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Synthetischer Kautschuk

Rennreifen

Synthetischer Kautschuk ist heute einer der wichtigsten Bestandteile für die Reifenproduktion. Patentiert wurde der synthetische Kautschuk vor über 100 Jahren.

Der Name Kautschuk stammt aus der Sprache der Azteken und Mayas. Dort bedeutete „Ka-houtschou“ so viel wie „Stamm der Tränen“. Dieser Begriff rührt von der Gewinnung des milchigen Saftes aus angeritzten Gummibäumen. Mit diesem Saft formten die Azteken und Mayas springende Bälle. Es dauerte allerdings bis zum Jahr 1763, bis zwei Franzosen entdeckten, dass sich aus dem Kautschuk auch technische Dinge produzieren lassen. Zunächst fertigten sie Schläuche und Schuhe aus Kautschuk, später diente der Kautschuk zur Imprägnierung von Geweben. Nur so waren unter anderem die ersten Heißluftballonflüge möglich.

Aufgrund der wachsenden Nachfrage ging man ab 1909 dazu über, den Naturkautschuk durch synthetischen Kautschuk zu ersetzen. Der Kunstgummi spielte ab 1936 eine wichtige Rolle im Automobilbau. Auf der IAA 1936 wurden die ersten Modelle deutscher Autobauer auf Reifen aus Synthese-Kautschuk vorgestellt. Noch heute ist die Reifenproduktion ohne synthetischen Kautschuk kaum vorstellbar. Kautschuk wird heutzutage vor allem synthetisch durch Polymerisation hergestellt.

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