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Mercedes

20 Prozent Hybrid bis 2015

Mercedes hat bei den Bluetec-Dieseln die Nase vorn. Zudem hat Mercedes-Chef Zetsche im Interview mit auto motor und sport bekräftigt, kein neues Fahrzeug ohne Hybrid-Option zu entwickeln.

Künftig soll der Smart Fortwo alternativ Start-Stopp bekommen, auch eine Elektroversion ist in Vorbereitung. Die C-Klasse kommt als C 220 Bluetec mit 2,2-Liter-Diesel und Denox-Kat ab 2009, ein Jahr vorher debütiert der E 320 Bluetec (bereits seit Oktober 2006 in den USA) in Europa. Schnell will Mercedes in den meisten Baureihen Start-Stopp einführen, zuerst wird es in der Facelift-Version der A-Klasse im Herbst debütieren. 2009 erscheint auch die S-Klasse als Mildhybrid mit Kurbelwellen-Starter-Generator, möglich sind Diesel- und Benzin-Versionen. Die strahlgeführte Direkteinspritzung der zweiten Generation, heute nur im CLS 350 CGI verbaut, kommt in der E-Klasse.

Zusammen mit General Motors und BMW arbeitet Mercedes auch an einemVollhybridfahrzeug; als erster Vertreter dieser Allianz war im Januar auf der Motorshow in Detroit der Chevrolet Tahoe zu sehen. Dem folgen der Dodge Durango, danach Mercedes M-Klasse, GL und R-Klasse in einer besonderen Komfortauslegung. Für alle Mercedes-Baureihen werden künftig wahlweise Versionen mit Hybrid-Bauteilen, Elektro- sowie Erdgasantrieb bereitstehen. Bereits heute gibt es den E 200 NGT mit Gasantrieb, der B200 NGT kommt im nächsten Jahr - beide Autos sind ideal für den Taxibetrieb in der City.

Ford setzt auf Flexifuel und Microhybrid

Sowohl den neuen Ka (2008) als auch den künftigen Fiesta gibt es auf Wunsch mit Start-Stopp-System via riemengetriebenem Starter. Hybrid-Bausteine werden in alle Ford- und Volvo-Baureihen Einzug halten. Ein technischer Leckerbissen wird das Doppelkupplungsgetriebe für die großen Modelle, das als Mildhybrid-Lösung mit einem Elektromotor gekoppelt werden soll. Auf den Flexifuel-Antrieb - mit Ethanol - setzt Ford bei seinen anderen Typen: Es gibt ihn bereits für Focus und C-Max, ab 2008 kommt er für Mondeo, Galaxy und S-Max. Gasantrieb ab Werk gibt es derzeit nur für den C-Max. Benzin-Direkteinspritzer sind heute kein Thema mehr.

ght: bold;">Opel ist an allen Fronten tätig

Kleinere Motoren, Start-Stopp-Systeme und aufgeladene Downsizing-Motoren, darunter ein kleiner Benzin-Direkteinspritzer (abgeleitet vom neuen Zweiliter-DI aus dem GT), sind in Vorbereitung. Große Vierzylinder und die V6 sollen bald mit strahlgeführter Einspritzung kommen. Mit Hochdruck gearbeitet wird an der Doppelaufladung beim Diesel (zuerst bei Konzernschwester Saab mit 180 PS starkem 1,9-Liter-Motor ab IAA 2007), dem 2,9-Liter-V6-Diesel mit geregelter Verbrennung und weiteren Selbstzündern für die USA. Doppelkupplungsgetriebe werden gemeinsam mit ZF Sachs entwickelt. Ethanolantrieb ist - anders als Gasbetrieb - zur Zeit kein Thema; diese Technik ist aber über Saab verfügbar. Auf der IAA soll überdies ein großes Sparauto mit Dieselhybrid gezeigt werden. 

ght: bold;">Porsche wagt den Spagat

Kräftig sparen Verbrauchsvorteile bringen die neuen Direkteinspritzer des Cayenne. 2008 wird die Vollhybrid-Version folgen, selbst der künftige Viertürer Panamera soll Hybrid-Bausteine bekommen. Auch über einen Diesel für den Cayenne wird jetzt nachgedacht. Sogar eine Leichtbau-Version des Geländesportlers - die auf die aufwendige Allradtechnik verzichtet und stattdessen ein leichteres 4x4-System à la Audi einsetzt - ist nicht auszuschließen. Das Facelift des 911 mit dem Einsatz von sparsameren DI-Boxermotoren sowie ZF-Doppelkupplungsgetrieben erfolgt ebenfalls 2008. Verbrauchsgünstigere kleinere Porsche-Modelle wird es aber nicht geben.

ght: bold;">VW entwickelt auch einfache Lösungen

Die Bluemotion-Modelle, die es heute als Polo (102 g CO2/km) und Passat gibt, bescheren unmittelbare Sparerfolge bei relativ geringem technischen Aufwand. Zur IAA erwartet wird der Golf Bluemotion. Auch Mildhybrid-Anwendungen bei quer eingebauten Motoren sind in Vorbereitung, zunächst im VW Jetta für den kalifornischen Markt. Vom Jetta ist auch eine Brennstoffzellen-Version vorgesehen. Bereits heute angeboten werden der Caddy und der Touran mit Gasantrieb, die Umrüstung des T5 ab Werk wird derzeit geprüft. Ethanol-Fahrzeuge sind in Europa noch nicht im Programm, obwohl VW damit in Südamerika zu den Marktführern gehört.

Weiterhin im Fokus sind neue, kleinere Motoren mit hohem Wirkungsgrad (Downsizing). Als neuer Motor steht ab Mitte 2007 neben dem 1.4 TSI ein einfach aufgeladener 1,2-Liter-FSI bereit, der zwischen 100 und 140 PS leistet. Die Diesel werden sukzessive auf Common Rail umgestellt, die Einspritzdrücke gehen Richtung 2.000 bar. Außerdem präsentiert VW ein sparsames Stadtauto mit Zwei- oder Dreizylinder-Heckmotor. Das 3,40 Meter kurze Fahrzeug bietet Platz für vier Erwachsene.

Daneben will VW das zurückgestellte Ein-Liter-Auto wiederbeleben - eines der Lieblingsprojekte von Ferdinand Piëch, der dort weitermacht, wo er 2001 aufhörte. Das von Ex-Chef Bernd Pischetsrieder favorisierte Zwei-Liter-Auto ist dagegen endgültig verworfen worden.

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