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Porsche 911 G-Modell Kaufberatung

Der beste Elfer-Kompromiss

Porsche 911 G-Modell, Seitenansicht Foto: Archiv 18 Bilder

Das Porsche 911 G-Modell bietet den besten Kompromiss aus Urmodell-Karosserie, Alltagstauglichkeit und technischer Reife. Beim Kauf auf das originale Package achten. Wir nennen die Schwachpunkte und Preise.

01.03.2015 Franz-Peter Hudek Powered by

Karosserie-Check

Trotz feuerverzinkter Karosserie sind auch bei den späten Versionen des Porsche 911 G-Modells Rostschäden möglich. Die Zinkschicht altert in jenen Bereichen, wo hohe Biegekräfte das Blech beanspruchen. Das tritt bei der im Vergleich zum Coupé etwas weicheren Targa-Karosserie vor allem im Bereich der Schweller auf. Auch werden Unfall-Reparaturen nicht immer mit verzinkten Blechen durchgeführt.

Folgende Rostnester sind beim Porsche 911 G-Modell deshalb außerdem möglich: A- und B-Säulen mit Einstiegsblechen, vordere Kotflügel, Traverse zwischen den vorderen Querlenkern sowie Aufnahmen von Vorder- und Hinterachse. Bei Ersatz sollte exakt auf das richtige Baujahr geachtet werden, da sich Anbauteile, Felgen-Design etc. ständig veränderten, und ein Stilmix den Wert mindert.

Technik-Check

Die 3,2 Liter-Motoren des Porsche 911 G-Modells ab August 1983 gelten als besonders standfest und ausgereift. Die typische Stehbolzen- und Kettenspanner-Problematik tritt hier nicht mehr auf. Öl-Undichtigkeiten an den Verbindungen der Gehäusehälften sowie Probleme mit dem elektronischen Motor-Management sind eher denkbar.

Ein Wartungsstau bei US-Modellen kann beim Porsche 911 G-Modell viel Geld und Nerven kosten. Die 2,7-Liter-Motoren gelten dagegen als weniger störungsfrei.

Preise

Classic-Analytics nennt für das Porsche 911 G-Modell im Zustand 2 einen Preis von 39.000 Euro (911 Coupé). Mäßige Exemplare kosten rund 12.000 Euro. Ein Targa liegt mit 37.000/11.000 Euro etwas darunter.

Bei Einführung 1973 (Porsche 911 Targa)
27.000 Mark

Ersatzteile

Technik-, Karosserie und Verschleißteile sind für das Porsche 911 G-Modell problemlos lieferbar. Für die variantenreichen Interieur- und Ausstattungs-Komponenten gibt es jedoch Lieferengpässe. Versorgung durch langjährige Porsche-Händler oder ab Werk auf www.classicshop.porsche.com.

Schwachpunkte

  1. Reserveradmulde, Stehbleche
  2. Vorderachsaufnahmen
  3. A-Säule, Schweller
  4. B-Säule, Einstiegsbleche
  5. Unfallschäden
  6. Fenster- und Türdichtungen
  7. Motor-Stehbolzen
  8. Steuerkette, Spanner
  9. Getriebesynchronisation
  10. Standschäden (K-Jetronic)
  11. Ölverlust
  12. Ventilschaftdichtungen
Porsche 911 (1973-1989), Schwachstellen, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Das Porsche 911 G-Modell bietet den besten Kompromiss aus Urmodell-Karosserie, Alltagstauglichkeit und technischer Reife. Beim Kauf auf das originale Package achten. Wir nennen die Schwachpunkte und Preise.

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