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24 h-Rennen in Le Mans 2009

Peugeot geht mit Führung in die Nacht

24h Rennen LeMans 2009 Foto: Peugot 61 Bilder

Um Mitternacht, nach neun Stunden Renndauer, sind die Positionen in Le Mans fürs erste bezogen: Der Peugeot 908 von Marc Gene, Alexander Wurz und David Brabham führt mit knapp einer Runde Vorsprung auf den Audi R15 TDI von Tom Kristensen, Dindo Capello und Allan McNish.

14.06.2009

Dahinter liegen zwei weitere Peugeot 908 in Lauerposition. Audi hingegen hat nach dem Unfall von Lucas Luhr und einem Technikdefekt am Auto von Timo Bernhard nur noch ein Eisen im Feuer. Weiterhin auf dem hervorragenden fünften Platz rangiert der äußerst zuverlässig laufende Lola-Aston Martin von Stefan Mücke, Jan Charouz und Thomas Enge mit drei Runden Rückstand auf die Spitze.

Zwei Hiobsbotschaften für Audi

Um kurz vor acht Uhr gab es die erste Hiobsbotschaft für Audi: Beim Restart nach einer Safety Car-Phase kam der R15 von Timo Bernhard nicht mehr in Schwung. Der Saarländer kroch im Schneckentempo um den Kurs. Dann verschwand das Auto in der Box und tauchte erst drei Stunden später wieder auf der Piste auf. Die Kraftstoffpumpe musste gewechselt werden. Und weil dazu auch der V10-Motor ausgebaut werden muss, vergingen die Stunden. Bernhard bewies Galgenhumor: "Und dabei haben wir uns beim Fahrerwechsel so beeilt."

Eineinhalb Stunden später, um 21.30 Uhr zeigte das Fernsehen eine gewaltige Staubwolke in der Indianapolis-Kurve. Als sich der Rauch verzogen hatte, war klar: Der zu diesem Zeitpunkt an dritter Stelle liegende Audi mit der Nummer 2 war heftig in der Leitplanke eingeschlagen. Luhr wollte mit dem am Heck sehr stark beschädigten R15 versuchen, an die Box zu humpeln, doch die Streckenposten hinderten ihn daran. VW-Patriarch Ferdinand Piech und den in reicher Zahl angereisten Audi-Vorständen, denen in der Hospitality gerade der Hauptgang des Abendessens serviert wurde, mussten missmutig zur Kenntnis nehmen: Audi hat ab sofort nur noch ein Auto mit Siegchancen.

Luhrs Fahrfehler führt zum Crash

Die Ursachenforschung des Teams zeigte, dass ein Fahrfehler die Ursache für den Crash war. "Die Datenaufzeichnung gibt keinen Hinweis auf einen technischen Defekt", erklärte ein Teamsprecher. Lucas Luhr selbst konnte kaum sachdienliche Hinweise geben: "Ich kann mir den Unfall noch nicht ganz erklären. Ich habe die Porsche-Kurve ganz normal angebremst, als mir plötzlich das Heck ausgebrochen ist. Ich habe noch versucht gegenzulenken und das Auto abzufangen, aber die Stelle ist einfach viel zu schnell dafür. Das Fahrzeug hat sich gedreht und ist rückwärts sehr heftig in den Reifenstapel eingeschlagen."

Auch Peugeot nicht fehlerfrei

Doch auch Peugeot leistete sich kleine Schwächen: Der von Stéphane Sarrazin, Franck Montagny und Sébastien Bourdais gefahrene 908 legte um kurz vor 21 Uhr einen zehnminütigen Zwangsstopp ein, weil die linke hintere Radnabe gewechselt werden musste. Die drei Formel 1-Fahrer mussten zwar die Führung an das Schwesterauto abgeben. Doch sie ließen sich nicht den Scheid abkaufen: Beständig drehten sie schnellsten Runden des Felds. Oftmals ist das Trio um fünf Sekunden hurtiger unterwegs als die Konkurrenz: Doch es ist eine wahre Sisyphus-Arbeit, um zwei Runden, entsprechend sieben Minuten, durch schnellere Rundenzeiten wettzumachen.

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