-Check

Pontiac Firebird der ersten Generation gelten vergleichbar mit einem Mustang Fastback schon seit vielen Jahren als arrivierte Klassiker und befinden sich meistens in einem gepflegten Originalzustand. Anders beim elf Jahre lang gebauten Nachfolger. Nach Neulackierungen bleiben oft Chromteile auf der Strecke. Oder die Frontmaske der insgesamt fünf verschiedenen Versionen passt nicht zum Baujahr des Trägerautos (das Foto zeigt ein 70er-Modell mit kleiner Heckscheibe).

Zwei Merkmale zur Baujahrsbestimmung beim Pontiac Firebird: Panorama-Heckscheibe erst ab 1975, T-Top (Targadach) erst ab 1976. Zwei Rost-Warnstellen: Unterkante Heckscheibe und Schweller hinten.

Technik-Check

In der Technik unterscheiden sich die beiden Generationen des Pontiac Firebird nur marginal. Die niedrig verdichteten, mit Hydrostößeln ausgestatteten Kat-Motoren (ab 1972) gelten als pflegeleichter und langlebiger. Fahrzeuge der ersten Generation haben bisweilen kurze Hinterachsuntersetzungen, die auf der Autobahn nur Richtgeschwindigkeit erlauben.

Nach deutlich mehr als 100.000 km sollte beim Pontiac Firebird die Antriebskette der Nockenwelle überprüft werden. Sowohl Schaltwie auch Automatikgetriebe gelten als robust. Der Wechsel von Automatik- und Hinterachs-Öl darf nicht vergessen werden.

Preise

Classic-Analytics notiert den ersten Pontiac Firebird mit V8-Motor im Zustand 2 mit 30.000 Euro, im mäßigen Zustand bei 19.000 Euro. Die zweite generation ist deutlich günstiger: Zustand-2-Exemplare kosten etwa 18.000 Euro, Zustand-4-Autos 7.000 Euro.

Bei Einführung 1967 (Pontiac Firebird 400)
24.000 Mark

Ersatzteile

Dank vieler Gleichteile mit anderen GM-Modellen und einer großen Fangemeinde in den USA, Skandinavien und der Schweiz ist die Versorgung mit Ersatzteilen für den Pontiac Firebird ausgezeichnet. Die Preise sind eher moderat, und es gibt viel Tuning-Zubehör.

Schwachpunkte

  1. Steuerkette der Nockenwelle
  2. Motoren nicht vollgasfest
  3. verschlissene Ventilsitze
  4. ausgeschlagene Lenkung
  5. verschlissenes Fahrwerk
  6. nicht originale Bauteile
  7. verschlissenes Interieur
  8. falsche Räder und Bereifung
  9. Rost im und am Schweller
  10. Rost an der Heckscheibe
  11. Rost am Frontscheibenrahmen
  12. Rost an den Radläufen
Firebird 1. & 2. Generation, Schwachpunkte, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Die beiden ersten Generationen des Pontiac Firebird entscheiden sich grundlegend: Der erste Firebird ist eine gesuchte und recht hoch gehandelte Alternative zum Ford Mustang, dem Vorzeige-Pony-Car. Der spätere ist viel schwächer, schwerer - und günstiger. Die Literleistung von unter 30 PS/Liter des zweiten Firebird macht ihn zum Cruiser, der bei Minimalpflege ewig hält.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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