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Mercedes E 350 CDI 4-Matic

Der auffällige Unauffällige

Allradsysteme im Schnee Foto: Hans-Dieter Seufert 31 Bilder

Der Mercedes E 350 CDI 4-matic entpuppt sich als eine der großen Überraschungen des diesjährigen Allradvergleichs. Kein anderer meistert trotz der stattlichen Ausmaße die Anforderungen souveräner und berechenbarer.

Jochen Übler

Als einziger Diesel im Feld ist die E-Klasse zwar nicht der Schnellste, aber der Vertrauenswürdigste. In Spurstabilität und Beherrschbarkeit rangiert der Mercedes ganz oben. Dabei zeigt sich die dafür verantwortliche Allrad-Technik im Vergleich zu manch anderem elektrohydraulisch geregelten System vergleichsweise überschaubar.

Die Mercedes E-Klasse bietet viel Sicherheit und wenig Fahrspaß

Das Zentraldifferenzial arbeitet im Schulterschluss mit einer Zweischeiben-Lamellensperre, die über eine Tellerfeder permanent vorgespannt wird. Die Grundverteilung des Antriebsmoments wird somit auf ein Verhältnis von 45 zu 55 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse festgelegt. Bei auftretenden Drehzahldifferenzen wird mehr Moment zur langsamer drehenden Achse geleitet. In der Praxis präsentiert sich die Mercedes E-Klasse mit einem klar definierten, tendenziell untersteuernd ausgelegten Fahrverhalten. Treibt es der Fahrer dennoch zu bunt, ist das ESP allzeit aktiv und operiert auch bei per Knopfdruck höhergelegter Regelschwelle gefühlvoll, wodurch die sichere Souveränität immer noch gewahrt bleibt.

FAZIT: Die Mercedes E-Klasse 4-matic zieht bei den Beschleunigungstests an wie eine S-Bahn, baut spurstabil exzellente Traktion auf und weiß auch bei der Verzögerung zu überzeugen. Viel Fahrsicherheit, weniger Fahrspaß, aber letztlich Rang zwei.

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