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Porsche Boxster (986) im Check

Fahrspaß-Porsche für kleines Geld

Porsche Boxster 2.7, Frontansicht Foto: Hardy Mutschler 11 Bilder

Der Zeitpunkt, um nach einem gutem Porsche Boxster Ausschau zu halten, ist günstig. Klar, dass dabei der S der Star unter den drei Modellen ist. Doch selbst der kleinste Boxster bietet bereits viel Mittelmotor-Fahrspaß.

04.09.2015 Michael Schröder Powered by

Karosserie-Check

Dank seiner vollverzinkten Karosserie steht ein Porsche Boxster auch noch nach vielen Jahren gut da. Ist die dünne Zinkschicht jedoch erst einmal angegriffen (z. B. durch schlecht reparierte Unfallschäden), kann es an diesen Stellen dennoch zu Rostbildung kommen.

Fast schon typisch sind beim Porsche Boxster angelaufene Scheinwerfer oder eingerissene Plexiglas-Verdeckscheiben. Der Verdeckantrieb läuft manchmal ungleichmäßig, was schlimmstenfalls dazu führen kann, dass die Kugelköpfe der Schubstangen brechen.

Technik-Check

So ein Porsche Boxster markiert schon Mal sein Revier – mit Ölflecken auf dem Garagenboden. Schuld daran ist ein altes Porsche-Leiden, welches selbst von der ersten Wasserboxer-Generation keinen Respekt kennt: anfällige Kurbelwellen-Simmerringe.

Weil gelegentlich Schäden an Kolben, Zylinderlaufflächen und Zylinderköpfen aufgetreten sind, sollte für den Kauf nur ein nachweisbar durchgehend gewarteter Porsche Boxster infrage kommen.

Preise

Der 204 PS-Boxster wird im Zustand 2 derzeit laut Classic-Analytics mit rund 12.000 Euro gehandelt. Schon ab 3.800 Euro gibt es mäßige Exemplare, bei denen dann aber meist akuter Handlungsbedarf besteht. Das Boxster S liegt bei 20.000 respektive 8.100 Euro.

Bei Einführung 1996 (Porsche Boxster)
76.500 DM
Bei Produktionsende 2004 (Porsche Boxster 2.7)
89 300 DM

Ersatzteile

Natürlich muss man sich bei einem so vergleichsweise jungen Auto eines Premium-Herstellers keine ernsthaften Sorgen um den Teilenachschub machen. Die Preise für die Teile sowie die Reparaturkosten liegen jedoch auch beim Porsche Boxster auf dem bekannt hohen Porsche-Niveau.

Schwachpunkte

  1. angelaufene Scheinwerfer
  2. Plexiglas-Verdeckscheibe
  3. angegriffene Zinkschicht
  4. versteckte Unfallschäden
  5. Verdeckmotoren
  6. Ölundichtigkeit
  7. hohe Wartungskosten
  8. hohe Ersatzteilkosten
  9. Wartungsstau
  10. Originalität
Porsche Boxster (986), Schwachpunkte, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Mögen die ewigen ELfer-Verfechter doch weiterhin die Preise für den Heckmotor-Sportler hochtreiben. Wer auf den 911-Nimbus verzichten kann, bekommt mit dem Porsche Boxster eine ungemein agile Fahrmaschine mit echten Langzeitqualitäten. Selbst der Einstiegsmotor mit 204 PS sorgt schon für weit hochgezogene Mundwinkel beim Fahren. Bei den recht niedrigen Preisen sollte man allerdings auch die Wartungskosten im Blick behalten - denn die sind Porsche-typisch hoch.

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