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Porsche 968 Coupé Kaufberatung

Der letzte mit Vieren

Porsche 968 Coupé, Frontansicht Foto: FACT 6 Bilder

Der Porsche 968 ist das ausgereifteste Modell der Vierzylinder-Transaxle-Reihe - und zudem wegen der geringeren Stückzahl seltener. Die Problemzonen sind überschaubar, die Reparaturen allerdings oft teuer.

17.01.2013 Bernd Woytal Powered by

Der Porsche 968 ist das ausgereifteste Modell der Vierzylinder-Transaxle-Reihe - und zudem wegen der geringeren Stückzahl seltener. Die Problemzonen sind überschaubar, die Reparaturen allerdings oft teuer.

Karosserie-Check

Die Porsche 968 sind in der Regel rostfrei, trotzdem lohnt sich ein Blick auf den Bereich der Hinterachsaufnahmen. Im Zweifelsfall sollte man nach Demontage des Lüftungsgitters an der B-Säule hinter dem Seitenteil in Richtung Achsaufnahme schauen. Nicht tragisch, aber ärgerlich sind die schrumpfenden Gummikeder, etwa zwischen Karosse und Schwellerverkleidung. Die Instrumentenbretter bekamen nur bei sehr extremer Sonneneinstrahlung Risse zwischen den Lüftungsöffnungen. Sonstige Mängel sind mögliche Unfallschäden oder Steinschläge. Bei den 968 CS sollte man nach eventuellen Blessuren Ausschau halten, die bei Sporteinsätzen entstanden sein könnten.

Technik-Check

Wichtig ist beim Porsche 968 eine nachvollziehbare Service-Historie, aus der zum Beispiel hervorgeht, wann der Zahnriemen für die Nockenwelle und der Riemen für die Ausgleichswellen sowie die Wasserpumpe erneuert wurden (teuer).

Wie bei den im 944 verbauten Vierventilern treibt beim Porsche 968 ein Zahnriemen die Auslassnockenwelle und diese über eine kleine Kette die Einlassnockenwelle an. Die Gleitschienen des Kettenspanners können verschlissen sein. Während beim 944 der Tausch des Spanners einfach ist, müssen beim 968 wegen des Variocam-Systems zur Verstellung der Einlassnockenwelle die Nockenwellen demontiert werden.

Ferner kann auch das zur Nockenwelle gehörende Ritzel, in das die Kette greift, verschlissen sein. Eine regelmäßige Kontrolle bei abgenommenem Ventildeckel ist ratsam. Der Kupplungswechsel ist beim Porsche 968 dank einer Service-Klappe einfacher als beim 944.

Manchmal ist die Servopumpe oder die zugehörige Öldruckleitung undicht. Frühe Porsche 968 neigten zu Getriebegeräuschen, ein Austausch des betreffenden Lagers ist teuer. Wie bei 924 und 944 muss irgendwann auch mal die Transaxlewelle neu gelagert werden, man erkennt den Zeitpunkt an einem Rauschen.

Preise

Der Porsche 968 kostet im gutem Zustand rund 18.200 Euro. Für mäßige Fahrzeuge sind etwa 5.300 Euro fällig.

Bei Einführung 1991 (Porsche 968 Coupé)
89 800 Mark

Ersatzteile

Beim Porsche 968 gibt es - wie beim 944 auch - vereinzelte Ersatzteillücken. Zudem sind viele Teile sehr teuer. Eine Alternative sind freie Händler oder Gebrauchtteile. Auch Tipps bei www.mytransaxle.de.

Schwachpunkte

  1. Geschrumpfte Gummikeder
  2. Bereich Hinterachsaufnahme
  3. Unfallschäden
  4. Überfällige Wartungsarbeiten
  5. Gleitschienen Kettenspanner
  6. Zahnkranz Nockenwellen
  7. Servopumpe/Öldruckleitung undicht
  8. Traggelenke Vorderachse
  9. Lager Schaltgetriebe (frühe 968)
  10. Lagerung Transaxle
  11. Verschleiß von Technik und Karosse durch Sporteinsätze beim 968 CS
Porsche 968, Schwachstellen

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Der Porsche 968 ist das ausgereifteste Modell der Vierzylinder-Transaxle-Reihe - und zudem wegen der geringeren Stückzahl seltener. Die Problemzonen sind überschaubar, die Reparaturen allerdings oft teuer.

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