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Volvo P 140 in der Kaufberatung

Auch Schwedenstahl rostet

Volvo 144 de Luxe, Frontansicht Foto: Jörg Künstle 9 Bilder

Trotz belüfteter Schweller und damals vorbildlichem Korrosionsschutz ist der Volvo P 140 (Typen 142 bis 145, Baujahre 1967-1974) kein Rostverächter. Die simple, elektronikfreie Technik der robusten Limousine bereitet kaum Probleme, regelmäßige Wartung vorausgesetzt.

15.07.2013 Alf Cremers Powered by

Karosserie-Check

Der Kauf eines Volvo der 140er-Serie steht und fällt mit dem Karosseriezustand. Obwohl Volvo für einen vorbildlichen Korrosionsschutz sorgte, gingen die Jahrzehnte nicht spurlos an dem einst sehr verbreiteten Typ vorüber. Rost nistet sich vor allem in den Schwellern in Höhe der Wagenheberaufnahmen und der A-Säule ein, auch die Übergangszonen zu den Radkästen sind häufig betroffen. Wenn äußerlich bereits Rost an Kotflügeln und Radläufen sichtbar wird, dann nagt er bereits zerstörerisch im Verborgenen.

Der geringe Wert des Volvo 140 führte immer wieder zu improvisierten Teilsanierungen und TÜV-Reparaturen, die sich dann gern unter einer Verkaufslackierung verstecken. Rostfreie unrestaurierte Autos findet man noch in Schweden, den Niederlanden und der Schweiz.

Technik-Check

Hohe Funktionalität und angenehmen Fahrkomfort schätzten Vielfahrer an den damals im Vergleich teuren Volvo der 140er-Baureihe. Kilometerleistungen über 200.000 sind im heutigen Angebot oft die Regel. Das macht Motor, Getriebe und Fahrwerk wenig aus, wenn nicht an der Wartung gespart wurde.

Die Stirnräder des Nockenwellenantriebs sind recht verschleißfreudig, der Overdrive (Extra) des Vierganggetriebes funktioniert manchmal nicht, und die Gelenke der Vorderachse verschleißen nach 30 Jahren. Der Stromberg-Gleichdruckvergaser des Volvo P 140 braucht ebenso eine kundige Hand wie die Bosch D-Jetronic des seltenen Einspritzmodells (B20 E) oder die K-Jetronic des Spättyps Volvo 144 E (115 PS).

Preise

Lau Classic-Car-Tax liegt ein gut erhaltener und gepflegter Volvo 144 De Luxe bei etwa 6.700 Euro. Ab etwa 1.900 Euro gibt es mäßige Fahrzeuge.

Bei Einführung 1967 (Volvo 144 De Luxe, B20A)
11.450 Mark
Bei Produktionsende 1974 (Volvo 144 GL, B23E)
17.700 Mark

Ersatzteile

Die Ersatzteillage ist bei älteren Volvo-Modellen generell entspannt. Viele Technikteile des Volvo P 140 stimmen mit dem Amazon (P 120) überein. Bis auf die Vorderachse und den neuen OHC-Motor gibt es auch Parallelen zur Baureihe 240. Die Firma Buttkereit Autotechnik GmbH in 47167 Duisburg zählt ebenfalls zu den Spezialisten, www.buttkereit-online.de.

Schwachpunkte

  1. Kotflügel und Stehbleche
  2. A-Säule und Schweller
  3. Wagenheberaufnahmen
  4. Türböden, B-Säulen-Einsatz
  5. Reserveradmulden
  6. Kofferraumboden
  7. Radläufe und Endspitzen
  8. Stromberg-Vergaser, D-Jetronic
  9. Stirnräder, Nockenwelle
  10. Vorderachslager, Overdrive
Volvo P 140 (142 -145), Schwachstellen, Igelbild

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Trotz belüfteter Schweller und damals vorbildlichem Korrosionsschutz ist der Volvo P 140 (Typen 142 bis 145, Baujahre 1967-1974) kein Rostverächter. Die simple, elektronikfreie Technik der robusten Limousine bereitet kaum Probleme, regelmäßige Wartung vorausgesetzt.

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