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Marcus Ericsson

Marcus Ericsson ist ein schwedischer Rennfahrer, der nach seiner Debütsaison für Caterham mittlerweile mit Sauber in der Formel 1 an den Start geht. Wir stellen Ihnen den Piloten genauer vor.

Marcus Ericsson ist der zehnte schwedische Rennfahrer, der den Sprung in die Formel 1 geschafft hat. "Daran habe ich seit meiner Kartzeit im Alter von neun Jahren gearbeitet. Jetzt bin ich bereit für den Aufstieg", sagte Ericsson vor seiner Debütsaison 2014 beim Team Caterham.

Ericsson fährt Runden im Weltmeisterauto von 2009

Seine Karriere hatte Ericsson im Kartsport gestartet, den er bis 2006 bestritt. Im Anschluss verschlug es den Blondschopf in die britische Formel BMW, die er mit sieben Siegen aus 18 Läufen auf Anhieb gewinnen konnte. Danach folgte der Wechsel in die britische Formel 3-Meisterschaft. Fünf Podestränge reichten dort in der Endabrechnung für den fünften Platz. 2009 zog es Ericsson nach Japan. In der dort ansässigen Formel 3 triumphierte er gleich in seiner ersten Saison. Parallel dazu bestritt der Schwede vier Rennen in der britischen Formel 3, von denen er zwei gewann.

Im selben Jahr drehte Ericsson das erste Mal seine Runden in einem Formel 1-Renner. Beim Young Drivers Test in Jerez de la Frontera pilotierte er das Weltmeisterauto von Brawn GP.

Ericsson mit durchschnittlichen GP2-Ergebnissen

Von 2010 an war Ericsson in der GP2 unterwegs. Die Erfolge des Schweden, der vor seinem F1-Engagement nur den eingefleischten Rennfans ein Begriff war, hielten sich dort jedoch in Grenzen. Für Super Nova (2010), iSport International (2011, 2012) und DAMS (2013) bestritt Ericsson vier Saisons in der zweiten Formel-Liga.

Dabei konnte er 3 Rennen für sich entscheiden. Vom Gesamtsieg durfte er nur träumen. Seine beste GP2-Endplatzierung: ein sechster Rang 2013. Neben der Hauptserie bestritt Ericsson auch vereinzelnd Läufe in der GP2-Asia, jedoch ebenfalls mit bescheidenen Ergebnissen.

Wechsel zu Sauber nach Caterham-Pleite

Den Formel 1-Sitz bei Caterham für das Jahr 2014 hatte sich Ericsson vor allem dank einer finanziellen Mitgift der aus Schweden stammenden Firma Tetra Pak gesichert, die Gerüchten zufolge eine Millionensumme bereitgestellt hatte. Sportlich hat sich das Investment allerdings nicht gelohnt. Das Auto erwies sich als nicht konkurrenzfähig und unzuverlässig. Von WM-Punkten war Ericsson oft weit entfernt.

Dazu kamen finanzielle Probleme des Caterham-Teams. Nach dem viertletzten Saisonrennen in Russland musste Insolvenz beantragt werden. Ericsson musste sich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen. Da ihm seine Sponsoren auch weiterhin die Treue hielten, fand der Schwede schnell bei Sauber einen neuen Platz für die Saison 2015. Und beim ersten Rennen des Jahres in Australien klappte es direkt mit den ersten WM-Punkten. Mit Platz 8 feierte Ericsson ein gelungenes Debüt.

Doch so ging es leider nicht weiter. In der ersten Saisonhälfte, als der Sauber noch ein regelmäßiger Punktekandidat war, leistete sich der Pilot zu viele Schwächen. In der zweiten Hälfte zeigte sich Ericsson stark verbessert, doch das Auto war inzwischen hinter die Modelle der Konkurrenz zurückgefallen. So blieb für Ericsson am Ende nur Rang 18 in der Fahrerwertung. Teamkollege Felipe Nasr hatte 18 Punkte mehr gesammelt.

Dank der zahlungskräftigen Sponsoren musste sich Ericsson keine Sorgen um seinen Verbleib bei Sauber machen. Der Vertrag wurde frühzeitig für 2016 verlängert.

(Stand: 01/2016)

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