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Porsche 959 im Check

High-Tech-Porsche nimmt Kurs auf die Million

Porsche 959, Seitenansicht Foto: Hardy Mutschler 15 Bilder

Speziell Porsche 959, die kaum bewegt wurden, kosten den künftigen Besitzer viel Geld, wenn der Supersportler wieder regelmäßig fahren soll. Ersatzteile gibt es - das Preisniveau ist jedoch sehr hoch.

19.09.2015 Bernd Woytal Powered by
Porsche 959, SeitenansichtFoto: Hardy Mutschler
Der Porsche 959 besitzt eine Karosserie in Mischbauweise: Dach, Kotflügel und Heck bestehen aus GFK, Fronthaube und Türen aus Leichtmetall.
Porsche 959, MotorFoto: Hardy Mutschler
Der achtfach gelagerte Biturbo-Boxer leistet 450 PS bei 6.500/min und drückt mächtige 500 Nm bei 5.500/min auf die Kurbelwelle.
Porsche 959, GepŠckablagefachFoto: Hardy Mutschler
Die Ersatzteilsituation ist trotz der geringen Produktionszahlen von nur 292 Exemplaren recht gut. Der Katalog wird ständig ausgebaut.

Karosserie-Check

Die Karosserie bereitet selten Kummer, je nach Pflege und Unterbringung des Wagens können leichte Rostansätze im Schwellerbereich oder feine Risse im Lack der Kunststoffteile zu finden sein. Die Alu-Türen haben manchmal leichte Dellen, eventuell sieht man die Fügestelle zwischen Kotflügel und Dach durch die Lackierung.

Technik-Check

Die Technikmängel beruhen auf Stand- und Altersschäden. Davon betroffen ist das ABS-Hydroaggregat, das es neu nicht mehr gibt, aber Porsche will eine Revision möglich machen. Bei der Niveauregulierung können die Druckspeicher und die Federzylinder defekt sein. Im Bereich der Allradsteuerung backen bei längerem Stehen die Lamellen der Sperren zusammen, und wenn sie sich lösen, entstehen Rattermarken. Auch ein Teil der Sperrensteuerung, der sogenannte Doppeldrucksteller, ist öfter verschlissen. Bei Leistungsmangel kann das Turbinenzuschaltventil defekt sein. Altersbedingt treten derzeit Undichtigkeiten an den Nockenwellengehäusen auf (Abdichten dauert ca. 40 Stunden) oder sogar Nockenwellenverschleiß, besonders auf der Wasserpumpenseite. Auch Zündkabel und Kraftstoffleitungen können porös sein.

Preise

Classic-Analytics gibt für den Porsche 959 im Zustand 2 rund 780.000 Euro an. Fahrzeuge im Zustand 4 sind nicht notiert.

Bei Einführung 1985 (Porsche 959)
420.000 Mark

Ersatzteile

Für ein nur 292-mal gebautes Auto ist die Teileversorgung über die Porsche-Zentren und Porsche-Classic-Partner recht gut. Derzeit sind 2.300 Teile für den 959 auf Lager, der Bestand wird ständig erweitert, so ist unter anderem die Neuauflage der Windschutzscheibe in Planung. Die Versorgung mit Karosserieteilen ist gut, manche nicht neu erhältlichen Technikteile lässt Porsche Classic aufarbeiten. Das Preisniveau ist hoch. Übrigens bietet die Classic-Werkstatt auch an, den 959 mit der damals auf Wunsch erhältlichen Leistungssteigerung nachzurüsten.

Schwachpunkte

  1. ABS-Hydroaggregat
  2. Druckspeicher (Niveaureg.)
  3. Federzylinder (Niveaureg.)
  4. Doppeldrucksteller
  5. Lamellen der Sperren
  6. Turbinenzuschaltventil
  7. Zündkabel und Benzinleitungen
  8. Kupplungsnehmerzylinder
  9. Nockenwellengehäuse undicht
  10. Reifen älter als vier Jahre

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Der Porsche 959 ist eine Ikone unter den Sportwagen. Als er 1986 auf den Markt kam, hatte er alles an Bord, was sich die Ingenieure erträumten. Noch heute versetzt der 959 die meisten Automobilfans in Begeisterung. Der 30 Jahre alte Technologieträger fährt besser als 90 % der heutigen Autos. Nur 292 Exemplare wurden gebaut - es gab Kunden, die stellten Blankoschecks aus, nur um an einen dieser fantastischen Supersportler zu kommen.

Heute sind für gut erhaltene Zustand-2-Exemplare des Porsche 959 etwa 780.000 Euro zu bezahlen. Kommt ein berühmter Vorbesitzer in der Fahrzeughistorie hinzu, was sehr oft der Fall ist, kann leicht die Millionen-Marke durchbrochen werden.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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